Stapler & Komponenten

Sprudelnde Brause auf verlängerter Gabel

Coca-Cola ist in Österreich die führende Softdrink-Marke. In Edelstal hat der Softdrink-Produzent nun seine zentrale Distributions-Intralogistik für Österreich auf neue Beine gestellt. Coca-Cola setzt dabei auf Staplertechnik von Toyota Material Handling und ein spezielles Batteriemanagementsystem.

Foto: Coca-Cola (Deutschland)
Foto: Coca-Cola (Deutschland)

Mit dem markanten Schriftzug Coca-Cola ist die Weltmarke seit 1929 auch in Österreich vertreten. Damals fing man allerdings verhältnismäßig bescheiden, mit 24.000 verkauften Flaschen pro Jahr, an. Seither hat sich das schwarzbraune Kultgetränk zu einem Volkswirtschaftsfaktor erster Güte entwickelt. So erwirtschaftet die österreichische Tochter Coca-Cola Hellenic mit ihren bis heute entwickelten Marken über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg rund 0,4 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts.

Bis zu 200 Lkw mit Softdrinks gehen täglich auf die Reise

Möglich wäre das Geschäft von Coca-Cola Hellenic allerdings nicht ohne seine ausgeklügelte Getränkelogistik. Hierfür     investierte     das Unternehmen in den letzten Jahren rund 40 Millionen Euro in seine 2013 bezogene Produktions- und Logistikzentrale im burgenländischen Edelstal an der slowakischen Grenze. Von hier aus machen sich heute, je nach Jahreszeit und Witterung, täglich bis zu 200 Lkw-Ladungen Softdrinks auf den Weg zum Endverbraucher.

Zusatzausstattung für Hochleistungs-Getränkelogistik

Für den effizienten internen Transport im Distributionszentrum Edelstal sorgt hochwertige Staplertechnik. Insgesamt 80 neue Geräte der Marke Toyota umfasst die Staplerflotte bei Coca-Cola Hellenic Österreich. Die Bandbreite reicht dabei vom 80 Volt Elektro-Frontstapler Traigo mit einer Hublast von fünf Tonnen über 48 Volt Drei- und Vierrad-Elektro-Gegengewichtsstapler mit einer Hublast von bis zu zwei Tonnen bis zu einer Vielzahl an Elektro-Niederhubwagen, Deichselstaplern und Schubmaststaplern. Die Geräte wurden mit für den Hochleistungs-Getränketransport notwendigen Zusatzausstattungen ausgeliefert. Dazu zählen Zinkenverstellgeräte mit verlängerten Gabeln oder Mehrfach-Palettengabeln. Damit können mehrere Euro-Paletten auf einmal aufgenommen werden, was einen hohen Umschlag in kurzer Zeit ermöglicht. „Gerade in Stoßzeiten während Hitzeperioden, in denen der Getränkekonsum exponentiell zunimmt und mehrere Schichten gefahren werden müssen, machen sich diese Zusatzaufbauten bezahlt“, erklärt Valentin Radu, Country Supply-Chain-Services-Manager bei Coca-Cola Hellenic Österreich.

Anzeige

Flottenmanagement passt auf

Für die Effizienz der Staplerflotte sorgt „Toyota I Site“. Dieses, mit dem IFOY-Award 2014 prämierte Flottenmanagementsystem von Toyota, hilft, die Produktivität und Sicherheit der Flotte zu erhöhen. Darüber hinaus lassen sich damit Fahrberechtigungen der Staplerfahrer für die einzelnen Geräte verwalten. Das System erkennt beispielsweise auch, wenn das Gerät beispielsweise unsachgemäß verwendet wird oder durch Schocks beeinträchtigt wurde.

Neuartiges Batteriemanagement

Das Highlight stellt das derzeit in Österreich einzigartige Batteriemanagement für konventionelle Blei-Säure-Batterien dar, das Toyota Material Handling Austria mit seinen Partnern speziell für die Coca-Cola-Staplerflotte in Edelstal entwickelte. Das System war notwendig, weil in der Vergangenheit die Batterien der Stapler nahezu völlig unkoordiniert gewechselt wurden. Entweder wurden nur wenig entladene Batterien an die jeweiligen Ladestationen gehängt oder nur unzureichend geladene Akkus von den Ladestationen genommen. Das hatte zur Folge, dass Batterien mangels Ladung keine Schicht durchhielten oder sich Memory-Effekte einstellten, die die Lebensdauer der Akkus verkürzten. „Mit dieser Batteriemanagement-Lösung erreichen wir eine höhere Einsatzzeit und sparen Energie beim Laden der Batterien. Die Batterien halten außerdem länger“, freut sich Dipl.-Kfm Martin Grau, Geschäftsführer von Toyota Material Handling Austria.

Staplerflotte in Edelstal
Das neuartige Batteriemanagement hat Toyota Material Handling Austria mit seinen Partnern speziell für die Coca-Cola-Staplerflotte in Edelstal entwickelt. - Foto: Toyota

Das ausgeklügelte Batteriemanagementsystem besteht aus mehreren Komponenten, welche den unkoordinierten Akkuwechsel faktisch ausschließen. So informiert eine rechnergestützte Batterieüberwachung den Flottenmanager in der Zentrale über den Ladegrad jeder einzelnen Batterie. Gleichzeitig informiert das System den Staplerfahrer durch optische und akustische Signale, welche Batterie er von der Ladestation entnehmen und in seinen Stapler einbauen kann. Dabei steht die Farbe Grün für „freigegeben“. Nimmt der Staplerfahrer versehentlich eine nicht vollständig bereite Batterie vom Netz, wird er mit lautem Hupen darauf aufmerksam gemacht. Mithilfe dieser Kontrollfunktionen wird der Anwender motiviert, sich energie- und umweltbewusst zu verhalten.

Batteriekosten gesenkt

Für Coca-Cola Hellenic ergeben sich aus dem individuell entwickelten Batteriemanagementsystem etliche positive Kostenaspekte. So können die Edelstaler einerseits auf seit Jahrzehnten bewährte elektrische Antriebstechnologien setzen. Das macht sich vor allem im Einkauf der Geräte bezahlt, denn die sogenannten Nasszellen sind wesentlich günstiger als vergleichbare alternative Antriebstechnologien auf Lithium-Ionen-Basis (Li-Ion). Andererseits können damit Nachteile wie etwa der Memory-Effekt ausgeglichen werden, welche Blei-Säure-Batterien gegenüber Li-Ionen-Batterien haben. Aufgrund der Erhöhung der Lebensdauer der Batterien reduziert Coca-Cola die Anschaffungskosten alleine für neue Batterien erheblich: pro Stück rund 6.000 Euro.

„Sie müssen nämlich bedenken, dass pro Schicht eine Batterie benötigt wird und Coca-Cola, je nach Jahreszeit, zwei bis drei Schichten fährt“, führt Martin Grau aus. Und Valentin Radu ergänzt: „Wenn Sie rechnen, dass unsere Stapler im Durchschnitt 20.000 Betriebsstunden im Einsatz sind, ist das eine gewaltige Kosteneinsparung.“

Beate Hank

Kontakt:

Coca-Cola HBC Austria GmbH A-1100 Wien Tel.: 00 43 / 16 10 60-0 E-Mail:

Toyota Material Handling Austria GmbH A-2413 Edelstal Tel.: 00 43 / 5 05 70-0 E-Mail: [email protected] www.toyota-forklifts.at

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren