Umdenken hat eingesetzt

Martin Schrüfer,

Miebach-Studie: Nachhaltigkeit im Supply Chain Management angekommen

Auch wenn die Coronapandemie viele Zukunftsthemen und Pläne in den Hintergrund rückte, befassen sich Unternehmen mit Initiativen zu mehr Nachhaltigkeit.

© Miebach

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass eine erfolgreiche Wende in Richtung Nachhaltigkeit zu schaffen ist, wenn zunächst die Konsumenten umdenken und diese neue Denkweise in Taten und Nachfrage übersetzen.

Dennoch sollten Unternehmen sich laut Thorsten Gensmer, Direktor, Miebach Consulting GmbH nicht zurücklehnen: „Wer jetzt schon vorausdenkt und den Grundstein für eine nachhaltige Geschäftstätigkeit legt, kann stark von dem sich neu entwickelnden Markt profitieren. Für größere Klimaschutzziele der Supply Chain sind dabei kollektive Aktionen mit einem vollständigen Cradle-to-Cradle-Ansatz notwendig. Dass sich das schon jetzt lohnen kann, zeigt das hohe Maß an geplanten Initiativen!“

Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Nachhaltigkeitsstudie von Miebach Consulting. Die internationale Supply-Chain-Beratung hat Mitte 2020 untersucht, welche Strategien und Maßnahmen Unternehmen ergreifen, um Supply Chains nachhaltig zu gestalten – und inwiefern Nachhaltigkeits- und unternehmerische Ziele in Einklang zu bringen sind.

277 Unternehmen nahmen an der global angelegten Onlinestudie teil, darunter ein ungewöhnlich hoher Anteil an Geschäftsführern (18%), was den Stellenwert und die strategische Bedeutung des Themas verdeutlicht.

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Hinsichtlich der zuletzt durchgeführten sowie der nächsten geplanten Initiative geben ein Großteil der Befragten eine Verbesserung der Effizienz mit durchschnittlich 14%, oder eine Kostenreduzierung mit durchschnittlich 15% als Motivation an. Danach folgen erst Themen wie CO2-Reduktion (7%), Green Packaging bzw. die Reduktion von Plastik im Allgemeinen (7%). Nachhaltige Maßnahmen auf Basis von ökologischer oder sozialer Motivation, wie beispielsweise der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter (1%) oder Umweltschutz (1%), finden sich eher selten.

Nachhaltigkeit im Supply Chain Management gewinnt an Bedeutung

Die befragten Unternehmen haben im Mittel 16 Nachhaltigkeitsinitiativen aktuell im Unternehmen implementiert. Für die Zukunft planen die befragten Unternehmen jedoch, ihre bereits umgesetzten nachhaltigen Initiativen innerhalb der nächsten Jahre nahezu zu verdoppeln (+97%). Dies lässt erwarten, dass Nachhaltigkeit im Supply Chain Management an Bedeutung gewinnen wird.

Ein hoher Ressourceneinsatz und die Komplexität schrecken ab

Generell werden nachhaltige Initiativen als weniger attraktiv angesehen, wenn diese einen hohen Ressourceneinsatz fordern, wie beispielsweise der Aufbau von Reverse Logistics, welcher mit gerade einmal 4,2 von 10 Punkten bewertet wird. Auch ohnehin komplexe Themen, wie die mit 4,6 bewertete Netzwerkplanung, werden als weniger wichtig empfunden. Daher werden in der Regel ressourcenschonende und verhältnismäßig einfache Maßnahmen bevorzugt.

Der Ergebnisreport zur Miebach-Studie „Sustainable Supply Chain Management“ ist kostenfrei erhältlich und kann unter nachfolgendem Link angefordert werden: https://www.miebach.com/de/insights/veroeffentlichungen/?publication=947&country=DE

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