Fördertechnik

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Effizient automatisiert, ­reibungslos sortiert

Durchsatz, Verfügbarkeit, Wartungsaufwand und Energiekosten – die Herausforderungen in der Logistik­branche steigen stetig. Um diese bewältigen zu können, unterstützt SEW-Eurodrive die Anlagenbauer mit skalierbaren Automatisierungslösungen entlang der gesamten Sortieranlage.

Bei technischen Lösungen von SEW-Eurodrive für Sortieranlagen stehen die Antriebstechnik, Energieübertragung und Kommunikation im Vordergrund. © SEW-Eurodrive

Sortieranlagen sind aus Distributions- und Verteilzentren nicht mehr wegzudenken. Ihre Vielfalt ist ebenso groß wie die Varianz der zu transportierenden Waren. Neben den Kernforderungen nach einem hohen Durchsatz und maximaler Verfügbarkeit steht die Logistikbranche heute vor neuen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel sowie hohen Energiekosten. Bei technischen Lösungen von SEW-Eurodrive für Sortieranlagen stehen insbesondere die Funktionsgruppen Antriebstechnik, Energieübertragung und Kommunikation im Vordergrund. Sie werden mit dem Automatisierungsbaukasten Movi-C und der Engineering-Software Movisuite realisiert. Dadurch können die Inbetriebnahmezeiten verkürzt und die Überwachung der Anlage vereinfacht werden.

Energiesparende, wartungsfreundliche Motoren

Bei der Zuführung, auch Infeed genannt, ermöglicht die neuste Motorengeneration von SEW-Eurodrive die energieoptimierte Einschleusung des Förderguts. Dies umfasst die Baureihen DR2C.. (Synchronmotoren in IPM-Technologie, Interior Permanent Magnet) sowie synchrone Servomotoren CM3C.. (mittlere Trägheit) für hohe Beschleunigungen. Mit ihrer Klassifizierung IE5 wird ein Wirkungsgrad bis zu 91 Prozent erreicht. In Kombination mit effizienten Getrieben und intelligenten Frequenz­umrichtern entstehen energiesparende Antriebs­lösungen.

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Synchrone Linearmotoren der Baureihe SLC werden für die kontaktlose Bewegung des Antriebsstrangs der Sortieranlage eingesetzt. Sie ersetzen das klassische Reibrad und sorgen für den verschleißfreien, geräuscharmen und wartungsfreundlichen Betrieb der Anlage. Durch dieses Antriebsprinzip kann das Schwert, das klassisch über Reibrad bewegt wird, entfallen. Die Sorterkette wird allein durch den Vorschub der Magnete reibungslos bewegt. In diesem Konzept sorgt der Lineargeber EL3Z am SLC-Sorterhauptantrieb für eine präzise Positionsrückmeldung von ±0,5  mm. Der Linearmotor kann mit allen Standard-Umrichtern des Automatisierungsbaukastens Movi-C betrieben werden – sowohl im Schaltschrank als auch in Motornähe.

Kontaktlose Energieübertragung und Kommunikation

Die Energieübertragung und die Kommunikation zu den Quergurtmodulen erfolgen kontaktlos. So wird das induktive Energieübertragungssystem Movitrans eingesetzt, um die Quergurtbänder ener­getisch zu speisen. Für die Datenübertragung kommt die kontaktlose Schlitzhohlleiter-Technologie zum Einsatz, die schon lange in Elektrohängebahnen verwendet wird. Beide Systeme sorgen für reibungsfreie Abläufe und entlasten die Instandhaltung.

Kleinspannungsantriebe für Quergurte

Ebenfalls Teil des Automatisierungsbaukastens Movi-C ist das kompakte Kleinspannungs-Antriebssystem Movimot performance ELV (Extra-Low Voltage). Es vereint einen permanenterregten Synchronmotor mit Flach-, Planeten- oder Winkelgetriebe sowie einen dynamischen Antriebsregler in einem Gehäuse. In Kombination mit dem energiesparenden Motor sorgt die integrierte Elektronik für höchste Regeldynamik und Regelgüte. Vorteilhaft für dynamische Bewegungen im getakteten Materialfluss ist auch das hohe Kurzzeitdrehmoment von 360 Prozent des Nennmoments. Movimot performance ELV eignet sich für den flexiblen Einsatz in der stationären oder mobilen Fördertechnik. Es lässt sich mit stationärer DC-48-V-Versorgung oder aus Batterie- und Energiespeichermodulen speisen. Mit dem eingebauten Schnittstellenmodul zur Ethernet- oder Wireless-Kommunikation ist das System durchgängig vernetzt. Hiermit können Anwender selbst hochflexible Prozess-Steuerungen realisieren und ihren Materialfluss überwachen. In Sortieranlagen treiben diese dezentralen Kleinspannungsantriebe die einzelnen Quergurte an. Alle Anschlüsse der Kleinspannungsantriebe sind mit kodierten M12-Industriesteckverbindern ausgeführt. Dadurch lassen sich die gängigen industriellen Standardkabel namhafter Kabelhersteller verwenden – und zwar weltweit. Die Antriebe sind nach UL zertifiziert, was den problemlosen Einsatz im nordamerikanischen Markt unterstützt.

Einkabeltechnik reduziert Inbetriebnahmeaufwand

Dank der Einkabeltechnik Movilink DDI benötigen die abgestimmten Systemkomponenten von SEW-Eurodrive für Sortieranlagen nur noch eine digitale Schnittstelle. Die automatische Identifikation und Inbetriebnahme des Antriebs mithilfe des elektronischen Typenschilds reduziert die Inbetriebnahmezeit erheblich. Das führt auch zu sinkenden Installationskosten. Darüber hinaus können weitere Funktionen implementiert werden, beispielsweise die Überwachung des Magnetfelds, die Rückschlüsse auf das Gesamtsystem ermöglicht.

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