Lager- & Kommissioniertechnik

Neue Normen regeln die Lagerwelt

Der Fortschritt der Lagertechnik beeinflusst neue Europäische Normen und Regelwerke. Diese verlangen zukünftig eine intensivere Prüfung der Rahmenbedingungen der jeweiligen Anwendung. Damit ist ein Fachwissen gefordert, welches die bisherigen Kenntnisse weit übersteigt.

In den vergangenen 20 Jahren haben sich Regaleinrichtungen in ihrer Bauart erheblich weiterentwickelt. Belastungsmöglichkeiten und Vielfalt der Anwendungen sind immer größer geworden und auch die Verwendung der Regale hat sich in der Praxis deutlich verändert. Man denke nur an die Integration von Shuttle-Systemen, dynamische Einflüsse wie Erdbeben oder die Tatsache, dass Regale nicht nur entsprechend den Belastungsanforderungen, sondern auch nach Art der Nutzung dimensioniert werden.

Diese Veränderungen spiegeln sich in den neuen Europäischen Normen und Regelwerken wieder. Sie definieren die Vorgaben entsprechend der Nutzungsart und sorgen für einen sicheren Betrieb. Doch dies führt zu Unsicherheiten bei den Betreibern, Planern und Anbietern gleichermaßen, denn für alle wächst die Verantwortung. „Die Lagertechnik mit ihren neuen Normen ist das zentrale Gewerk für das gesamte Logistikkonzept. Und da es keine allgemein zugängliche Informationsplattform gibt, sind längst nicht alle Beteiligten auf diesem Feld spezialisiert“, erklärt Wolfgang Manz, Geschäftsführer von Manz Lagertechnik.

Eine Flut von Änderungen durchdringt die künftigen Baumaßnahmen. So werden Regale jetzt als Bauprodukte definiert, welche für bestimmte Komponenten eine bauaufsichtliche Zulassung benötigen. Dabei müssen auch die Rahmenbedingungen für die Nutzung festgelegt werden. Desweiteren sind jetzt alle Regale ab 7,50 m Lagerguthöhe genehmigungspflichtig. Dies impliziert auch die Vorlage einer statischen Berechnung bei der Genehmigungsbehörde.

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Dies sind nur einige Beispiele für die entscheidenden Änderungen. So sind Regale ab sofort neu zu betrachten, als Funktionseinheiten, welche hinsichtlich der Belastungsfähigkeit in Wechselwirkung zueinander stehen. „Diese Wechselwirkungen müssen bekannt sein. Denn Regale können nur dann als sicheres Arbeitsmittel angesehen werden, wenn alle Einflussgrößen bekannt und alle Normen erfüllt sind“, erklärt Manz. Diese klaren und verpflichtenden Aufgabenstellungen für Betreiber und Planer müssen berücksichtigt werden, damit in jedem Projektstadium exakt nach Vorgabe agiert werden kann. Wer hier nicht zu 100 Prozent den neuen Vorschriften vertraut ist, dem blüht schnell ein böses Erwachen.

Kompetenzen festlegen

Lager- & Kommissioniertechnik: Neue Normen regeln die Lagerwelt

So gilt es zunächst zu definieren, wer der eigentliche Ersteller der Spezifikation – die Festlegung des Anforderungsprofils einschließlich der baulichen Rahmenbedingungen und der geplanten Nutzung der Einrichtung – ist: der Betreiber, Planer oder der Lieferant. Aus diesen Festlegungen werden Maßnahmen abgeleitet, welche Einfluss auf den Umfang und die Bestimmungen für die Auslegung der Regale sowie die Wartung und Gewährleistung eines sicheren Betriebes nehmen. „In der Schlussfolgerung sind natürlich auch Gewährleistungs- und Haftungsfragen davon betroffen“, erklärt Manz.

Das alles gilt für neue Einrichtungen, betrifft aber auch die vorhandenen. Wer erstellt z.B. eine Spezifikation für Gebrauchtregale, und wer garantiert eine Zuordnung der gebrauchten Einrichtung zu einer bestimmten Kommission mit garantierten Eigenschaften? Wer stellt dem Betreiber in einer gemieteten Immobilie mit bestehenden Lagereinrichtungen eine Spezifikation der Regalanlage zur Verfügung? Und wer ist verantwortlich, wenn Regale aus dem Katalog bestellt werden? Dies sind Fragen, die es im Einzelfall zu erörtern gilt.

Hier ist ein qualifizierter Fachplaner für Lagertechnik und Lagersysteme (nicht zu verwechseln mit dem Logistikplaner) gefordert, der als Spezialist für die Auslegung der Produkte und Anwendung der Regelwerke mit einer übergreifenden, spezifischen Beurteilungskompetenz hinsichtlich Ursache und Wirkung agiert. Dabei zählt im Zuge der Detailplanung auch die Erstellung der Spezifikation der Einrichtung, die Koordination und der Abgleich mit den einzelnen Schnittstellen: Fußboden, Sprinkler, Haustechnik, Terminkoordination, Montagabläufe, Baustellenlogistik, Gefährdungsanalysen und Wartungskonzepte zu seinen Aufgaben. „Diese Faktoren stehen in einer entscheidenden Wechselwirkung zueinander. Sie müssen nicht nur den rechtlichen Bestimmungen entsprechen, sondern beeinflussen auch die Gesamteffizienz der Anlage“, erklärt Manz.

Darüber hinaus nimmt der Fachplaner in diesem Zuge die Optimierung des Layouts und die Überprüfung der Flucht-, Fahr- und Laufwege vor. Mit der entsprechenden Erfahrung und Sachkenntnis deckt er dabei Einsparpotenziale auf, die ansonsten verborgen bleiben. „Die Einsparpotentiale sind stets deutlich höher als das Dienstleistungshonorar. Eine Tatsache, die vielen nicht bewusst ist“, so Manz. So erhält der Betreiber durch das Einbeziehen des Fachplaners schlussendlich eine effiziente, moderne Anlage, die allen Vorschriften entspricht und den entscheidenden Wettbewerbsvorteil liefert.

Herstellerunabhängiges Produktportfolio

Die Manz Lagertechnik ist ein flexibler und anwenderorientierter Anbieter von Lagertechnik und Intralogistiklösungen. Die Leistungen erstrecken sich von der Beratung, detaillierten Systemplanung und Projektierung über die Lieferung einzelner Gewerke oder Komponenten bis hin zur Umsetzung maßgeschneiderter Logistikprojekte. Nach über 30 Jahren Erfahrung in der Logistik gründete Wolfgang Manz 2008 die Manz Lagertechnik GmbH & Co. KG. Einschlägige Fachkompetenz, Herzblut und eine außergewöhnlich intensive Betreuung der Kunden bilden dabei die Grundlage zur Entwicklung marktgerechter, individueller Lösungen der Intralogistik.

Egal ob Lager-, Förder- oder Kommissioniertechnik – das Unternehmen bietet ein umfassendes und vor allem herstellerunabhängiges Produktportfolio, basierend auf den Komponenten und Systemen renommierter Hersteller und Lieferanten. Frei von den Zwängen ein bestimmtes Produkt verkaufen zu müssen, eröffnet MANZlagertechnik seinen Kunden unter Berücksichtigung aller Einsparpotenziale somit außergewöhnliche Perspektiven für die Optimierung der innerbetrieblichen Prozesse. So analysiert Manz auf Wunsch das gesamte Produktportfolio, die Prozesse und Technik auf alle Optimierungspotenziale, übernimmt die Layoutplanung sowie das Projektmanagement und lässt bei der Koordination des gesamten Projektes jahrelange Erfahrungen einfließen. Dabei erzielt der Intralogistikspezialist Kosteneinsparpotenziale von bis zu 10 Prozent des Gesamtwertes.

Manz Lagertechnik GmbH & Co. KG., D-51674 Wiehl, Tel: 0 22 62/72 97 13-0, Fax: 72 9713-1, E-Mail: [email protected], www.manz-lagertechnik.de

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