Start-up trifft auf KMU

Martin Schrüfer,

MotionMiners und META-Regalbau bauen Zusammenarbeit aus

Wenn Start-ups mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zusammenarbeiten, prallen auch schon einmal Welten aufeinander. „Dabei können alle Beteiligten voneinander lernen und gemeinsam viele Vorteile nutzen“, ist Britta Scherer vom Digital.Hub Logistics überzeugt. Die Plattform für Unternehmer und Gründer mit Sitz in Dortmund fördert die Kooperation zwischen KMU und Start-ups gezielt. Jüngstes Beispiel ist die erfolgreiche Zusammenarbeit der im Oktober 2017 gegründeten MotionMiners GmbH mit dem Arnsberger Traditionsunternehmen META-Regalbau GmbH & Co. KG.

Das Start-up MotionMiners deckt Optimierungspotentiale im Lager auf. © META

Der junge Anbieter automatisierter Analysen für manuelle Prozesse traf im Juli 2017 auf den renommierten Lagertechnikspezialisten. Schnell wurde klar: Die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit stimmen. „Das Konzept der MotionMiners war schlüssig und verständlich und die Technologie findet im Lager statt – da, wo auch wir zu Hause sind“, erzählt Kerstin Herdtle, Manager Digital Innovation & Technology bei META-Regalbau. „Zudem möchten wir neue Wege gehen und Partnerschaften weiterentwickeln, um neue Geschäftsfelder zu erschließen.“

Nach zwei Treffen im Digital.Hub Logistics in Dortmund und am Unternehmenssitz von META in Arnsberg fiel im Januar 2018 der Startschuss für eine Pilotstudie. Im neuen Werk II sollten die Prozesszeiten für die Kommissionierung der Artikel META SPEED-RACK und META MULTIPAL analysiert und Optimierungspotenzial aufgedeckt werden. In den folgenden vier Monaten gab es Messungen, Präsentationen, Analysen – und einige Herausforderungen. „Beide Seiten haben mit diesem Projekt ja Neuland betreten“, blickt Sascha Kaczmarek, COO MotionMiners, zurück. Das Start-up setzte zum ersten Mal einen Piloten im Mittelstand um, musste die Belegschaft und den Betriebsrat mit ins Boot holen und mit einer Technologie arbeiten, die sich noch in der BETA-Phase befand. Gleichzeitig waren Angebots- und Auftragsunterlagen noch im Entstehungsprozess, der Umgang mit den erfassten Daten war zu klären und META musste mit Störungen im betrieblichen Ablauf umgehen. „Das Projekt war für uns alle ein wichtiger Lernprozess“, sind sich Kerstin Herdtle und Sascha Kaczmarek einig.

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Ein Lernprozess, der sich gelohnt hat. Auch darin stimmen die Projektbeteiligten überein. „Die Vorteile überwiegen einfach“, so Christoph Schöttler, Bereichsleiter Supply Chain Management bei META. „Wir bekamen neue Prozesspotenziale aufgezeigt, konnten erste Erfahrungen im Partnermanagement auf Basis des umfassenden Netzwerkes vom Digital.Hub Logistics sammeln und haben so Möglichkeiten zur Gewinnung von Neukunden erkannt.“ Auch die MotionMiners ziehen ein positives Fazit der Zusammenarbeit zwischen Start-up und Mittelstand: „Es gab immer einen direkten Kontakt zum Management, kurze Entscheidungswege und wenig Bürokratie“, so Sascha Kaczmarek. „Beide Seiten haben gut zusammengearbeitet und voneinander profitiert.“

Nicht ohne Grund soll die Zusammenarbeit im Rahmen des Digital.Hub Logistics, aber auch darüber hinaus fortgesetzt werden: Weitere Analyseprojekte, eine Vertriebspartnerschaft sowie ein gemeinsamer Use Case von MotionMiners und META, der auf der LogiMAT 2019 präsentiert werden soll, sind geplant.

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