Behälterreinigung

Reinigung von Mehrwegbehältern

Der Anteil der Mehrwegbehältnisse steigt stetig. Aus hygienischen und auch optischen Gründen ist eine regelmäßige Reinigung erforderlich. Verschmutzte Behälter wirken unansehnlich und beeinträchtigen schlimmstenfalls das darin gelagerte Material.

Die taktar rotar rotiert während des Waschvorganges. Dadurch ergibt sich eine geringe Wasseraustragung nach Beendigung des Waschvorganges. © Kitzinger

Mehrwegbehälter sind unter anderem Kisten aller Art, Gemüsesteigen, Flaschenkisten, Trays, Brotkörbe, Paletten, KLT-Gebinde und Paletten­boxen. Abhängig von der Verschmutzungs- und Bauart sind bei der Reinigung sehr unterschiedliche Vorgehensweisen erforderlich. Diese lassen sich anhand ­folgender Parameter anpassen, grundsätzlich die fundierte Erfahrung des Anlagenherstellers vorausgesetzt:

• niedrige Waschtemperaturen bei Verschmutzungen durch tierisches oder pflanzliches Eiweiß
• hohe Waschtemperaturen bei Fettresten aller Art
• Senkrechttransport bei Trays und VDA-KLT Behältern
• angepasste Fördertechnik bei Faltboxen
• exakt konfigurierte Einweichdauer

Trocknung mit Augenmaß
Im Anschluss an die Reinigung ist es grundsätzlich erforderlich das Waschgut mehr oder weniger stark von anhaftender Feuchtigkeit zu befreien. Dadurch wird vermieden, dass die Betriebsräume mit Wasserresten belastet werden und Bereiche mit ­hoher Rutschgefahr entstehen. Häufig lässt sich dadurch auch der Frischwasserbedarf reduzieren. Bei der Konfiguration der Abblasung ist weniger mehr, denn unnötig hohe Betriebs­kosten sollten dabei vermieden werden. Eine nahezu 100-prozentige Trocknung ist möglich, aber vielleicht gar nicht erforderlich, zum Beispiel wenn die Waschgüter noch einige Stunden oder sogar Tage zwischengelagert werden können. Behälter, die nach der Reinigung zusammengestellt, nicht mehr frei belüftet werden können, erfordern natürlich in jedem Fall eine umfassende Trocknung. Ähnlich wie in einer Autowaschanlage wird mit ­starken Gebläsen gearbeitet, zusätzliche Unterstützung ­erfährt das Verfahren durch ­Zugabe von Oberflächen­ent­spannungsmittel für die letzte Wasser­spülung und/oder durch Er­wärmung der Abblasluft. Zur weiteren Reduzierung der ­Kosten in Verbindung mit der Trocknung kommen heute auch Zentrifugaltrockner zum Einsatz.

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Bedeutender Faktor Wärmeenergie
Kitzinger hat unter anderem Systeme für Paletten oder klappbare Palettenboxen ent­wickelt. Bei letzteren ist aufgrund der Ecken, Kanten und Kapillaren im Bereich der Scharniere eine herkömmliche Trocknung mit vertretbarem Ergebnis nicht möglich, hier spielt die Schleudertrocknung ihren großen Vorteil der Energie­einsparung in Verbindung mit erstklassigen Resultaten aus. Bei stündlich 150 Paletten oder Palettenboxen werden nur circa 4kW Motorleistung benötigt. Für Klappboxen aller Art sind auch Zentrifugen in Kammerbauform möglich. Die maschinelle Behälterreinigung ist sehr energieintensiv. Bedeutsam ist der Bedarf an Wärmeenergie. Die Waschlauge muss heiß ­gehalten warden. Die Abkühlung erfolgt durch Wärmeabstrahlung nach außen über das Maschinengehäuse, durch das Versprühen der Waschlauge selbst und natürlich durch Wärmeaufnahme des Waschgutes selber. Die Wärmeabstrahlung nach außen wird, zum Beispiel bei Kitzinger-Anlagen durch einen komplett doppelwandig isolierten Waschtunnel minimiert, nebenbei lässt sich dadurch auch das Arbeitsgeräusch der Maschine vermindern. Abhängig von der Anlagengröße kommen Beheizung über Elektro­heizung, über ein Trägermedium, wie zum Beispiel Heißwasser, Dampf oder Thermoöl, oder Gasdirektbeheizung in Frage. 

Über Kitzinger Maschinenbau
Der Hersteller von Kistenwaschanlagen, Flaschenwasch­maschinen, Containerwaschanlagen und Waschanlagen für Mehrwegbehältnisse wurde 1986 gegründet. Das Unter­nehmen nahe Flensburg konzipiert die Anlagen entsprechend der Kundenbedürfnisse aus Standardkomponenten mit Anbauteilen namhafter Hersteller.

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