Software
Distribution wird profitabel
ITW Venlo beliefert Bauunternehmen und Zimmereien in ganz Europa mit Produkten für Befestigungen und Tragekonstruktionen. Um schneller und fehlerfreier zu kommissionieren, führte das Unternehmen unlängst ein neues IT-System aus dem Hause GOB ein. ITW Venlo ist eine von über 800 Tochtergesellschaften der Illinois Tool Works. Sie dient als Distributionszentrum für den Detailhandel an kommerzielle Endverbraucher. An dieser Stelle in der Lieferkette kommt es vor allem auf eine schnelle und fehlerfreie Kommissionierung an. Um sich hier deutlich zu verbessern, strebte Peter Jeuken, Business Unit Manager des ITW Distribution Center Holland B.V. eine Reorganisation der Prozesse an. Schnell war klar, dass vor allem die angedachten Prozessänderungen im Lager und der Logistik mit dem bestehenden IT-System nicht umzusetzen waren.

Zielsetzung
Im April 2012 entschied ITW, ein professionelles Warenwirtschafts- und Logis tiksystem zu implementieren, um Kapital- und Personalkosten zu senken und die Lieferfähigkeit zu erhöhen. „Wir wollten eine Software, mit der wir sowohl die logistischen Prozesse im Lager abbilden können als auch die klassische Warenwirtschaft mit Einkauf, Verkauf und Finanzbuchhaltung. unitop war eines der wenigen Systeme, die diese beiden Bereiche integriert abbilden kann“, sagt Peter Jeuken.
Über ITW
Industry Illinois Tool Works (ITW) ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Firmensitz in Glenview, Illinois. Zur ITW Gruppe gehören 825 Tochtergesellschaften in über 57 Ländern, welche über 51.000 Mitarbeiter beschäftigen. Als Großhändler ist die ITW in verschiedenen Märkten aktiv und vertreibt weltweit über 5.000 Produktlinien. Die ITW Distribution Center Holland B. V. in Venlo, direkt hinter der deutsch-holländischen Grenze, ist eine Tochtergesellschaft und beliefert Kunden in ganz Europa. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 27 Mitarbeiter, davon sieben in der Verwaltung und 20 im Lager.
Ausgangssituation
Probleme gab es damals vor allem in den Kommissionierprozessen. Vor der Umstellung arbeitete ITW ohne Barcode- Scanner. Die Seriennummern der Waren konnten somit später nicht den Kundenaufträgen zugeordnet werden. Des Weiteren verloren die Mitarbeiter viel Zeit beim Kommissionieren der Waren. Einzelne Bestellungen der Kunden wurden oft einzeln abgearbeitet. „Insgesamt war unsere Fehlerquote zu hoch und es wurden viele unnötige Wege zurückgelegt“, beschreibt Huub Pelzer, Logistikleiter, die damalige Situation.
Lösung
Gemeinsam mit der GOB erarbeitete ITW einen komplett neuen Kommissionierprozess. Voraussetzung dafür war die Einführung mobiler BarcodeScanner, so dass die Seriennummern der Artikel beim Kommissionieren gescannt und der Kundenlieferung zugeordnet werden konnten. Dadurch wurde auch Multi-Order-Picking möglich: Kleinere Aufträge können jetzt zu einem größeren zusammengefasst werden und beim Versand den richtigen Kundenaufträgen zugeordnet werden. Das System berechnet selbständig, wie viele Kartons eine Kundenlieferung am Ende umfasst. Um diesen Kommissionierprozess noch effizienter zu gestalten, wurden den Mitarbeitern klare Aufgaben zugewiesen: Die einen holen die Waren von den Lagerplätzen, während die anderen die richtige Verpackung und die Waren für den Versand bereitstellen. Die dritte Gruppe ordnet die fertigen Versandpapiere zu und führt die Endkontrolle durch. Schließlich optimierten die Berater der GOB die Laufwege der Kommissionierer und vermieden so unnötige Zick-Zack-Bewegungen durch das Lager. Diese Laufwegoptimierung wird auch durch die neue Einlagerungsstrategie unterstützt: Schnelldreher werden näher an den Verpackungsstellen gelagert. Die Warenentnahmen werden jetzt in Echtzeit im System gespeichert und Fehler auf ein Minimum reduziert. „Seit der organisatorischen Umstellung arbeitet das Distributionszentrum deutlich profitabler“, sagt Peter Jeuken. Die Software unterstützt neben dem Kommissionierprozess auch sämtliche Lagerbewegungen: von der Einlagerung über die Umlagerung bis hin zum Warenausgang.
Peter Jeuken: „Wir haben selbst viel dazugelernt“
Interview mit Projektleiter Peter Jeuken, der mittlerweile auch für Verkaufsniederlassungen in Skandinavien verantwortlich ist und dort umfassende Reorganisierungsmaßnahmen begleitet.Materialfluss: Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit GOB erlebt? Peter Jeuken: Eine Reorganisation und Neueinführung der Warenwirtschafts- und Logistiksysteme ist für jedes Unternehmen ein großer Schritt. Was uns an der GOB überzeugt, ist ihre Erfahrung mit logistischen Prozessen. Auch in kritischen Phasen hat sich die GOB als verlässlicher Partner erwiesen. Heute sind wir sehr zufrieden. Der Weg dahin war manchmal etwas holprig, aber ich denke, wir haben dabei selbst auch viel gelernt.
MFL: Was würden Sie rückblickend anders machen? Jeuken: Testen, testen, testen. Das hätte uns im Nachhinein viel Ärger erspart.
MFL: Wie lautet Ihr Resümee? Jeuken: Wir haben genau das erreicht, was wir mit der Implementierung der Lagerverwaltungssoftware erreichen wollten und sind heute sehr zufrieden mit unserem ERP-System.
Kontakt:
ITW Industry B. V. NL-5928 LL Venlo Tel.: 00 31 / 77 / 3 99 96 00 E-Mail:
GOB Software & Systeme GmbH & Co. KG D-47807 Krefeld Tel.: 0 21 51 / 3 49-30 00 E-Mail: [email protected] www.gob.de









