Logistik-Dienstleister

Die Dienstleistung von Morgen

Reduzierung von Leerfahrten, energiesparende Gebäudetechnik im Lager und Transporte mit CO2-Kompensation: Das können die richtigen Logistik-Dienstleister in punkto Nachhaltigkeit für ihre Kunden leisten.

Warum sollte ein Logistik-Dienstleister besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit legen? Die Antwort ist ganz einfach: Weil die Kunden es so wollen. Gerade große Unternehmen, zum Beispiel die weltweit agierenden Computerhersteller, fragen ihre Spediteure und Contracting-Dienstleister sehr genau,welche Anstrengungen sie unternehmen, um z. B. die Mengen der Verpackungsmittel zu reduzieren oder den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeugflotte zu reduzieren. Warum sie das tun? Weil wiederum ihre Kunden sehr genau wissen wollen, was ihre Zulieferer in Sachen Nachhaltigkeit unternehmen.

Damit soll nicht abgestritten werden, dass es den Akteuren bei den Anbietern ein persönliches Anliegen ist, sich für nachhaltige Logistik-Dienstleistungen zu engagieren. Fakt aber ist: Wenn man die „richtigen“ Kunden hat, wird solches En­gagement auch geschätzt und führt zu neuen Aufträgen – wobei, auch das muss gesagt werden, die Kunden in der Regel nur begrenzt Bereitschaft zeigen, für Logistikprodukte mit dem „Eco“-Label höhere Kosten oder längere Laufzeiten in Kauf zu nehmen.

Dass es viele Stellschrauben gibt, um die Umweltauswirkungen zu minimieren, liegt auf der Hand. Immerhin entfallen rund 5,5 % des weltweiten Energieverbrauchs auf die Logistik. Ganz offenkundig hat die Wahl des Verkehrsträgers Einfluss auf die CO2-Emissionen. Deshalb kann sich DB Schenker als besonders umweltfreundlicher Logistik-Dienstleister sehen: Das Unternehmen ersetzt nach eigenen Angaben mit seinen Güterzügen pro Tag mehr als 100.000 Lkw-Fahrten. Das senkt den CO2-Ausstoß um rund 17.400 Tonnen – ebenfalls pro Tag.

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Dabei will man aber nicht stehen bleiben: Bis 2020 sollen die spezifischen CO2-Emissionen, die genau erfasst werden, um nochmals 20 Prozent reduziert werden. Den Kunden bietet DB Schenker für alle Verkehrsträger besondere „Eco Solutions“-Angebote – von CO2-freien Schienengüterverkehren über CO2-reduzierte Logistikangebote bis hin zu CO2-neutralen Angeboten durch die Investition in Klimaschutzprogramme. Auch der Einkauf erneuerbarer Energien trägt zur „grünen“ Logistik bei. Im Jahr 2011 lag deren Anteil am Bahnstrommix bei knapp 22 Prozent und damit über dem Durchschnitt des deutschen Strommixes. Die Vision: 2050 soll der Schienenverkehr in Deutschland komplett CO2-frei sein.

Als einer von wenigen Transport- und Logistikdienstleistern ist CargoLine zusätzlich zur DIN 14001 auch nach DIN EN ISO 14064 zertifiziert und macht den eigenen CO2-Fuß­abdruck transparent. Für diese Zertifizierung wurden große Datenmengen erhoben und ausgewertet, und es wurden konkrete Umweltziele festgelegt. Auf der operativen Ebene sind die Cargo Line-Partner schon seit Jahren z. B. mit Fahrerschulungen, dem Einsatz von Leichtlaufreifen und energiesparender Gebäudetechnik aktiv. Darüber hinaus spricht das Netzwerk gerade mit verschiedenen Anbietern über Kompensationsmodelle zum CO2-neutralen Versand. Sobald es hier konkrete Ergebnisse gibt, wird es eine entsprechende buchbare Produktoption geben.

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Tests mit LNG-Lkw

Eine ganz konkrete Umweltmaßnahme hat Hellmann kürzlich intensiv erprobt und einen vierwöchigen Praxistest mit dem Treibstoff LNG durchgeführt. Die Abkürzung steht für „liquefied natural gas“, also flüssiges Erdgas, das auf –162 °C herabgekühlt und in einem Drucktank gespeichert wird. Diese Art der Speicherung erlaubt höhere Reichweiten als das gebräuchliche CNG. Sie erlaubt es, das umweltfreundliche, bis zu 25 % weniger CO2 freisetzende Methan einzusetzen, ohne Einschränkungen bei der Reichweite und damit der Gebrauchstauglichkeit der Lkw in Kauf nehmen zu müssen.

Ceva hat kürzlich zehn Standorte in Italien mit einer Nutzfläche von insgesamt 340.000 m2 nach neuesten Öko-Standards umgebaut. Nach dem Umbau reduziert sich der CO2-Ausstoß um rund 10.000 t/a, und es wurden Photovoltaik-Anlagen installiert, die Energie für mehr als 6.700 Haushalte produzieren. Neben solchen Maßnahmen kann man natürlich auch durch das Re-Engineering der Prozesse Energie und zugleich Kosten sparen. Ceva nennt ein Beispiel: Ein Kunde unterhielt neun Distributionszentren in Europa. Ceva analysierte die Warenströme und schlug vor, den gesamten Europa-Verkehr auf ein Logistikzentrum zu konzentrieren und zugleich die Lkw-Verkehre deutlich zu reduzieren. Der Vorschlag wurde umgesetzt – mit dem Ergebnis, dass die Kosten um 10 % und die CO2-Emissionen um 18 % gesenkt wurden. Dabei waren die tatsächlichen Einsparungen sogar höher als die erwarteten.

Autotransport per Schiene und Schiff

Wer an der Donau wohnt und einen Suzuki Splash (aus ungarischer Produktion) oder einen Ford Transit Connect (produziert in Rumänien) bestellt, kann sein Fahrzeug über den Fluss vorbeifahren sehen. Denn die BLG, Europas Marktführer in der Automobillogistik, nutzt zwei Binnenschiffe, die wöchentlich über die 700 km lange Strecke zwischen Budapest und Kelheim pendeln, für den Transport von mehr als 17.000 Fahrzeugen pro Jahr. Auf dem Rhein sind sogar fünf BLG-Binnenschiffe unterwegs, die Ford-Fahrzeuge aus dem Kölner Werk in beide Richtungen transportieren – rheinaufwärts zum BLG Autoterminal in Wörth oder flussabwärts nach Vlissingen und Antwerpen. Ein Schiffstransport ersetzt 80 Lkw-Fahrten.

Noch mehr Neufahrzeuge erreichen per Bahn ihren Bestimmungsort. BLG setzt hier auf eine eigene Flotte von über 1.000 „Flüsterwaggons“ mit besonders leisen Bremsen. 2008 beförderte die BLG AutoRail rund 100.000 Fahrzeuge auf der Schiene, 2012 waren es bereits über 500.000. Auf einen Ganzzug passen bis zu 228 Pkw, soviel wie sonst auf 29 Lkw.

Noch keine einheitlichen Kennzahlen

Der Überblick zeigt: Es gibt viele Möglichkeiten, die Nachhaltigkeit der Transport- und Logistikketten zu verbessern. Immer mehr Logistik-Dienstleister erfassen inzwischen auch Kennzahlen, um ihre Umweltleistung und ihre Anstrengungen in Sachen „Green Logistics“ messbar und damit vergleichbar zu machen. Allerdings gibt es noch keine weltweit einheitlichen Kennzahlen – globale Institutionen und Verbände arbeiten daran.

Wer Logistik-Dienstleistungen einkauft, hat also in der Hand, ob er Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Die Anbieter beklagen zwar, dass die Bereitschaft, umweltfreundliche Logistik auch finanziell zu honorieren, noch gering ist. Aber, wie das von Ceva genannte Beispiel der Prozess­optimierung zeigt, kann man auch den „carbon footprint“ verbessern und gleichzeitig Kosten sparen.

BLG Logistics Group AG & Co. KG, E-Mail: communications@blg.de, www.blg.de

Logistik-Dienstleister: Die Dienstleistung von Morgen

CargoLine GmbH, E-Mail: info@cargoline.de, www.cargoline.de

CEVA Logistics GmbH, E-Mail: info@de.cevalogistics.com, www.cevalogistics.com

Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG, E-Mail: info@de.hellmann.net, www.hellmann.net

Schenker Deutschland AG, E-Mail service.line@dbschenker.com, www.dbschenker.com/de

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