Energieversorgung

Daniel Schilling/pb,

Insel zum Auftanken

Staplerbatterien schonend laden, Brandlast verringern, Erste Hilfe zentralisieren – die kundenindividuelle Batterieladestation von Fronius Perfect Charging erfüllt alle Anforderungen von Thyssenkrupp Plastics und spart obendrein Energie.

In der Logistikhalle sorgen elektrisch angetriebene Vierwegestapler im Zwei-Schicht-Betrieb für einen kontinuierlichen Materialfluss. Durch die Insellösung sind Ladestation und Erste-Hilfe-Utensilien gut erreichbar. © Fronius Deutschland

Ob LED-Lichtwerbeanlagen oder WPC-Terrassendielen – Produkte von Thyssenkrupp Plastics in Essen finden sich in vielen Bereichen. Das Unternehmen gehört zu Thyssenkrupp Materials Services und ist mit insgesamt 18 Standorten ein deutschlandweit agierender Dienstleister für Kunststoffe. Im April 2022 nahm der Großhändler in Tornesch bei Hamburg ein neues Logistikzentrum in Betrieb. Von dort aus beliefern die Halbzeug-Spezialisten Kunden in Norddeutschland.

Ladeinfrastruktur für reibungslosen Materialfluss

In der Logistikhalle sorgen sieben elektrisch angetriebene Vierwegestapler von Jungheinrich im Zwei-Schicht-Betrieb für einen kontinuierlichen Materialfluss. Die Voraussetzung: eine zuverlässige Ladeinfrastruktur. Das Kunststoff-Unternehmen setzt dabei auf die Ladegeräte Selectiva 4.0 vom österreichischen Hersteller Fronius Perfect Charging. Die Batterieladeexperten entwickelten gemeinsam mit Thyssenkrupp Plastics eine freistehende Insellösung für mehr Flexibilität und Sicherheit in der Intralogistik. Die Ladestation basiert auf dem Fronius-Lademodul 2000, für die Anwendung in Tornesch in einer Sonderhöhe von 2.700 Millimeter. Angepasst an die Anforderungen in der Halle kommt die Stromzufuhr von oberhalb der Lademodule über eine Kabelbrücke.

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Alles zugänglich, aber nichts im Weg

Die freistehende Installation ermöglicht dem Anwender eine sichere Ladung der Blei-Säure-Batterien über den vorgeschriebenen Mindestabstand hinaus. Das System von Fronius bietet noch einen weiteren Vorteil: Die Erste-Hilfe-Utensilien befinden sich jetzt gut sichtbar an strategischen Punkten in den Hallen verteilt und nicht mehr weit entfernt an Außenwänden oder an Lagerregalen. „Damit ist alles sofort zugänglich, steht aber nicht im Weg“, sagt Mario Götte, stellvertretender Betriebsleiter bei thyssenkrupp Plastics. „Und die Stationen sehen einfach gut aus. Das spielt eine große Rolle, auch bei unseren Mitarbeitenden.“

Die smarte Station schließt Bedienfehler durch eine falsche Zuordnung von Batterie und Ladegerät nahezu aus. © Fronius Deutschland

Individuelle Kennlinien der Batterien

Neben Sicherheit und Optik überzeugen die Stationen mit ihrer Kernkompetenz: Selectiva 4.0 Ladegeräte versorgen die Staplerbatterien schonend und effizient mit Energie. Wann die Ladung beginnen soll, legt der Anwender fest; er kann günstige Stromtarife nutzen: Es lassen sich Spitzenlasten und die benötigte Anschlussleistung verringern. Die Funktion hilft auch dabei, den sogenannten Montagseffekt zu vermeiden. Durch eine zeitgesteuerte Ausgleichsladung ist die Batterie nach dem Wochenende oder nach Feiertagen vollständig geladen und einsatzbereit. Das bedeutet für die Fachkräfte Flexibilität und Zuverlässigkeit. Außerdem ist es möglich, verschiedene Flurförderzeuge am Gerät zu laden. Das Ladegerät passt sich flexibel an unterschiedliche Spannungen der Staplerbatterien an. Es erfasst schon beim Anschließen die Batteriespannung und regelt die Stromstärke automatisch. Selbst tiefentladene Akkus lassen sich mit einer speziellen Refresh-Kennlinie aufladen. Selectiva 4.0 kann die Leistungsfähigkeit schwacher Batterien verbessern und dadurch die Batterielebensdauer verlängern.

Ladegeräte am Markt etabliert

Die von Fronius entwickelte Ri-Ladekennlinie ermöglicht den Nutzern einen maximal batterieschonenden Ladeprozess, verhindert Überhitzung und damit die frühzeitige Überalterung von Blei-Säure-Batterien. Die dadurch resultierende Energieersparnis fördert auch eine sichtbare Energieeffizienz im Vergleich zur 50-Hertz-Technik. Auch Thyssenkrupp Plastics hat diese innovative Ladetechnologie überzeugt. Die Fronius Selectiva Ladegeräte haben sich in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich am Markt etabliert, beeindrucken durch individuelle Ladekurven und sparen Energie und Kosten. Mit dem flexiblen Ri-Ladeprozess erreichen Selectiva-4.0-Batterieladegeräte einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 84 Prozent.

Sichere Bedienung der Ladegeräte

Um das Handling zu vereinfachen, hat Fronius die Ladegeräte mit weiteren Funktionen ausgestattet. So signalisiert beispielsweise eine blaue LED-Anzeige einen aufgeladenen und abgekühlten Akku. Dank dieser von weitem sichtbaren Leuchtstreifen auf den Ladegeräten erkennen Mitarbeiter am Standort Tornesch auf einen Blick, wann welche Batterie wieder einsatzbereit ist. Die smarte Station schließt Bedienfehler durch eine falsche Zuordnung von Batterie und Ladegerät nahezu aus. Mit dem externen Start/Stopp-Funktion wird eine Funkenbildung vermieden, falls beim laufenden Ladeprozess die Ladestecker getrennt werden sollten. Das reduziert die Gefahr einer Explosion.

Individuell konfigurierbare Laderack-Lösung

Die sichere Handhabung der Ladestecker ermöglichen Federzugbalancer an schwenkbaren Auslegern. Daran sind die Leitungen befestigt – fernab der Ex-Zone der Batterie. Rammschutzleisten verhindern Anfahrschäden bei den Stationen. Außerdem ist eine individuell konfigurierbare Laderack-Lösung in Gebrauch, die für mehr Sicherheit in der Logistikhalle in Tornesch sorgt. Daran können die Fachkräfte dank praktischer Lochbleche und Halterungen auch Fremdgeräte befestigen.

Die Lösung von Fronius überzeugte Management und Mitarbeitende von Tyssenkrupp Plastics auf ganzer Linie. Den Ladeprozess der Selectiva 4.0 Geräte nutzt das Unternehmen nun seit mehr als einem Jahr; er trägt mit einer Energieersparnis von bis zu 30 Prozent zu mehr Nachhaltigkeit bei.

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