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Förder- & Hebetechnik

Materialfluss Round Table: Im Spagat zum Königsweg

Förder- und Hebetechnik heute und morgen – wo steht die Branche in der modernen Lagerlogistik und welches Instrument spielt sie im Orchester? Deutsche und internationale Experten zeigten beim Materialfluss Round Table auf, vor welchen Herausforderungen die Fördertechnik-Branche steht und wie der Spagat zwischen Hochdynamik, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gelingen kann.

Round Table
hintere Reihe v.l.n.r.: Jürg Möckli Ferag; Andreas Koch SSI Schäfer Noell; Manfred Schleicher Wegener+Stapel; Susanne Frank Materialfluss; vordere Reihe v.l.n.r.: Werner Späth FAB; Eric Große TGW; Martin Schrüfer Materialfluss; Robert Lugauer Interroll Automation. Foto: Thilo Härdtlein

Zum Materialfluss Round Table nach Parsdorf angereist waren diesmal ein halbes Dutzend Fördertechnik-„Hochkaräter“. Mit dabei: Andreas Koch, Gruppenleiter Product Management Fördern, SSI Schäfer Noell GmbH, Giebelstadt; Robert Lugauer, Managing Director, Interroll Automation GmbH, Sinsheim; Werner Späth, Kaufmännischer Leiter, FAB GmbH, Waldshut-Tiengen; Jürg Möckli, CEO, Ferag AG, Hinwil, Schweiz; Eric Große, Senior Product Manager, TGW, Langen und Manfred W. Schleicher, Geschäftsführender Gesellschafter, Wegener+Stapel Fördertechnik GmbH, Bergen.

Gut gefüllte Auftragsbücher

Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt und die Nachfrage nach leistungsfähigen Anlagen sei gut, bestätigen alle Gesprächsteilnehmer unisono. Andreas Koch, SSI Schäfer Noell, berichtet von großen Erfolgen auf dem amerikanischen Markt in den vergangenen Jahren. E-Commerce sei nach wie vor in aller Munde. Aber auch im Lebensmittelbereich gäbe es bei der Automatisierung immer noch Nachholbedarf. „Insbesondere im Tiefkühlbereich und im Getränkebereich haben wir als Generalunternehmer sehr viel gemacht“, so Koch.

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Round Table
Die Technik muss für zukünftige Bedürfnisse ausgerichtet sein. Dass das mitunter eine He­rausforderung ist, wissen die Teilnehmer am Materialfluss Round Table. Die Kunst ist es, weder unter- noch überzudimensionieren. Foto: Thilo Härdtlein

Auch Robert Lugauer, Interroll, bestätigt eine verstärkte Nachfrage aus den Bereichen Lebensmittel, Fashion und dem Tiefkühlbereich. „In den letzten beiden Jahren waren wir als Komponentenhersteller gemeinsam mit Systemgeneratoren in zahlreichen Projekten unterwegs.“

Was die Auftragslage angeht, kann Werner Späth, FAB GmbH, seinen Vorrednern nur zustimmen. „Wir schieben derzeit mehrere Aufträge vor uns her, weil die letzte Entscheidung noch aussteht. Uns kommt dabei die Urlaubszeit zugute, weil die Geschäftsführer in aller Regel noch vor Urlaubsbeginn entscheiden“, hofft der kaufmännische Leiter. Als Palettenfördertechnik-Hersteller sei man derzeit stark im Möbelbereich und in der Lkw Be- und Entladung tätig. Der B2C-Bereich spiele für seine Firma weniger eine Rolle, verrät Späth.

Jürg Möckli, CEO der Schweizer Ferag AG, ist als Branchenneuling mit seinem Unternehmen gerade dabei, sich in der Intralogistik einen Namen zu machen. „Wir sind vor allem im industriellen Bereich unterwegs, wo es darum geht Prozesse zu optimieren, wie beispielsweise in Spritzgießereien oder bei der Abfüllung von Plastik-Kartuschen.“ Aber auch die Fashion-Industrie in Amerika sei ein Tätigkeitsfeld für die Schweizer, ebenso wie der Food-Bereich.

Eric Große, TGW
„Es macht keinen Sinn, ein Start-up Unternehmen zu einer 5-Millionen-Euro-Anlage zu überreden.“ Eric Große, TGW - Foto: Thilo Härdtlein

„Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, aber es kann ja immer mehr sein“, sagt Eric Große, TGW, und fügt hinzu: „Bei uns ist die Elektronik-Branche und das Ersatzteilgeschäft ein Wachstumsbereich. Wenn man in Richtung Fashion schaut, dann ist natürlich E-Commerce ein Treiber. Immer mehr Unternehmen versuchen, zu zentralisieren und gleichzeitig ihr E-Commerce in die Anlagen zu bringen.“ Im Bereich Food, wie auch im Tiefkühlbereich, ginge es nicht nur um die Palette, sondern verstärkt um Behälterkommissionierung und um automatische Palettierung. „Das ist so ein Trend, den wir seit zwei bis drei Jahren beobachten“, so Große.

Manfred W. Schleicher, Wegener + Stapel Fördertechnik GmbH, führt als geschäftsführender Gesellschafter ein Unternehmen, das seine Wurzeln im Bereich Automotive hat, aber neuerdings auch in anderen Teichen fischt, wie beispielweise in der Distribution. „Wir jagen nicht nach dem Millionen-Projekt wie die großen Player hier am Tisch. Für uns gibt es im Bereich des E-Commerce einige interessante Anfragen. Dabei geht es um das Online-Geschäft mit Fertiggerichten, das von kleinen Start-up Unternehmen betrieben wird, die vor zehn Jahren in der ‚Garage‘ begonnen haben und jetzt logistische Aufstellungen benötigen. Auch aus den Bereichen Pharma und Kosmetik kommen Anfragen.“ Was das Stammgeschäft Automotive, Produktionslogistik und Montageversorgung angeht, spricht Schleicher vom besten Halbjahr seit sechs Jahren: „Wir freuen uns, dass wir nun auch aus anderen Bereichen Aufträge auf dem Tisch haben und da entsprechend mitspielen können.“

Systeme müssen mitwachsen können

E-Commerce ist der große Treiber der Logistik und Intralogistik. Multichannel ist ein komplexes Geschäft. Es müssen ganz unterschiedliche Bestellmengen bewältigt werden, in immer enger werdenden Zeitfenstern. Wie bekommt die Fördertechnik diesen Spagat hin? Welche Anforderungen gilt es zu bewältigen?

Andreas Koch, SSI Schäfer Noell
„Die Systeme müssen mit den Anforderungen der Kunden mitwachsen können.“ Andreas Koch, SSI Schäfer Noell - Foto: Thilo Härdtlein

„Wenn wir vom Handel, beziehungsweise vom Fashion-Bereich sprechen, dort gibt es Unternehmen, die bereits über ein Filialnetz verfügen und sich nun dem E-Commerce-Geschäft nicht mehr entziehen können“, weiß Andreas Koch und erläutert weiter: „Wenn man so will, ist der Versandhandel ja letztendlich eine zusätzliche Filiale, die halt relativ weit aufgestellt ist und man hat plötzlich einen Endkunden. Auf der anderen Seite gibt es die Filialbelieferung, die eine ganz andere Struktur hat. Beides aus einem Lagerbestand, aus einem zusammenhängenden Kommissioniersystem beliefern zu wollen, ist eine Herausforderung. Dazu braucht es eine Technik, die auf der einen Seite eine hohe Dynamik hat und auf der anderen Seite eine hohe Flexibilität.“ Letztendlich komme es auf Systeme an, die mit den Anforderungen des Kunden mitwachsen können, so Koch.

Ob dafür die bestehende Technik ausreicht, oder dafür etwas komplett Neues geschaffen werden muss, ist laut Große, sehr unterschiedlich. Großen Unternehmen falle es leichter, auf der grünen Wiese zu planen und etwas Neues hinzustellen, als den kleinen, die versuchen, ihren Nachschub durch die E-Commerce-Komponente zu ergänzen. „Die Schwierigkeit dabei ist die Dynamik. Eine Anlage, die früher einen mittleren Durchsatz gemacht hat, soll auf einmal das Zehnfache können. Man muss versuchen, neue Konzepte in die alten Bestandsanlagen zu integrieren. Dann wird beispielsweise ein AKL oder ein Palettenlager Nachschubbasis für die hochdynamischen Bereiche der Anlage. Natürlich spielt dann auch das Thema IT wieder eine Rolle, weil ganz neue Prozesse abzubilden sind. Das zieht sich durch – vom Wareneingang bis zum Warenausgang. Es geht aber nicht nur um die Anlage, sondern um die gesamte Lieferkette. Die Kunst ist, das Ganze so zu gestalten, dass man wirklich einen wirtschaftlichen Invest ermöglicht“, so Große.

„Kompliziert wird es, wenn bei Online-Lieferungen im Fashion-Bereich das Thema Retouren hinzukommt“, ergänzt Manfred Schleicher. „Bekanntlich liegen diese Rücksendungen bei 50 bis 70 Prozent. Das heißt, diese Waren kommen dann noch einmal on top.“

Das Retourenhandling sei das A und O, wenn es um E-Commerce geht, bestätigt Große. Dabei würden Spitzen entstehen, weil es das Ziel sei, diese Retouren ganz schnell wieder in den Warenfluss einzubringen. Es gäbe hier verschiedene Lösungen, aber keinen Königsweg.

Der Spagat zwischen hochdynamischen Systemen und Kosteneffizienz

Welche Empfehlung gibt man einen Kunden der nach neuer Intralogistik fragt, aber noch gar nicht weiß, wie sich sein Geschäft entwickelt? – so die Nachfrage der Redaktion. Jürg Möckli: „Die Herausforderung ist, die Kundendaten richtig zu erfassen und ein Projekt zu generieren, das auf diese Kundenspezifikationen anspricht. Das ist immer eine Frage zwischen Hochdynamik und Kosteneffizienz. Da muss man den Spagat finden und nicht über- oder unterdimensionieren. Die Technik muss auf die Zukunft angepasst werden können – zu jeder Zeit“, betont Möckli.

Große sagt, das sei möglich, weil heute jeder Anbieter seinen Standardbaukasten hätte mit Fördertechnik, Lagertechnik und IT-Steuerung: „Solange man auf diesen Baukasten zurückgreift und daraus ein gutes Gesamtsystem baut, ist das sehr einfach zu erweitern. Es macht natürlich keinen Sinn, ein Start-up Unternehmen zu einer 5-Millionen-Euro-Anlage zu überreden.“

Robert Lugauer, Interoll
„Jedes Mal das Rad neu zu erfinden, kann niemand finanzieren. Der Kunde wünscht sich die Speziallösung zum Preis einer Standardlösung.“ Robert Lugauer, Interoll - Foto: Thilo Härdtlein

Robert Lugauer sieht die große Herausforderung nicht darin, unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Geschäftsvolumina oder Investitionsvolumina zu skalieren. Das Kernproblem der Flexibilisierung betreffe eher die großen Investitionsprojekte, wo man es mit der Volatilität der jeweiligen Branche zu tun hätte. „Im Fashion-Bereich gibt es meines Wissens bis zu sechs Peaks im Jahr, die parallel zum Filialgeschäft oder Endkundengeschäft zu bewältigen sind. Zum Zweiten sehe ich die Herausforderung bei der Flexibilisierung in den unterschiedlichen Kommissionier-Anforderungen. Die Losgrößen schwanken eben sehr stark zwischen Endkunden-Geschäft und Filial-Geschäft. Der gesamte Kommissionier- und Picking-Prozess muss hochgradig flexibel sein, um darauf reagieren zu können. Da spielt natürlich die Auslegung des Materialfluss-Layouts eine Rolle. Wie baue ich das Lager auf? Was mache ich mit Schnelldrehern? Wie muss die Vorzone angelegt sein? Wie muss ein Transportsystem aussehen, das zwischen Lager und Kommissionier-Bereich wie eine Spinne im Netz sitzt? Das ist die Hauptherausforderung“, glaubt Lugauer. Er ist der Meinung, dass dies branchenunabhängig ist und für Food genauso wie für Fashion oder E-Commerce gilt. Man müsse aber auch noch die Transportlogistik einbinden, woraus sich wieder Zeitfenster ergeben, die zu beachten seien.

Platz für die großen und kleinen Fische

Werner Späth, FAB
„Große Unternehmen haben oft kein Interesse daran, Sonderlösungen umzusetzen. Das ist gut für uns.“ Werner Späth, FAB - Foto: Thilo Härdtlein

Werner Späth greift noch einmal das Thema Modularität auf. FAB setze mit seinen 60 Mitarbeitern auf Sonderlösungen und punkte mit einer flachen Organisation. „Wir haben natürlich auch unsere Standard-Fördertechnik, aber es gibt auch Fälle, wo diese Module nicht mehr optimal funktionieren. Als kleines Unternehmen können wir auf Sonderlösungen viel tiefer eingehen. Großunternehmen sind oft viel zu träge, um solche Projekte zu bearbeiten. Oft fehlt das Interesse daran. Es ist gut für uns, dass diese Module nicht alles abdecken, sonst hätten wir Kleineren ein Problem“, schmunzelt Späth. „Wenn wir uns noch mit Behälterfördertechnik, Hängeförderer und dem Bereich E-Commerce auseinandersetzen würden, dann wäre der Spagat für uns zu groß. Deshalb ziehen wir uns immer noch ein Stück weit aus dieser Modularität heraus. Unser Geschäft machen wir mit mittelständischen Kunden mit speziellen Anforderungen. Da ist der Markt relativ klein – glücklicherweise für uns.“

Lugauer stimmt zu und verrät: „Wir kriegen als Komponentenhersteller solche „Weder-Fisch-noch-Fleisch-Projekte“ sehr wohl noch mit, weil wir auch mit kleineren Systemintegratoren zusammenarbeiten und angepasste Lösungen bereitstellen. Wir haben allerdings schon Interesse daran, dass unsere Komponenten im Modul-Geschäft in Großanlagen gut integriert sind. Sonderlösungen sind bekanntlich sehr aufwändig zu realisieren. Jedes Mal das Rad neu zu erfinden, kann niemand finanzieren. Der Kunde wünscht sich jedoch die Speziallösung zum Preis einer Standardlösung.“

Der Druck ist groß, immer schneller „live“ zu gehen

„Das ist der eine Aspekt“, wirft Große ein. „Der andere Aspekt ist die Realisierungszeit.“ Man müsse immer schneller „live“ sein und das immer wieder mit einer neuen Lösung. Das sei eigentlich nicht machbar.

Laut Koch führe die Realisierungsgeschwindigkeit dazu, diese Standards zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Es gelte, diese Module so zu dimensionieren, dass sie ihre Individualität behalten, aber als Baustein in ein großes System reinpassen. Die Branchenlösung und auch die spezielle E-Commerce-Lösung gäbe es ohnehin nicht!

Jürg Möckli, Ferag
„Es geht darum, Prozesse zu optimieren. Dann ist der Kunde auch bereit, vielleicht zwei bis drei Monate länger zu warten.“ Jürg Möckli, Ferag - Foto: Thilo Härdtlein

„Klar geht man gerne auf standardisierte Lösungen“, räumt Möckli ein. „Es gibt aber einen großen Markt für engineerte Lösungen und meistens hat man in diesen Projekten keine Konkurrenz. Wir investieren circa 10 bis 12 Prozent unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung und besitzen zahlreiche Patente. Unsere Stärke liegt darin, dieses Engineering an den Kunden zu bringen.“ Der Zeitfaktor sei dabei nicht wesentlich. Es gehe darum, Prozesse zu optimieren. „Dann ist der Kunde nach unseren Erfahrungen auch bereit, vielleicht zwei bis drei Monate länger zu warten,“ berichtet der Ferag-CEO.

Fördertechnik der Zukunft – wohin geht der Trend?

Gibt es Innovationen die herausragen – wollen die Materialfluss-Redakteure wissen. „Die Innovation liegt im System“, bringt es Möckli auf den Punkt. Große ergänzt: „Es sind eher Details wie die dezentrale Steuerung von Fördertechnik-Komponenten oder das Thema Ausfallsicherheit. Früher hat ein großer Motor den gesamten Förderer angetrieben. Ist der Motor ausgefallen, stand die Anlage still. Heute versucht man auf Einzelkomponenten herunterzubrechen – Stichwort Motorrolle.“ Auch bei der Sensorik bis hin zur Ansteuerung gab es laut dem Produktmanager Entwicklungssprünge. „Nicht ganz unwesentlich ist die Thematik des Ein- und Ausschleusens. Da hat sich in den letzten Jahren ziemlich viel getan.“

Manfred Schleicher, Wegener+Stapel Fördertechnik
„Wenn Energieeffizienz nicht so ein großes Thema wäre, hätten wir die 24-Volt-Technik gar nicht so schnell durchbekommen.“ Manfred Schleicher, Wegener+Stapel Fördertechnik - Foto: Thilo Härdtlein

Schleicher bestätigt: „Es geht heute mehr um die Innovationen in den Bereichen IT, Sensorik und Kommunikationsschnittstellen. Ziel ist, dass man möglichst einfach Bildverarbeitungssysteme, Kamerasysteme und dergleichen integrieren kann und nicht gleich eine neue Software schreiben muss.“

„Anwender müssen eine gewisse Affinität zu den neuen Medien haben“, gibt Koch zu bedenken. „Ein Unternehmen besteht ja nicht nur aus jungen Leuten, die alle mit Smartphones aufwachsen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kommissionierer, die früher mit Zettel und Stift unterwegs waren und dort die Besten waren, an einem Kommissionierplatz mit Bildschirmunterstützung plötzlich abgefallen sind.“ Dass die neuen Technologien noch nicht überall Realität sind, weiß Späth zu berichten. „Wir haben dieses Jahr mehrere Anfragen für manuelle Regalbediengeräte bekommen, weil der Kunde seine bestehende Regalanlage um mehrere Gassen erweitern wollte. Der Hersteller hatte jedoch diese Geräte gar nicht mehr im Programm und war nicht in der Lage, zu liefern.“

Energieeffizienz bleibt Thema

Zum Schluss der Diskussion noch die Frage nach der Energieeffizienz. Die Materialfluss-Redaktion will wissen: „Ist das ein alter Hut oder werden die Hersteller aktiv darauf angesprochen?“

Dass die Aufmerksamkeit dafür nach wie vor hoch ist, kann Möckli bestätigen: „Energie wird tendenziell teurer. Die Energieeffizienz spielt bei jeder Ausschreibung eine entsprechende Rolle für die Investition. Der Energieverbrauch wird gegengerechnet über die Amortisationszeit. Es geht um die Anzahl der Antriebe und auch um den Druckluftverbrauch. Der Kunde achtet sehr stark darauf und wenn man ein energieeffizientes System anbieten kann, hat man sicher einen Vorteil.“ Koch ergänzt noch einen Aspekt: „Man sollte die Energie, die letztendlich vernichtet wird, so gering wie möglich halten und zum Beispiel Bremsenergie zurückspeisen. Auch die erneuerbaren Energien und deren entsprechende Nutzung stehen auf der Agenda. Und das bekommen Sie nur hin, wenn Sie auch entsprechende IT-Systeme haben.“

Losgrößen
Die Losgrößen schwanken und gerade in der Fashionbranche herrscht eine hohe Volatilität – da braucht es flexible Kommissionierprozesse und dynamische Systeme. - Foto: Thilo Härdtlein

Auch Schleicher bestätigt: „Wenn Energieeffizienz nicht so ein großes Thema wäre, hätten wir die 24-Volt-Technik gar nicht so schnell durchbekommen. Wir haben lange gegen Windmühlen gekämpft. Wenn die 24-Volt-Technik mit 35 Watt auskommt und die 400-Volt-Technik dafür 120 Watt verbraucht, dann ist das schon ein Argument, dem sich niemand mehr verschließen kann.“

Späth hat das Schlusswort: „Ich denke, dass es uns auch einen qualitativen Vorsprung verschafft, wenn wir mit der 24-VoltMotorrolle oder mit der 48-Volt-Palettenfördertechnik einen Schritt nach vorne gehen. Das ist auf jeden Fall ein ganz wichtiges Thema und das wird es auch in den nächsten Jahren bleiben“.

Walter Dorsch

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