4,24 Milliarden Euro Umsatz

Martin Schrüfer,

Jungheinrich legt Rekordergebnis für 2021 vor

Trotz Coronapandemie und angespannter Lieferketten verbucht der Konzern bei Auftragseingang, Umsatz und Gewinn Rekordergebnisse.

Ein Bild von der Produktion in Moosburg. © Jungheinrich

Für das laufende Jahr 2022 erwartet das Unternehmen trotz zunehmender Risiken und hoher wirtschaftlicher Unsicherheiten ein sich fortsetzendes profitables Wachstum, allerdings mit einer geringeren Dynamik als ursprünglich geplant. Vor diesem Hintergrund hatte das Unternehmen am 24. März seine Prognose für 2022 im Rahmen einer Ad-hoc-Meldung veröffentlicht.

Jungheinrich blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr in seiner Unternehmensgeschichte zurück. „Wir sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2021 sehr zufrieden“, sagt Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG. Die bereits im Jahresverlauf angehobenen Zielkorridore für Auftragseingang und Umsatz wurden angesichts der anhaltenden sehr guten Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Jungheinrich übertroffen. Der Auftragseingang erreichte mit 4,87 Mrd. Euro einen Rekordwert. Auch der Konzernumsatz verzeichnete mit 4,24 Mrd. Euro einen historischen Spitzenwert. Das EBIT verbesserte sich sehr deutlich und übertraf mit 360 Mio. Euro den Vorjahreswert um 142 Mio. Euro, was einer Steigerung von 65 Prozent entspricht. Auch die EBIT-Rendite übertraf den Vorjahreswert erheblich und erhöhte sich auf 8,5 Prozent. Das EBT lag bei 349 Mio. Euro. Die EBT-Rendite betrug 8,2 Prozent. „Wir sind in das Geschäftsjahr 2021 mit dem Anspruch gestartet, auch in der Pandemie profitabel zu wachsen und nachhaltig Werte zu schaffen. Das ist uns gelungen“, sagt Dr. Brzoska.

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Ebenso wie im Vorjahr hatte die Coronapandemie auch 2021 erhebliche Auswirkungen auf die weltweiten Lieferketten. Aus diesem Grund waren weiterhin große Anstrengungen nötig, um die Materialversorgung von Jungheinrich zu sichern. Durch gezieltes und erfolgreiches Supply-Chain-Management ist es dem Unternehmen jedoch gelungen, Produktionsstillstände in seinen Werken weitgehend zu verhindern. Dank erfolgreicher Effizienzmaßnahmen und geeigneter preislicher Anpassungen konnten zudem Kostensteigerungen erfolgreich kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG der Hauptversammlung am 10. Mai 2022 vor, eine Dividende in Höhe von 0,66 Euro je Stammaktie und 0,68 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten. Das entspricht einer Erhöhung um 61 Prozent beziehungsweise 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Dividende steigt damit auf ihre historische Bestmarke.

Seit Februar 2022 haben sich die gesamtwirtschaftlichen Risiken massiv verschärft. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wirkt sich erkennbar nicht nur auf das Geschäft mit den betroffenen Ländern selbst aus, sondern vergrößert die Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Europa und darüber hinaus erheblich. Trotzdem geht der Vorstand der Jungheinrich AG grundsätzlich von einer guten Marktnachfrage und damit von einem weiteren profitablen Wachstum des Konzerns aus, wie das Unternehmen bereits am 24. März im Rahmen einer Ad-hoc-Meldung mitteilte. Für den Auftragseingang rechnet der Vorstand aktuell mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Für den Konzernumsatz 2022 wird bei anhaltenden Engpässen in den Lieferketten ein leicht über dem Vorjahr liegender Wert erwartet.

Das EBIT und das EBT dürften jeweils einen Wert erreichen, der deutlich unter dem Vorjahreswert liegt. Die Renditen für EBIT und EBT dürften im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich niedriger ausfallen. Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung geht das Unternehmen – ausgehend von dem bereits sehr hohen Niveau – von weiteren merklichen Steigerungen im Jahresverlauf 2022 aus. In der Prognose wurden weitere negative Effekte des Krieges, die nicht abschließend abschätzbar sind, noch nicht berücksichtigt. „Eine genaue Einschätzung, wie sich der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland auf unser Geschäft auswirken werden, ist aufgrund der sich schnell ändernden Umstände derzeit nicht zu treffen. Wir arbeiten intensiv daran, mögliche Auswirkungen auf aktueller Basis einzuschätzen und Pläne sowohl für die nahe als auch die mittel- bis langfristige Zukunft zu entwickeln“, erklärt Dr. Brzoska.

Auf einen Blick

       
         

Jungheinrich Konzern

 

2021

2020

Veränd. %

Auftragseingang

Stück

162.400

111.400

45,8

 

Mio. €

4.868

3.777

28,9

Auftragsbestand 31.12.

Mio. €

1.519

821

85,0

Umsatzerlöse

Mio. €

4.240

3.809

11,3

davon Inland

Mio. €

1.014

917

10,6

davon Ausland

Mio. €

3.226

2.892

11,5

Auslandsquote

%

76

76

Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT)

Mio. €

360

218

65,1

EBIT-Rendite (EBIT-ROS)

%

8,5

5,7

EBIT-Kapitalrendite (ROCE)1)

%

19,8

13,5

EBIT-Kapitalrendite Intralogistik (ROCE-neu)2)

%

20,2

10,8

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio. €

349

200

74,5

EBT-Rendite (EBT-ROS)

%

8,2

5,3

Ergebnis nach Steuern

Mio. €

267

151

76,8

Investitionen3)

Mio. €

71

75

−5,3

Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Mio. €

102

89

14,6

Bilanzsumme 31.12.

Mio. €

5.769

5.411

6,6

Eigenkapital 31.12.

Mio. €

1.803

1.546

16,6

davon gezeichnetes Kapital

Mio. €

102

102

Mitarbeiter 31.12.

FTE4)

19.103

18.103

5,5

davon Inland

FTE4)

7.995

7.577

5,5

davon Ausland

FTE4)

11.108

10.526

5,5

Ergebnis je Vorzugsaktie5)

2,62

1,49

75,8

Dividende je Aktie

 

 

 

 

- Stammaktie

0,666)

0,41

61,0

- Vorzugsaktie

0,686)

0,43

58,1

         

1) EBIT in % auf das eingesetzte ­zinspflichtige Kapital (Stichtag)

       

2) EBIT des Segmentes „Intralogistik“ in % zum durchschnittlich gebundenen Kapital des Segmentes „Intralogistik“

 

3) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben und Nutzungsrechte

 

4) FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitäquivalente; bei der Ermittlung wurden Teilzeitkräfte entsprechend ihrer Arbeitszeit berücksichtigt)

5) Auf Basis des Ergebnisanteiles der Aktionärinnen und Aktionäre der Jungheinrich AG

     

6) Vorschlag

       
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