Wachstum auch in Zeiten der Corona-Pandemie

Martin Schrüfer,

Röhlig Logistics verdoppelt EBIT

Das inhabergeführte Logistikunternehmen Röhlig blickt trotz COVID-19-Pandemie auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Röhlig Logistics Executive Board (v.l.n.r. Hylton Gray, Chief Executive Officer Air Freight, Sea Freight, Contract Logistics & Sales; Ulrike Baum, Chief Human Resources Officer; Philip W. Herwig, Managing Partner; Dr. Robert Gutsche, Chief Financial Officer) © Röhlig Logistics

Philip W. Herwig, Managing Partner bei Röhlig Logistics, erläutert: „Als uns Anfang 2020 klar wurde, dass dieses Jahr durch seine Unvorhersehbarkeit eine große Herausforderung werden würde, haben wir unser laufendes Strategieprogramm angehalten und eine befristete Krisenstrategie entwickelt, mit der wir schnell und erfolgreich auf die veränderte wirtschaftliche Nachfrage reagiert haben. So haben wir trotz der weltweiten Krise unseren Rohertrag auf Vorjahresniveau halten können und in der Kontraktlogistik sogar weiter ausgebaut. Sehr erfreulich ist, dass wir unser EBIT von 5,2 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro gesteigert und damit ein EBIT-Wachstum von 127 Prozent erzielt haben.“

Positive Effekte durch Deutschland, Asien und Lateinamerika

Im Berichtsjahr 2020 liegt der erwirtschaftete Rohertrag bei 140 Mio. Euro und damit auf dem Vorjahresniveau. Besonders dazu beigetragen hat die DeutschlandOrganisation vor allem durch die Umsetzung von Luftfracht-Chartern. Auch das Asiengeschäft entwickelte sich trotz der durch COVID-19 stark beeinträchtigten Situation sehr erfreulich, denn insbesondere China und Taiwan haben sich schnell von den Einschnitten durch die Pandemie erholt. Weiterhin trugen Mexiko und unsere Landesorganisationen in Südamerika zur positiven Entwicklung bei und haben ihre Ergebnisse im Vergleich zu 2019 noch einmal gesteigert.

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Dr. Robert Gutsche, Chief Financial Officer bei Röhlig, erklärt: „In Deutschland, Asien und Lateinamerika waren wir sehr erfolgreich. Und im Pandemiejahr hat auch unser striktes Kostenmanagement in allen Kostenpositionen zum guten Ergebnis beigetragen.“

Wachstum in Kontraktlogistik, herausfordernde Zeiten in der See- und Luftfracht

In der Seefracht war das Jahr geprägt von Containerengpässen, steigenden Frachtraten, dramatisch steigender Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte und erheblichen Hafen- und Terminalüberlastungen. Im Vergleich zu 2019 ist der Rohertrag in der Seefracht bei Röhlig um rund 2 Prozent gesunken. Dies ist weniger als der Marktrückgang. Im 4. Quartal ist Röhlig bereits wieder gewachsen. Die globale Luftfracht war aufgrund der COVID 19-Restriktionen und der in fast allen Ländern in unterschiedlichem Ausmaß verhängten Lockdowns stark betroffen. Der Rohertrag konnte um rund 1 Prozent gesteigert werden.

Im Jahr 2020 hat Röhlig seine Kontraktlogistikpräsenz mit zusätzlichen Lagern in Malaysia und China weiter ausgebaut. Röhlig verfügt über 21 Lager an 10 Standorten weltweit. Die weltweit gestiegene Auslastung wirkte sich mit 7,5 Prozent positiv auf den Rohertrag im Bereich Kontraktlogistik aus. Zusätzlich zu den oben genannten Standorten erreichte das Flaggschiff-Lager in Johannesburg, Südafrika, die maximale Kapazität.

Hylton Gray, Chief Executive Officer Sea Freight, Air Freight, Contract Logistics & Sales bei Röhlig, erklärt: "Seit dem Ausbruch der Pandemie konnten wir die Anforderungen der Lieferketten unserer Kunden erfüllen und maßgeschneiderte Logistiklösungen unter anderem für den Transport von medizinischen Hilfsgütern und Komponenten für den Automobilsektor anbieten. So haben wir im Jahr 2020 ein Rekordvolumen an Luftchartertonnage erreicht."

Ausblick

„Im laufenden Geschäftsjahr 2021 können wir uns noch besser auf die Pandemie einstellen, das Verhalten im Lockdown ist gelernt und die Auswirkungen weitgehend bekannt. Wir wollen an die guten Ergebnisse aus dem letzten Jahr anknüpfen und nehmen unser wegen der Pandemie unterbrochenes Strategieprogramm Blue Star wieder auf, mit dem wir unser Wachstum vorantreiben und für unsere Kunden die Entwicklung neuer Produkte und digitaler Dienstleistungen weiter forcieren“, so Philip W. Herwig.

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