Arbeitssicherheit
Das Smartphone als Notsignalgerät
Als digitale Personen-Notsignal-Anlage kann ein Smartphone mit entsprechender Software dienen. Damit ist es überall und jederzeit verfügbar und kostengünstig in der Anschaffung.
Auch wenn die Arbeitssicherheit in der Produktion durch moderne Anlagen und persönliche Schutzausrüstung verbessert wurde, besteht weiter das Risiko schwerer Unfälle. Gefährdungen entstehen insbesondere durch den Umgang mit Werkzeugen, Maschinen, Robotern und Transportmitteln. Darüber hinaus können die Arbeit mit Gasen, Dämpfen und Staub sowie Stolpern, Rutschen und Stürze zu Verletzungen führen. Alleinarbeitende sind in Notsituationen auf sich gestellt, und niemand kann erste Hilfe leisten und die Rettungskette auslösen.
Offizielle PNA oft teuer und umbequem
Gemäß § 25 der Unfallverhütungsvorschrift hat der Arbeitgeber durch Meldeeinrichtungen und organisatorische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass bei einem Notfall unverzüglich die notwendige Hilfe herbeigerufen werden kann. Da dies insbesondere für Einzelarbeitsplätze gilt, müssen geeignete Maßnahmen der Überwachung getroffen werden. Dies kann unter anderem durch Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) erfolgen. Durch ein Personen-Notsignal-Gerät (PNG) können Mitarbeitende im Notfall entweder selbst einen Alarm auslösen oder der Alarm wird automatisch ausgelöst. Die offiziellen und zertifizierten PNA sind jedoch sehr teuer und unbequem in der Nutzung.
Keine zusätzlichen Geräte notwendig
Die Digitalisierung eröffnet auch für den Schutz von Einzelarbeitsplätzen neue Chancen. Insbesondere dienstliche Smartphones werden zu Personen-Notsignal-Geräten. Katharina Hochmuth, Mitgründerin von Calima erklärt: "Unsere App Calima verwandelt das Smartphone in ein PNG, das manuelle und automatische Wege zur Notrufauslösung bietet."
Die Lösung wurde in Anlehnung an die DGUV-Regel 112-139 entwickelt. Durch die Installation von Calima auf iOS- und Android-Geräten müssen Mitarbeiter keine zusätzlichen Geräte mit sich tragen und Arbeitgeber keine weitere Hardware-Investition tätigen. Auch in Sachen Zuverlässigkeit steht die digitale PNA der traditionellen in nichts nach. Tim Hautkappe, technischer Leiter von Calima, erklärt: "Durch die millionenfach erprobten Sensorik-Komponenten, die automatisch den Notfall erkennen, werden Smartphones immer häufiger in sicherheitsrelevanten Bereichen eingesetzt."
Gesucht: Eine smartphonebasierte Lösung
Bereits über 300 Unternehmen schützen ihre Alleinarbeitenden mit dem Calima-Notfallsystem. Darunter auch das Industrieunternehmen Hexcel, Hersteller von Kohlefaserverstärkungen und Harzsystemen. In den Standorten in Österreich arbeiten Menschen in verschiedenen Abteilungen allein.
"Im Zuge der Umstellung von DECT- auf WLAN-Netz haben wir nach smartphonebasierten Lösungen gesucht. Calima hat uns besonders durch die hohe Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität der Notfallkette überzeugt", sagt Sicherheitsfachkraft Stefan Schwarzmüller. Der Bedarf dieser Sicherheitslösung in der produzierenden Industrie zeigt sich auch anhand weiterer Referenzkunden wie beispielsweise NKT, Yaskawa Europe, Freudenberg, IFF und Carlsberg.










