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„E-Commerce hat seinen Zenit noch lange nicht erreicht“

Im Rahmen der LogiMAT zeigt sich die Intralogistik-Sparte des Körber Konzerns unter dem Namen Körber Logistics mit einem gemeinsamen Messestand. Materialfluss wollte von Pano Papamanoglou, Geschäftsführer Körber Logistics Systems wissen, wofür die neue Marke stehen soll.

Pano Papamanoglou,
„Wir werden die Eigenständigkeit und das Spezialistentum unserer Unternehmen bewahren und fördern“ - Pano Papamanoglou, Geschäftsführer Körber Logistics Systems Foto: Körber Logistics

Materialfluss: Körber Logistics präsentiert sich zur LogiMAT erstmals gemeinsam beziehungsweise mit der Marke Körber Logistics nach außen. Was erwartet den Fachbesucher? Pano Papamanoglou: Unter dem Dach von Körber Logistics stellen wir auf der LogiMAT unsere gebündelte Kompetenz als Partner für vernetzte Logistiklösungen in den Fokus. Wir geben Antworten auf die Anforderungen von Industrie 4.0. Und wir zeigen unter unserem Messemotto „Digital Supply Chain“ die Kundenvorteile, die aus unseren drei Geschäftsbereichen Systemintegration, Produktlösungen und Software und aus dem Mehrwert dieser Verbindung erwachsen.

MFL: Wofür steht die Marke Körber Logistics primär? Woran soll der Kunde zuerst denken? Papamanoglou: An den Mehrwert, mit uns als Partner Lösungen für das komplette logistische Netzwerk realisieren zu können. Was verstehen wir darunter? Wir sind zunächst Spezialisten fürs Warehouse, als Generalunternehmer (Aberle und Efacec), mit Software (Aberle Software und Inconso) und Produktangeboten (Langhammer und Qubiqa Logistics). Der Mehrwert resultiert aus unserer digitalen, vernetzten Kompetenz: Mit passgenauen Software-Lösungen zur Supply Chain Execution steuern wir auch alle weiteren Prozesse in der Lieferkette. Stichworte sind etwa Smart Factory, Transport und Yard Management oder cloudbasierte Lösungen für die letzte Meile.

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MFL: Was passiert mit den Marken Aberle, Langhammer, Inconso? Diese Firmen haben im Logo die Unterzeile Körber Solutions – reden wir nun über Logistics oder Solutions? Papamanoglou: Wir werden die Eigenständigkeit und das Spezialistentum unserer Unternehmen bewahren und fördern – und damit gegenüber unseren Wettbewerbern ein Alleinstellungsmerkmal behalten. Körber Logistics ist die Dachmarke, unter der die sechs genannten Unternehmen agieren. In diese Verbindung fließen sechs Erfahrungswelten, sechs Sichtweisen auf Markt und Kunden, sechs Kompetenzfelder ein. Daraus entsteht das Plus oder, wenn Sie so wollen, das „Mehr“ als die Summe der Einzelbestandteile – nämlich der Vorteil für unsere Kunden, den wir ja bereits beschrieben haben. Körber Logistics wiederum ist eines von insgesamt sieben Geschäftsfeldern des Körber-Konzerns (Automation, Logistik-Systeme, Werkzeugmaschinen, Pharma-Systeme, Tissue, Tabak und Unternehmensbeteiligungen). Mit dem Zusatz Körber Solutions signalisieren die Unternehmen ihre Zugehörigkeit zum Körber-Konzern und das weitere Plus für unsere Kunden, das sich auch aus der Expertenvernetzung zwischen den Geschäftsfeldern ergibt.

MFL: Können Sie die Synergien konkretisieren, die ein Kunde dadurch hat? Papamanoglou: Die Zugehörigkeit zu einem erfolgreichen, zukunftsorientierten Technologiekonzern wie Körber gibt uns sowohl die Finanzkraft als auch die Unabhängigkeit, Großprojekte mit hohem Investitionsbedarf stemmen zu können. Wir verfügen über eine Menge an Wissen und breiter Erfahrung aller Experten im Konzern – von Engineering, F&E bis zur Software. Zusätzlich profitieren wir von gemeinsamen Ressourcen in jeder Form, ebenso von der Einkaufsstärke des Konzerns – und können diesen Vorteil an Kunden weitergeben. Durch das internationale Netzwerk des Konzerns treten wir bei Bedarf auch in Ländern und Märkten an, in denen Körber Logistics noch keinen eigenen Standort hat.

MFL: Stichwort E-Commerce: Wie lange beflügelt ihr Boom noch das Intralogistikgeschäft? Papamanoglou: Nach unserer Einschätzung hat E-Commerce seinen Zenit noch lange nicht erreicht. Immer mehr Unternehmen, auch mittelständische, entdecken und nutzen den Handel übers Internet für sich. Ganze Marktsegmente und Branchen wie zum Beispiel der Lebensmittelhandel stehen beim Thema E-Commerce noch ganz am Anfang. Die Nachfrage nach intelligenten Automatisierungslösungen wird weiterhin zunehmen.

Die Fragen stellte Martin Schrüfer

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