Jahrespressekonferenz

Marvin Meyke,

Stapler-Neuheiten, digitales und Sicherheit

Am 31. Januar stellte Jungheinrich in der maritimen Kulisse des Cruise Centers HafenCity in Hamburg seine Produktneuheiten vor, im Fokus: die Themen Lithium-Ionentechnologie, Digitalisierung, Automatisierung und Sicherheit.

Bis zu neun Tonnen Traglast kann der Hochleistungsstapler EFG der Baureihe 6 heben. © Jungheinrich

Der Intralogistiker zeigte auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz unweit des Hamburger Hafens seine aktuellen ­Innovationen für das Jahr 2019. Neben den Vorträgen konnten die Neuheiten aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden, Vorstände und Fachleute widmeten sich den Fragen der Be­sucher. Auf der Tagesordnung ein breites Themenspektrum – vom imposanten Hochleistungsstapler bis hin zu innovativen Assistenzsystemen.

Kraftpaket mit Lithium-Ionen-Technologie
Der Hochleistungsstapler EFG der Baureihe 6 bewältigt bis zu 9 Tonnen Traglast und ist sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz geeignet - das Fahrzeug verfügt zudem über eine Vollkabine mit Klimaanlage. Mit seiner hohen Tragkraft ist die EFG Baureihe 6 prädestiniert für Einsätze im Getränke- und Baustoffgroßhandel oder im Maschinenbau. Jungheinrich-Vertriebsvorstand Christian Erlach: „Mit 9 Tonnen Tragfähigkeit setzt der EFG Baureihe 6 neue Maßstäbe. Für unsere Kunden bedeutet das maximale Leistung bei minimalem Verbrauch.“ Der Einsatz von Lithium-Ionen-Technologie verringert den Energie­verbrauch, zudem kann der EFG 6 dank der Möglichkeit des Zwischenladens auch mit Lithium-Ionen-Batterie nach unternehmenseigenen Angaben nahezu pausenlos eingesetzt werden. Die Baureihe steht in 14 unterschiedlichen Fahrzeugmodellen zur Verfügung, vier verschiedene Tragfähigkeiten von 6 bis 9 Tonnen, zwei Lastschwerpunkte (600 Millimeter und 900 ­Millimeter) sowie Batteriegrößen von 1.240Ah bis 1.548Ah hat der Kunden dabei zur Auswahl.

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Auf über 14 Meter mit Dreifach-Hub
Weiteres Highlight der Jahrespressekonferenz war der EKS412s, die neue Generation des bewährten Vertikal-Kommissionierers EKS. Der EKS412s erreicht eine Pick-Höhe über 14 Meter. Das neuartige übergangsfreie Dreifach-Teleskop-Hubgerüst ermöglicht zudem eine Hubgeschwindigkeit von 0,5 Meter pro ­Sekunde, 25 Prozent schneller als beim Vorgängermodell. Jung­heinrich legte zudem großen Wert auf Performance und Energie­effizienz: ein sparsamer Synchronreluktanzmotor halbiert die motorseitigen Energieverluste, im Vergleich zum Vorgänger wurde zudem das Gewicht deutlich reduziert. Christian Erlach erläutert: „Wir haben den neuen EKS 412s auf Höchstleistung getrimmt – und das in allen Belangen, die für den Einsatz im Lager wichtig sind: Leistung, Effizienz, Ergonomie und Sicherheit. Damit ermöglichen wir unseren Kunden eine signifikant höhere Umschlagsleistung in ihrem Schmalganglager.“ Angeboten wird der EKS 412s mit zwei Batterieoptionen: mit Blei-Säure-Batterien oder mit Lithium-Ionen-Technologie.

Kompakt und wendig – dank vollintegrierter Batterie
Der Elektro-Hochhubwagen ERC 216zi folgt ein Jahr, nachdem das Unternehmen den Schubmaststapler ETV 216i mit voll­integrierter Lithium-Ionen-Batterie auf den Markt gebracht hat. Aufgrund der integrierten Batterie kommt der Hochhubwagen äußerst kompakt daher: Der ERC 216zi ist nach Unternehmensangaben das kürzeste Fahrzeug seiner Klasse. Anstatt, wie ­bisher üblich, den Batterietrog hinter dem Hubgerüst unter­­zu­bringen, hat Jungheinrich den Energiespeicher beim ERC 216zi zentral im Fahrzeug verbaut. Das Ergebnis: Der ERC 216zi ist mindestens 170 Millimeter kürzer als Vergleichsfahrzeuge und der kompakteste Elektro-Hochhubwagen im Markt. Die neue Drei-Seiten-Plattform und ein Fahrerschutzdach bieten dem Fahrer zudem mehr Sicherheit.

Risiken minimieren und Unfälle vermeiden
Mit den beiden Assistenzsystemen zoneControl und addedView möchte der Intralogistiker ebenfalls für mehr Sicherheit im Lager sorgen. Das funkbasierte zoneControl besteht aus einem stationären Funkanker, einer mobilen Komponente am Fahrzeug ­inklusive Display und einem Modul für Personen. An unübersichtlichen Stellen warnt zoneControl vor anderen Fahrzeugen oder Per­sonen, zudem kann an kritischen Verkehrsknotenpunkten die Geschwindigkeit auf Schleichfahrt reduziert werden. Der gleiche Funkanker ermöglicht auch die Steuerung eines Hallentors - bei Annäherung eines befugten Fahrzeugs öffnet sich dieses, bei nicht autorisierten Fahrzeugen bleibt es verschlossen. Mehr Sicherheit durch bessere Übersicht: Das System ­addedView verschafft dem Fahrer einen „Überblick“: Das Rundumsichtsystem aus digitalen Kameras, prädestiniert für Gegengewichtsstapler, reagiert auf schwierige Lichtsituationen durch dynamische Anpassung der Belichtungsparameter. Die Bilder der vier Einzelkameras werden zu einem Gesamtbild in Echtzeit kombiniert – der Fahrer sieht sein Fahrzeug aus der Vogelperspektive.

Digitalisierung als Motor
Auch im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung möchten die Hanseaten ihren Kunden die passenden Antworten bieten. Christian Erlach führt aus: „Durch passgenaue digitale Lösungen machen wir unsere Kunden noch erfolgreicher. Die Vernetzung unterschiedlichster Informationen schafft neue Lösungen, dank derer unsere Kunden noch effizienter werden. Als führender Systemanbieter für intelligente Intralogistiklösungen sind wir überzeugt: Schon heute kann jedes Unternehmen, egal ob Global Player, mittlerer oder kleiner Betrieb, seine Prozesse ­gewinnbringend digitalisieren und vernetzen und sich so Profitabilität sichern und die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessern.“ Das Unternehmen stattet seine Flurförderzeuge seit 2019 mit einer integrierten Telematikbox aus. Dies ermöglicht einen ­besseren Überblick über die Fahrzeuge und deren Nutzung. Die Vernetzung der Fahrzeugflotte, trägt unter anderem dazu bei den Kundenservice zu optimieren. Präzisere Informationen über Fehlermeldung helfen dabei, Stillstandzeiten zu minimieren.

Batterie und Ladestatus im Blick
Der Status der Lithium-Ionen- und Blei-Säure-Batterien, lässt sich mittels des neuen Batteriemanagement 2.0 im Auge ­be­halten. Mit dem Powermanagement lässt sich zudem der ­Ladestromverbrauch zukünftig aktiv steuern. So lassen sich ­Lithium-Ionen-Batterien auch dort einsetzen, wo das Stromnetz dies bisher oft nicht zuließ – auch ohne eine angepasste Netz­infrastruktur im Lager. Durch intelligentes Laden lassen sich Verfügbarkeit und Lebensdauer der Lithium-Ionen-Batterien erhöhen und Kosten sparen.

Jungheinrich expandiert

Der internationale Lösungsanbieter für Intralogistik setzt neben Innovationen auch auf Expansion. So ist Jungheinrich erst kürzlich eine Kooperation mit I.D. Systems eingegangen. Im Zuge einer Technologievereinbarung starten die beiden Unternehmen eine neue Partnerschaft im Bereich des Flottenmanagements und unterzeichneten eine langfristige, globale Liefervereinbarung über mehrere tausend Systemeinheiten. Jungheinrich möchte so sein Angebot an digitalen Systemen für Flurförderzeuge erweitern. Ein weiteres Kooperations­projekt: Ein Joint Venture mit der Fricke-Gruppe für den internationalen Ersatzteilvertrieb soll den Service für die Jungheinrich-Kunden zusätzlich verbessern.

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