Editorial materialfluss 6/19

Martin Schrüfer,

Gemeinsam, intern wie extern

Transport und Logistik, transport logistic – groß oder kleingeschrieben, mit „und“ oder ohne: in den vergangenen Wochen wurde, befeuert durch die gleichnamige Weltleitmesse in München, viel über die beiden Branchen gesprochen. Die einen transportieren die Güter zu Lande, zu Wasser und in der Luft, die anderen lagern, kommissionieren und verpacken die Güter – ich vereinfache natürlich, in Wirklichkeit ist das nicht ganz so simpel.

„Kein Kenner der Branche pocht auf die Abgrenzung von interner und externer Logistik.“ © Thilo Härdtlein

Glasklar ist dennoch, dass niemand, der die Branche kennt, weiter auf die Abgrenzung von interner mit externer Logistik pocht. Denn es geht nur miteinander und so ist es ein Zeichen von vielen, dass sich beispielsweise der Intralogistik-Riese Knapp und die Softwarespezialisten von Kratzer Automation mit einer Kooperation  zusammentun. Der eine kann Lager, der andere Software außerhalb des Lagers.

Somit gelingt der Lückenschluss zwischen Auslieferung und Übernahme der Ware durch den Endkunden, werden Sendungen nachverfolgt, vollständig dokumentiert und Transportschäden erfasst. Klingt nach dem Oberbegriff Supply Chain? Richtig, denn letztlich hat ein Unternehmen die gesamte Lieferkette im Blick, von der Produktion bis zum Endkunden. Es wird nach Lösungen verlangt und nicht nach Puzzlesteinen, die der Kunde in Eigenregie zusammensetzen muss.

Schnittstellen werden zum Dreh- und Angelpunkt, egal ob in der internen wie externen Logistik – wie LT-managers Kolumnistin Anita Würmser bereits vor Jahren formulierte: „Wer die Schnittstellen beherrscht, beherrscht den Markt“. Vor der Marktbeherrschung steht aber zunächst die Kooperation zwischen den Unternehmen aus den verschienen Segmenten – eine Entwicklung, die erfreulicherweise vielerorts schon zu beobachten ist.

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Auch die Redaktion von materialfluss denkt, wie auch die Kollegen von LTmanager, übergreifend. Wir werden das berühmte, von Michael ten Hompel in LT-manager 1/19 propagierte „Big Picture“ einer kompletten Supply Chain im Auge behalten. „Was denn auch sonst“, höre ich gerade meine zweite Lieblingskolumnistin Intra Logistik lakonisch anmerken. Recht hat die Gute.

Herzliche Grüße

Martin Schrüfer, Leitender Chefredakteur

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