Logistik-Dienstleister
Alternative zum Kahlschlag
Besondere Zeiten bedürfen besonderer Lösungen. Doch es muss nicht immer gleich outgesourct werden: Oft kann der geschickte Einsatz von Zeitarbeitskräften helfen, die Talsohle zu überwinden. Die wirtschaftlich schwierigen Monate gingen auch an der Industrie und dem Handel nicht spurlos vorüber. Insbesondere trifft dieses auf den Bereich der Unternehmenslogistik zu.
„Bezogen auf unser Beschäftigungssystem wird dieses künftig bestimmt durch individuelle Bestellungen, rasche Fertigung im 24-Stunden-Betrieb, Betreuung der Kunden auch nach dem Verkauf, dieses wird die geforderte Kundenorientierung sein“, erläutert Jürgen Blut, Inhaber der SLV-Support Logistik und Verkehr-Logistikberatung.

Bereits heute besteht in den meisten Bereichen der Logistik durch saisonale, aber auch konjunkturelle Nachfrageschwankungen und bedarfsgesteuerte Kundenabrufe ein hoher Bedarf an personeller Flexibilisierung. Betriebliche Lösungen mit der Vorhaltung einer Flexibilisierungsreserve sind sehr kostenintensiv. Hier fallen Füll- und Brachzeiten an, weil die Personalreserven bis zu den eigentlichen Einsatzzeiten im „Stammbereich“ bereitgehalten werden müssen. Werden diese Personalreserven nicht vorgehalten, muss zur Erledigung von Zusatzaufgaben Personal auf Zeit aus anderen Bereichen abgezogen werden. Dieses schafft dann wieder Löcher in den anderen Arbeitsbereichen und so entsteht eventuell ein personeller Schneeballeffekt, der nachhaltig zu Leistungseinbrüchen führen wird.
Grob fahrlässig, orientierungs- und perspektivlos handeln hier laut Blut allerdings die Unternehmen, die sich motivieren, indem sie behaupten, sie können jederzeit ausreichend Aushilfskräfte rekrutieren, um alle Aufgaben problemlos erledigen zu können, und dieses unter Kostengesichtspunkten. Eine Möglichkeit zur Abdeckung der Personalreserve bietet hier die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ), auch als Zeitarbeit bekannt. Das Sonderrecht der Zeitarbeit ist geregelt im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) vom 7. August 1972 mit den Änderungen vom 1. Januar 2004.
Die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern zur Arbeitsleistung hat aber gerade für die Unternehmen sehr viele Schwachstellen, die sich aus der gesetzlichen Regelungen ergeben und so die Unternehmen der Zeitarbeit in immer noch durchaus restriktive Organisationsformen (Equal Treatment/ Equal Payment etc.) stecken, trotz inzwischen weitgehender Liberalisierung der ANÜ. Darüber hinaus wird die Qualität, Effizienz und die Leistungskontrolle von den Entleihern im Bereich der Logistik als nicht immer befriedigend angesehen, und immer wieder anfallende Einarbeitungszeiten verursachen zusätzliche Kostenbelastungen.
„Die ANÜ ist deshalb zunächst nur geeignet für die Bewältigung von kurzzeitigen, kurzfristigen und weniger qualifizierten Einsätzen im Helferbereich, aber sicherlich nicht für die selbständige, dispositive Erledigung von qualifizierten, längerfristigen, projektbezogenen Logistikprozessen“, ergänzt Blut: „Die spezifischen Anforderungskriterien an die personelle Flexibilisierung im Bereich der Logistik sind aber weitaus vielschichtiger, als sie die konventionelle Zeitarbeit lösen kann. Es ist nicht damit getan, nur ein reines Manpowerangebot zu schaffen, das sich auf die Personalgestellung ausrichtet, sondern ein Teil der personellen Flexibilität ist für die Unternehmen, gerade auch für klein- und mittelständische Unternehmen, gerade dadurch zu erreichen, dass Logistikprozesse (und hier auch Teilprozesse) „Inhouse“ ausgelagert werden können.

Das bedeutet, dass Unternehmen das Outsourcing von Logistikprozessen „Indoor“ vornehmen können, wobei so die externe Leistungserstellung in den „Räumen“ des Unternehmens vor Ort organisiert und erledigt wird. Diese Form der logistischen Leistungserstellung als externe Funktionseinheit im Kundenbetrieb versteht man als „InhouseLogistik“. Hierfür werden die entsprechenden Schnittstellen definiert und innerhalb dieser Schnittstellen erfolgt die externe Leistungserstellung u.U. auch in horizontaler oder vertikaler Teilzeit.“
Die Organisation solcher Logistikprojekte für Unternehmen kann damit als Kernkompetenz durch ein externes Dienstleistungsangebot gestaltet werden. Der Weg dahin ist die Verknüpfung von betrieblichen statischen Prozesslösungen mit dem Know-how, den Synergien und Kostenvariablen einer dynamischen externen Logistikdienstleistung direkt im Kundenbetrieb zu einer Branchenlösung für die nachfrageorientierte und projektbezogene Erledigung und Bereitstellung von Flexibilisierungsreserven und somit auch die Erreichung einer wesentlichen Transparenz der Logistikprozesse und -kosten.
Alles dieses erfordert ein branchenorientiertes und auf „Inhouse“-Aufgaben spezialisiertes Logistikdienstleistungsangebot, das variabel gestaltet ist aus der Basis von Werk- oder Dienstleistungsverträgen (Logistikverträgen) und nicht auf Basis des AÜG mit seinen Risiken auch für die Entleihunternehmen (Haftung für Sozialversicherungs- und Lohnsteuerabgaben, Tarifunfähigkeit bei den Tarifverträgen der Verleihunternehmen, Erfüllungsgehilfenhaftung etc.). Dieser Gestaltungsrahmen schafft darüber hinaus die Möglichkeit, die Leistungserstellung nicht nur zeitabhängig, sondern auch leistungsbezogen zu erbringen, also ein kostentransparentes und kompetentes Logistikdienstleistungsangebot. Durch transaktionsbasierende Leistungsverrechnung wird somit eine absolute Variabilisierung der Logistikprozesskosten und damit eine nachhaltige Kostentransparenz erreicht.
Blut weiter: „Die zwei tragenden Säulen eines solchen innovativen Logistikdienstleistungssystems für die Logistik sind auf der einen Seite das bedarfsgerechte Angebot an den Kunden zur Gestaltung der personellen und logistischen Flexibilisierung, um dadurch auf dem globalen Markt der Zukunft noch stärker auf das Auf und Ab von Nachfrage reagieren zu können. Und auf der anderen Seite sind es die Mitarbeiter, die eine hochqualifizierte und anforderungsorientierte Leistungserstellung im Flexibilisierungsbereich erbringen.“
Bedarfsgerechte, ganzheitliche und branchenorientierte Logistikdienstleistungsangebote können für viele Bereiche – und hier ganz speziell eben für den besonders auf personelle Flexibilisierung angewiesenen und in Zukunft mehr denn je nachfrageorientierten Bereich der Logistik von KMU – ein Beitrag zur Gestaltung der Arbeit der Zukunft sein. „Diese Gestaltung der Zukunft der Arbeit als Arbeit der Zukunft hat sich die PersLog InhouseLogistik GmbH in Laatzen bei Hannover mit ihrem InhouseLogistik- Konzept zur Aufgabe gemacht“ so Blut weiter: „Dieses innovative Logistikdienstleistungsangebot wurde als externe logistische Funktionseinheit direkt im Kundenbetrieb gerade für KMU entwickelt und auch bereits in den verschiedensten Branchen, sowohl im Investitionsgüter- als auch im Konsumgüterbereich, erfolgreich umgesetzt.
PersLog InhouseLogistik GmbH E-Mail: [email protected], www.perslog.de









