Logistik-Immobilien
VGP: Von der Brache zum hochmodernen Logistik-Standort
Die Kommune Rodgau und der Projektentwickler VGP haben alle Herausforderungen gemeistert, um aus einer Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Der VGP Park Rodgau wurde Anfang 2016 fertiggestellt und verfügt über knapp 100.000 Quadratmeter Hallenfläche. Sämtliche Immobilien haben bereits Mieter gefunden.

Rodgau liegt keine 20 Kilometer von Frankfurt entfernt – und kann sich damit über eine attraktive Lage in unmittelbarer Nähe zur Main-Metropole freuen. Als Drehkreuz für die unterschiedlichsten Verkehrsanbindungen und -wege strahlt Frankfurt auf das gesamte Umland aus und macht die Städte und Gemeinden zu begehrten Logistik-Standorten. Das gilt auch für Rodgau. Die 43.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Offenbach verfügte über eine 23 Hektar große, ungenutzte Fläche im Winkel zwischen der Bundesstraße 45 und der Landesstraße L 3121, die sich für neue Gewerbe-Ansiedelungen geradezu anbot – zumal sie im Flächennutzungsplan des Regionalverbands RheinMain auch bereits offiziell als Gewerbefläche ausgewiesen war.
Vom Plan zur Realität sollte es aber noch ein langer, aber am Ende erfolgreicher Weg werden. Er begann bei den Verhandlungen mit den damaligen – insgesamt 90 – Grundstückseigentümern und hörte bei der Suche nach dem besten Projektentwickler und Investor noch lange nicht auf. Mit Bürgermeister Jürgen Hofmann an der Spitze verfolgten die Verantwortlichen der Stadt Rodgau das Projekt hartnäckig. Aus gutem Grund, versprachen sie sich hiervon doch einen erheblichen Mehrwert für die Gemeinde und ihre Bewohner.
Zahlreiche Interessenten für begehrte Flächen
Die Nähe zum Frankfurter Flughafen und die Vielfalt regionaler Märkte in der Umgebung, insbesondere aber das ausgebaute und optimal angebundene Straßennetz rund um Rodgau ließen vor allem Logistik-affine Projekte in den Fokus rücken. An Interessenten mangelte es nicht – zahlreiche Investoren und Projektentwickler hatten die Potenziale der Fläche erkannt und warben bei den Stadtoberen für ihre Projekte. Im Rahmen einiger Sondierungsprozesse wurde schließlich das aus Sicht der Kommune vielversprechendste Bauvorhaben ermittelt. Dabei zählte nicht allein der Kaufpreis. Vor allem auf das Konzept kam es an, denn es entschied über die konkrete, künftige Nutzung der erschlossenen Fläche – zum Beispiel, ob es ein einziger Nutzer sein sollte, der dort einen Logistikstandort betreibt, oder lieber mehrere Unternehmen.
Zuschlag für High-End-Gewerbeimmobilien
Die Beteiligten entschieden sich für den Projektvorschlag der Immobiliengruppe VGP, der auf hohe Diversität setzt. Das Konzept überzeugte auf ganzer Linie. Die VGP Gruppe ist als Investor und Projektentwickler vor allem auf High-End-Gewerbeimmobilien spezialisiert und bietet sämtliche Dienstleistungen rund um Gewerbeimmobilien aus einer Hand an: VGP erwirbt die Grundstücke, entwickelt die jeweiligen Projekte, überwacht die Bauarbeiten, vermietet die Gebäude und betreibt das Gebäudemanagement. VGP setzt dabei auf hohen Qualitätsstandard, Nachhaltigkeit und langfristiges Engagement und sieht sich als Partner der Kommunen und der Mieter in seinen VGP Gewerbeparks. Auch in Rodgau plante VGP die Vermietung an mehrere Unternehmen aus den Bereichen Logistik und leichte Produktion. Am Ende war das Votum eindeutig und einhellig: VGP bekam den Zuschlag für die Fläche.
Über VGP
1998 in Tschechien gegründet, ist VGP heute europaweit in acht Märkten aktiv: Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Lettland, Estland, Deutschland und Spanien. Deutschland hat sich seit 2012 zum größten Wachstumsmarkt der Gruppe entwickelt. Um das Wachstum von VGP langfristig zu stützen, hat die VGP Gruppe im März 2016 mit dem Immobilien Investment und Asset Manager Allianz Real Estate ein 50:50 Joint-Venture mit einem anfänglichen Transaktionswert von 500 Millionen Euro gegründet. In dem Joint-Venture werden ausschließlich die Vermögenswerte der von VGP entwickelten Projekte in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn gebündelt.
Kompromissbereitschaft führte zum Ziel

Es ist schön, wenn zwischen Eigentümern, Entwicklern und Nutzern einer Gewerbefläche Einigkeit herrscht. Aber auch alle anderen Stakeholder wurden mit einbezogen. In den Monaten nach der Entscheidung gab es einiges an Informations- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Parallel dazu wurde der Bebauungsplan aufgestellt und das Planungsverfahren durchgeführt. Ob Verkehrsgutachten oder Tierschutz: Immer wieder erarbeiteten alle Beteiligten kompromissfähige Lösungen, um den Baufortschritt nicht zu gefährden. Vorteilhaft waren dabei die engen Kontakte zwischen Investor, Kommune und den örtlichen Behörden. Sowohl die Dialogbereitschaft von Grundstückseigentümern, Anwohnern und Tierschützern als auch der Einsatz des Bürgermeisters, seiner Mitarbeiter und der Behörden und nicht zuletzt des Investors und Projektentwicklers haben die Vision eines modernen Logistikstandorts mit Zukunftsperspektiven in Rodgau Wirklichkeit werden lassen.
Gesamter Park vermietet
Die ersten Bautätigkeiten begannen Anfang 2014. Innerhalb von nur zwei Jahren konnte das Projekt Anfang 2016 erfolgreich abgeschlossen werden. Der Park mit insgesamt knapp 100.000 Quadratmeter Hallenfläche verfügt über fünf 12 Meter hohe Hallen mit frei teilbaren Mietflächen. Schon zu Jahresbeginn 2016 waren sämtliche Immobilien vermietet. Zu den Firmen, die sich hier ansiedelten, gehören Rossmann, PTG Lohnabfüllung, Rhenus Pharma Service und Logistics, die Asendia Germany GmbH und die Geis Gruppe. Je nach Bedarf haben die Unternehmen zwischen 2.800 und 42.000 Quadratmeter Gewerbeflächen gemietet. Schätzungsweise 900 Arbeitsplätze sind neu entstanden. Davon profitiert vor allem die Stadt Rodgau, die den neuen Logistikpark für ihr Standortmarketing nutzen kann und auf weitere Ansiedlungen hofft.
Darius Scheible









