Hubtische

Professionell geliftet

Hubtische zählen eher zu den unspektakulären Systemen der Intralogistik. Allerdings nur auf den ersten Blick: Denn die jeweils spezifischen Einsatzumgebungen machen unterschiedlichste Techniken und Ausführungen sowie häufig maßgeschneiderte Lösungen erforderlich.

Hubtisch-Lösung von Laweco
Die Hubtisch-Lösung von Laweco für das Volkswagen Werk Posnan ermöglicht die sichere ebenerdige Verladung. Foto: Laweco

Verladen nach Maß“ – so lautete der Kundenauftrag des Volkswagen Werks in Poznan: Verlangt war eine Hubtisch-Lösung. Die Anforderungen an Hubtische haben sich insbesondere bei den Sondereinsatzfällen stetig weiterentwickelt. Längst geht es nicht mehr nur um Länge, Breite, Höhe und Traglast, vielmehr gilt es Verfügbarkeit, Geschwindigkeit, Genauigkeit, Funktionalität und sonstige Sonderfeatures zu berücksichtigen. Die Herausforderung für das Hubtisch-Projekt, das Hersteller Laweco umgesetzt hat, bestand darin, eine ebenerdige Aufstellung mit einer nur 90 Millimeter hohen Verladeplattform zu realisieren. Die Hubscheren sind neben der Lastplattform angebracht, so dass die Rollwagen mit geringer Schubkraft auf den Hubtisch gefahren werden können. Eine elektrohydraulisch betätigte, 1,2 Meter lange Ladebrücke minimiert den Kraftaufwand bei der Auffahrt auf die Plattform deutlich.

Hubtisch für die ebenerdige Verladung

Sonder-Greifsysteme
Die Lastaufnahme des Hubsystems von Winkel erfolgt wahlweise über Gabelzinken, Teleskopgabeln oder Sonder-Greifsysteme. Foto: Winkel

Nach dem Beladen der Scherenhubbühne wird das Ladeblech über den Steuerknopf angehoben und bildet gleichzeitig die Absturzsicherung entsprechend der für Hubtische gültigen europäischen Norm DIN EN 1570. Der zeitliche Aufwand für das Schließen von Türen oder das Stecken von Geländern entfällt. Zum Lkw überbrückt ebenfalls ein Ladeblech den Übergang. Die erhöhten Bereiche der Scherenpakete lassen sich, durch Geländer gesichert, als Verkehrsweg nutzen. Die ebenerdige Aufstellung hat nicht nur ergonomische sondern auch praktische Gründe. Der Hubtisch benötigt keine Grube im Boden und lässt sich umstellen. Auch kann ein solches Hubgerät innerhalb von Gebäuden nachgerüstet werden, ohne dass Geschossdecken aufgeschnitten werden müssen.

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Flexibel an die Einsatzanforderungen angepasst

Transportwagen, Trolleys, Plattformwagen, Etagen- und Regalwagen – in beinahe jedem Betrieb sind Wagen dieser Art vorhanden, um Ware, Material und Produkte zwischenzulagern. Die Arbeitsplätze, an denen diese Wagen be- und entladen werden, müssen möglichst ergonomisch gestaltet werden, insbesondere um das rückenschädliche tiefe Bücken oder Beugen zu vermeiden. Dazu muss der Transportwagen entsprechend angehoben werden, wofür sich ein Scherenhubtisch anbietet.

Wie muss nun ein Hubtisch aussehen, um diese Aufgabe optimal zu erfüllen? Die Flexlift Hubgeräte GmbH fertigt seit ihren Anfängen Flachformhubtische der Baureihe „FM“, die auch sehr schmal gebaut werden können. So ist der Hubtisch dieser Baureihe mit 500 Kilogramm Traglast in Standardausführung nur 500 Millimeter breit, der für 1.000 Kilogramm 600 mm. Wie Flexlift meldet, „bedienen sich viele unserer Kunden deshalb dieser Hubtische, um ihre Transportwagen damit anzuheben“: Hierzu wird der Wagen einfach über den abgesenkten Hubtisch gefahren, dann fährt dieser hoch und hebt den Wagen an seinem Unterboden an. Dies funktioniert „in den meisten Fällen ganz gut, ist aber bei genauerer Betrachtung nicht optimal“.

Ergonomie, Sicherheit und Präzision

„FMA“Hubtische
Die Ausführung der „FMA“Hubtische wird stets an die von Flexlift jeweils eingesetzten Transportwagen angepasst. Foto: Flexlift

Für eine bessere und sicherere Lösung entwickelte Flexlift die Baureihe FMA, deren Basis die bereits erwähnten schmalen Hubtische der Baureihe „FM“ bilden. Zudem haben diese Tische zusätzliche „Kufen“ an beiden Längsseiten, auf die der Transportwagen bei abgesenktem Hubtisch gefahren wird. Dies ist möglich, weil hierbei lediglich auf die 4 bis 5 Millimeter Blechstärke der Kufen aufgefahren werden muss. In beiden Kufen befindet sich eine Aussparung, die passend für zwei der Räder angebracht ist. Sobald die Räder in diese Aussparung fahren, hat der Wagen seine Position erreicht. Wird der Hubtisch nun hochgefahren, tauchen die Räder des Wagens etwas in die Aussparungen ein, wodurch der Wagen automatisch gegen ein Abrollen vom Hubtisch gesichert ist. Da es Transportwagen in unzähligen Varianten am Markt gibt, „muss die Ausführung eines „FMA“-Hubtisches stets an den vom Kunden verwendeten Wagen angepasst werden“, meldet Flexlift.

Vielseitige Hub- und Verfahreinheiten

Die Winkel GmbH, Illingen, bietet Generalunternehmern in der Logistik und Intralogistik ein breites Spektrum an Maschinen und Anlagen, unter anderem auch Hub- und Verfahreinheiten. Ob Heben, Palettieren oder Kommissioniren – die Aufgaben in der Intralogistik sind vielfältig. Um ungleiche Produkte möglichst effizient zu handhaben, sind unterschiedliche Transportlösungen notwendig, die sich den Anforderungen der Produkte sowie den örtlichen Gegebenheiten anpassen müssen. Winkel bietet Generalunternehmern daher bei der Wahl der geeigneten Ausstattung ein breites, exakt auf die spezifischen Bedürfnisse abgestimmtes Angebot. Zum Portfolio zählen beispielsweise Hub- und Verfahreinheiten, welche die Waren vertikal und horizontal verschieben. Sie eignen sich optimal für den Mehrschichtbetrieb und lassen sich in bestehende Fördertechniken integrieren.

Die nach dem Baukastenprinzip konzipierten Geräte bieten Traglasten zwischen 0,5 und zehn Tonnen. Die Hubsysteme sind mit Abfang-Vorrichtungen und moderner Sicherheitstechnik ausgestattet. Die Lastaufnahme erfolgt über Gabelzinken, Teleskopgabeln oder Sonder-Greifsysteme. Horizontal werden die Einheiten elektromechanisch angetrieben. Winkel bietet Hubvorrichtungen als Ein-, Zwei oder Vier-Säulenausführung an – mit und ohne Gegengewicht. Reinhard Irrgang

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