Stapler & Komponenten
Energieführen am Stapler? Aber sicher, sagt igus ...
Defekte, Reparaturen oder wartungsbedingte Stillstandzeiten an Flurförderfahrzeugen verursachen Kosten. Es sind also robuste und zuverlässige Bauteile gefragt. Klingt als sollten „harte“ Materialen eingesetzt werden? Falsch, denn Energieketten aus Hochleistungspolymeren und flexible Leitungen von igus sind speziell dafür sowie für lange Lebensdauer entwickelt. Ein Überblick.

In Flurförderfahrzeugen kommt ein breites Spektrum an Leitungen zum Einsatz, unter anderem in Sitzen oder im Hubgerüst. Der motion plastics Spezialist igus bietet genau für diesen bewegten Einsatz spezielle Leitungen. Mit 36 Monaten Garantie und kleinsten Biegeradien eignen sie sich für Anwendungen mit dauerhafter Beanspruchung. Das „chainflex“ Sortiment umfasst dabei insgesamt 1.354 verschiedene Leitungen für unterschiedlichste dynamische Anwendungen. Darunter beispielsweise spezielle Leitungen für den Einsatz an Kameras und Monitoren, die auch bei extremen Zugkräften von 2.800 N eine einwandfreie Datenübertragung ermöglichen. Ein Beispiel, bei dem chainflex Leitungen zum Einsatz kommen ist der Kommissionierer EK-X der Firma Still. Das Flurförderfahrzeug kann in einer Höhe von bis zu 12 Meter Waren aus Regalen entnehmen. Um die Kabine des Kommissionierers an Energie- und Signalleitungen anzuschließen, werden diese über Umlenkrollen im Hubgerüst geführt. Um bei der Hubhöhe des EK-X Korkenzieher und somit Ausfälle durch Aderbruch zu verhindern, wurde das System mit chainflex Leitungen ausgestattet. Das Ergebnis: Selbst bei 12 Meter Hubhöhe und 14 Meter langen Leitungen funktioniert chainflex in Anwendung mit Umlenkrollen. Durch ihren speziellen Aufbau, bei dem die Adern zunächst zu Bündeln verseilt und dann mit einer kleinen Schlaglänge um den Kabelkern angeordnet werden, sind sie widerstandsfähiger als herkömmliche Leitungen.
Leitungen auch auf engstem Bauraum sicher führen

Unabhängig davon, wo Leitungen am Stapler eingesetzt werden, bietet es sich aus Gründen des Leitungsschutzes an, zusätzlich Energieketten einzusetzen. Energieketten sind genau für diese Aufgabe entwickelt, weil sie nicht nur einen hohen Torsionswiderstand und leitungsschonenden Innenraum haben, sondern auch kleinste Biegeradien und Innenhöhen ermöglichen. Durch ihren Aufbau sind sie modular, schnell montiert und sehr leicht. Anpassungen sind leicht durchgeführt, Leitungen blitzschnell eingebaut oder ausgetauscht. Durch abgerundete Formen im Innenraum der e-ketten sind diese leitungsschonend. Zusätzlich sorgen großen Bolzen in den Energieketten für mehr Stabilität und eine lange Lebensdauer der Energieführungen. In Flurförderfahrzeugen kommen Energieketten zum Beispiel zur Sitzverstellung oder im Hubgerüst zum Einsatz. Besonders wenn Fahrer regelmäßig wechseln und beispielsweise der Sitz verstellt werden muss, kommt es auf eine stabile Energieführung an, um die Verkabelung unter dem Sitz und im Cockpit zu schützen. Kunststoff-Energieketten führen Leitungen nicht nur zuverlässig sondern auch besonders langlebig in dynamischen Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie auch im Hubgerüst von Schmalgangstaplern, wo sie Leitungen vor äußeren Einflüssen schützen und durch die vorgegebene Führung deren Lebensdauer erhöhen.
Lebensdauer mit Testlabor-Untersuchungen ermitteln

Sowohl Energieketten als auch die chainflex Leitungen werden im 2.750 m² großen igus Testlabor unter realen Bedingungen auf Verschleiß und Belastbarkeit geprüft. Jährlich werden 4.100 Energiekettensystem-Tests und zwei Milliarden Testzyklen für die hochflexiblen chainflex Leitungen durchgeführt. Auf Basis der Testergebnisse wurden verschiedene Online-Tools entwickelt, mit deren Hilfe sich die Produktlebensdauer genau bestimmen lässt. Auf Anfrage führt igus darüber hinaus auch Kundentests durch, um den Einsatz der Produkte unter ganz individuellen Bedingungen zu untersuchen. Dazu gehören Tests zu Zug- und Schubkräften, Reibwerten, Antriebskräften, Verschleiß und Abrieb. Zusätzlich finden Untersuchungen zur Schmutz-, Schlag-, Stoß- und Witterungs- und Temperaturbeständigkeit statt.









