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Knapp forscht zu Industrie 4.0 – Digitale Assistenzsysteme im Testbetrieb

Das Tablet: Fixer Bestandteil im Service-Werkzeugkoffer

Wie verändert sich die Arbeitswelt von Produktions- und Servicemitarbeiter in der smarten Fabrik der Zukunft? Welche Technologien kommen zum Einsatz? Eine Antwort liefert das Forschungsprojekt ASSIST 4.0, an dem seit Anfang 2014 österreichische Industrie-, Wirtschafts- und Forschungsunternehmen arbeiten.  „In der vernetzten Industrie 4.0 werden intelligente, digitale Assistenzsysteme Einzug in die smarte Fabrik halten“, ist Peter Stelzer überzeugt. Er leitet das Business Center Vision bei Knapp und ist hauptverantwortlicher Projektleiter von ASSIST 4.0. „Mobile Endgeräten wie Tablets, Datenbrillen oder Smartwatches ermöglichen ortsunabhängige Kommunikation. Mit Hilfe eines zentralen Softwaresystems im Hintergrund bringt ASSIST 4.0 Wissen genau an den Punkt, wo es gebraucht wird, und zwar zum Servicetechniker vor Ort. Das ist eine neue Form des Wissensmanagements zum Suchen, Konsumieren und Bewerten von Informationen auf Basis innovativer Technologien.“

Testanwendungen bei Störfällen und Wartung

Nach 18 Monaten kollaborativer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit gibt es ein testfähiges Zwischenergebnis beim Forschungsprojekt ASSIST 4.0: den Demonstrator 1 – erprobt wird dieser bei Intralogistik-Anlagen von Knapp, anhand der Halbleiterherstellung im Reinraum bei Infineon Technologies Austria und am Beispiel Automobilindustrie in Verbindung mit AVL List. Die Anwendungen fokussieren auf die Bereiche Störfallbehebung, Wartung und Fernwartung. Bei den drei Industriepartnern werden Produktionsmitarbeiter bei der Behebung von Störfällen durch kontext-sensitive Informationen unterstützt. Situationsabhängig werden dabei entweder Tablets oder, sofern beide Hände des Mitarbeiters frei bleiben müssen, Datenbrillen oder Smartwatches zur Informationsvisualisierung eingesetzt. Die Steuerung der Anwendung erfolgt je nach Anforderung multimodal durch Touch, Sprachbefehl und zukünftig in Form von Gestensteuerung.

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Im Störfall zählt jede Minute

Statt endlos in Handbüchern nach der Lösung zu suchen oder Dokumentationsserver zu durchforsten, stellt ASSIST 4.0 die richtige Information zur richtigen Zeit in der richtigen Qualität am richtigen Ort zur Verfügung. Die Inhalte werden dabei kompakt und abgestimmt auf das jeweilige mobile Endgerät aufbereitet und in multimedialer Form mit Texten, Bildern oder Videos angeboten. Die Anleitung zur Problemlösung wird Schritt-für-Schritt dargestellt. Ermöglicht wird diese bedienerfreundliche Aufbereitung der Inhalte durch eine innovative Middleware, die Daten von bestehenden Systemen, wie beispielsweise ERP-Systeme, mit mobilen Endgeräten zusammenführt.

Forschungspartner ASSIST 4.0
Forschungspartner ASSIST 4.0: erste Reihe v.l.n.r.: Kajetan Bergles (KNAPP AG), Georg Lindsberger (XiTrust GmbH), Stefan Vejda (NexxaCon IT-Consulting GmbH), Bernhard Vockner (Research Studios Austria ForschungsgesmbH), zweite Reihe v.l.n.r.: Jens Poggenburg (AVL List GmbH), Johann Massoner (Infineon Technologies Austria AG), Peter Brandl (EVOLARIS next level GmbH), Peter Stelzer (KNAPP AG)

Assistenzsystem revolutioniert Servicebereich

„ASSIST 4.0 ist ein zukunftsorientiertes Konzept eines Assistenzsystems. Durch die intensive Zusammenarbeit aller Projektpartner ist es gelungen, die Anforderungen an ein solches System umfassend zu analysieren und schließlich daraus ein System zu entwickeln, dass das Potenzial hat, den Servicebereich zu revolutionieren. Im Fokus steht dabei immer der Mensch. Wir streben nach einer Technologie, die breite Akzeptanz findet und maximale Unterstützung im Arbeitsumfeld“, so evolaris Projektmanager Peter Brandl.

Über ASSIST 4.0

Durchgeführt wird das Projekt unter der Leitung von KNAPP in Zusammenarbeit mit AVL List, evolaris next level, Infineon Technologies Austria, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Research Studios Austria Forschungsgesellschaft, XiTrust Secure Technologies und Nexxacon. Die Projektlaufzeit beläuft sich auf 30 Monate und das Projektvolumen auf rund 3 Millionen Euro, welches über das FFG-Programm Produktion der Zukunft mit 1,8 Millionen Euro gefördert wird. Bis Juni 2016 wird der Demonstrator um weitere Features erweitert.

Das Tablet: Fixer Bestandteil im Service-Werkzeugkoffer
Das Tablet: Fixer Bestandteil im Service-Werkzeugkoffer

Kontakt: Knapp AG A-8075 Hart bei Graz Tel.: 00 43 / 5 04952-0 E-Mail: [email protected] www.knapp.com

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