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Artikel und Hintergründe zum Thema

Neues Distributionszentrum

Martin Schrüfer,

Türkische Drogeriemarktkette Gratis setzt auf Klinkhammer

Gratis, die führende türkische Drogeriemarktkette mit mehr als 600 Filialen in 79 Städten der Türkei, macht ihre Logistik mit Klinkhammer fit für den E-Commerce. Das bisherige, manuell bediente Distributionszentrum in Tuzla nahe Istanbul, wurde um mehrere Gebäudebereiche und Geschosse erweitert. Ein innovatives Förder- und Sortersystem mit 42 Kommissionier- und Packstationen steuert den Materialfluss vom Orderstart bis zum Versand.

© Klinkhammer

Gratis, die Nummer eins im Bereich Kosmetik in der Türkei, beliefert seine Drogerie-Filialen mit 30.000 Produkten. Das Unternehmen ist in 79 Städten mit mehr als 600 Geschäften vertreten. Das Artikelspektrum erstreckt sich von Konsumgütern des täglichen Bedarfs über Kosmetik, Körperpflegeprodukte und Haushaltswaren bis hin zu Baby-Produkten.

"Alle Lager- und Arbeitsbereiche des Gratis-Distributionszentrums werden auf verschiedenen Gebäudegeschossen mit einem Hochleistungs-Fördertechnik-System vernetzt“, erklärt Mehmet Toy, Projektleiter bei Klinkhammer. Dabei ging es vor allem darum, mehr Flexibilität im Orderhandling zu erreichen. Retail Arbeitsplätze sollten schnell in E-Commerce-Plätze umgewandelt werden können, um Engpässe durch ein durchgängiges, schlüssiges Fördertechnikkonzept zu vermeiden. „Dabei durfte der laufende Betrieb nicht durch die Erweiterungen beeinträchtigt werden“, betont Mehmet Toy. Das Herzstück der Anlage ist ein Sortersystem mit 42 Kommissionier- und Packstationen. Der Sorter verteilt alle Behälter je nach Shop auf die Arbeitsplätze. Dort werden die Behälter entleert und per Put-to-Light auf Rollwägen oder Paletten kommissioniert und verpackt. 1000 Put-to-Light-Module für Regal- und Palettenkommissionierung sind so verbaut.

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Automatisierung der Materialflüsse

Speziell für den E-Commerce wurde ein zusätzliches Fachbodenlager mit Kommissionierbahnhöfen auf mehreren Ebenen errichtet. Bestellte Artikel werden in Behälter kommissioniert und auf jeder Ebene an die Behälterfördertechnik übergeben. Alle Behälter und Kartons werden nach der Qualitätssicherung vom Sorter je nach Filiale separiert und an ergonomisch angeordnete Arbeitsstationen übergeben. Nach der Entleerung der Behälter werden die Waren in Kartons und Plastiktaschen verpackt und entweder in Rollwägen gelagert oder auf Paletten kommissioniert.

Der Klinkhammer-Materialflussrechner, der mit dem Gratis Warehouse-Management-System von High Jump kommuniziert, steuert den automatischen Transport der Behälter zum richtigen Ziel. Alle Ladungsträger sind auf der Fördertechnik jederzeit eindeutig in der Visualisierungssoftware lokalisierbar. Die eingebundenen Sensoren und Antriebe tragen in der Transportsteuerung dazu bei, dass Störungen erkannt und behoben werden können. Serviceleistungen, für die früher ein Einsatz vor Ort nötig war, können heute per Fernwartung mit Hilfe der Anlagenvisualisierung KlinkVision durchgeführt werden. Alle Klinkhammer Anlagen sind an den Remote Service angeschlossen.

Daten und Fakten

  • 2 km Behälterfördertechnik vernetzen alle Lagerbereiche
  • Sorter mit 42 Kommisionier- und Packstationen
  • 1000 Put-to-Light-Module für Regal- und Palettenkommissionierung
  • Materialflussteuerung und Klinkhammer-Visualisierungssystem
  • 4 Heber mit 7 m, 10 m und 15 m Lift-Höhe verbinden die Geschosse
  • 40 t Stahl-Konstruktion
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