Lager- und Regalsysteme

Für das Lager der Zukunft

Die geänderten Konsumgewohnheiten haben auch zunehmend Einfluss auf die Intralogistik und damit auch auf die Lager selbst. Das ist die Meinung wichtiger Anbieter dieser Produkte. Aber diese sind auf die Veränderungen bestens vorbereitet.

Dexion: Flexibilität gefordert

© adoleo – Fotolia.com
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Die Prozesse im Lager müssen laut Andreas Kirchner, Geschäftsführer der Dexion GmbH immer schneller, sicherer und effizienter werden, das heißt der Automatisierungsgrad wird weiter zunehmen: „Der wachsende E-Commerce-Markt fordert Anpassungen im Lager: schneller Zugriff, kurze Durchlaufzeiten, hohe Liefertreue und kurze Lieferzeiten sind das Motto. „Innerhalb von 24 Stunden“ lautet der Anspruch. Die Lager- und Regalsysteme müssen ein hohes Maß an Flexibilität erfüllen und individuell gestaltet werden können. Im Hinblick auf den demografischen Wandel in der Gesellschaft spielen ergonomische Aspekte eine immer stärkere Rolle. Arbeitsbedingungen müssen entsprechend verbessert und angepasst werden. Automatisierte Lagerlifte und Industriepaternoster, die ein ermüdungsfreies Arbeiten, einen schnellen und sicheren Zugriff ermöglichen und Lagerfläche reduzieren sind im Trend. Energie- und ressourcenschonende Systeme sind gefragter denn je, sie bieten dem Anwender zusätzliches Einsparpotenzial. Im Bereich automatische Handling- und Warenidentifikationssysteme oder der energieeffizienten fahrerlosen Transporttechnik gibt es noch Innovationspotenzial. Wie viele andere, muss sich auch die Logistikbranche dem Anspruch nach immer schnelleren Innovationszyklen stellen.

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Andreas Kirchner, Dexion
Der wachsende E-Commerce-Markt fordert Anpassungen im LagerAndreas Kirchner, Dexion
 

Beumer: Sortiertechnik steigert die Effizienz

„Im Versandhandel setzen bei der Ware-zum-Mensch-Kommissionierung viele Unternehmen auf herkömmliche Fördertechnik wie Rollen- oder Gurtförderer. Über diese wickeln sie die komplette Auftragsbearbeitung ab“, erklärt Thomas Wiesmann, Leiter Vertrieb Sortier- und Verteilsysteme der Beumer Maschinenfabrik GmbH & Co. KG:

„Mehrere manuelle Arbeitsplätze sind als Funktionseinheit an jeweils eine Fördertechnikstrecke gebunden. Diese versorgt die Arbeitsplätze mit der Ware aus dem Lager. An die Fördertechnik sind auch Sonderfunktionen wie Auftragspuffer angeschlossen.“

„Wird nun zum Beispiel die Lagerkapazität von fünf auf zehn Gassen verdoppelt, kann der Ausbau einer konventionellen Fördertechnik zu aufwendig und komplex werden. Wir lösen das anders: Wir bieten Hochleistungssortiersysteme an, mit denen sich diese komplexen Materialflüsse einfacher umsetzen lassen als mit konventioneller Fördertechnik.

Thomas Wiesmann, Beumer
Hochleistungssortiersysteme können komplexe Materialflüsse einfacher umsetzenThomas Wiesmann, Beumer

Die vorhandenen Förderer können durch diese Sorter erweitert oder komplett ersetzt werden. Denn um Anbruchbehälter nach der Kommissionierung zurück ins Lager und fertige Auftragsbehälter in den Versand zu führen und Voll­ und Leerbehälter zu den Kommissionierplätzen zu transportieren, müsste idealerweise für jede dieser Aufgaben eine eigene Förderstrecke installiert werden. Unsere Hochleistungssortiersysteme übernehmen diese Aufgaben ohne zusätzlichen Aufwand,“ so Wiesmann weiter.

voestalpine an den Herausforderungen der Zukunft: „Mobilität und Energieeffizienz gepaart mit Sicherheit spielen eine zunehmend bedeutende Rolle. Es werden Werkstoffqualitäten benötigt, die den steigenden Anforderungen entsprechen: Sie müssen widerstandsfähiger, langlebiger, stärker, fester und leichter sein. Unsere Entwicklung neuer Werkstoffe, Beschichtungen, Verarbeitungstechnologien und Methoden der Verbindung von Stahl mit anderen Materialien geht in diese Richtung. Ausgangspunkt für uns sind die Wünsche bzw. individuellen Anforderungen unserer Kunden. Dabei geht es bezogen auf die Logistik um die Verfügbarkeit und Sicherheit des Hochregallagers bei Höchstanforderungen. Von Seiten des Stahlbaus stehen zwei Faktoren für diese Kriterien: 1. Stahlqualität und 2. Güte der Konstruktion. Zielkriterien sind u. a. hohe Festigkeit des Werkstoffes mit geringem Gewicht zu verbinden. Ein Treiber ist dabei die steigende Höhenanforderung für Hochregallager. Zudem ist die Einflussnahme der Temperaturauf die Stahlqualität (Tiefkühllager) ein Thema.“

Was das Thema Hochregallager anbetrifft, gibt es keinen Ersatzwerkstoff zum Stahl. Dieser ist laut Haunschmid nach wie vor die intelligenteste Lösung und alternativlos in Bezug auf Haltbarkeit, Kosten und Recycling­ Eigenschaften.

Hörmann: Keine Energie verschwenden

Herwig Haunschmid, Voestalpine
Bei den Werkstoffen gibt es zu Stahl derzeit keine AlternativeHerwig Haunschmid,Voestalpine

Innovationen in der Intralogistik entwickeln sich laut Steffen Dieterich, Geschäftsführer der Hörmann Logistik GmbH, derzeit in zwei Richtungen: „Zum einen wird die Technik im Antriebsbereich mit neuen Ideen und Möglichkeiten hinsichtlich deutlicher Energieeinsparung weiter entwickelt. Frei werdende Energie bei Senk­ oder Bremsfahrten wird künftig nicht mehr einfach als Wärme abgegeben, sondern kann für den Beschleunigungsvorgang anderer Achsen genutzt werden. Als kurzzeitigen Energiespeicher werden hier immer häufiger Powercaps eingesetzt, die sich durch sehr schnelles Laden und Verschleißarmut auszeichnen.“

„Daneben finden bei Hörmann Innovationen in individuellen, branchenspezifischen Lösungen statt,“ ergänzt Dieterich: „Dabei zeigt sich, dass vollautomatische Intralogistiksysteme immer häufiger mit höchster Dynamik und rund um die Uhr betrieben werden. Parallel steigen die Anforderungen an die Robustheit der eingesetzten Mechanik, Steuerung und IT.

Ausfallzeiten bei diesen hochdynamischen Systemen lassen sich nicht aufholen und müssen deshalb durch den Einsatz höchst verfügbarer Komponenten vermieden werden. Wir profitieren von der Entwicklung innovativer branchenspezifischer Systemlösungen, da wir diese bei Folgeprojekten vervielfältigen können. Treiber für die Entwicklung technischer Innovationen wie auch von Konzeptinnovationen ist nach wie vor die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern, die aufgrund der Wettbewerbssituation zur Einführung hochproduktiver Techniken und effizientester logistischer Prozesse gezwungen werden.“

Steffen Dieterich, Hörmann
Automatisierung und Robustheit müssen Hand in Hand gehenSteffen Dieterich, Hörmann

Kontakt: Beumer Maschinenfabrik GmbH & Co. KG D-59269 Beckum Tel.: 0 25 21/24-0 Fax: 0 25 21/24-280 E-Mail: beumer@beumer.com www.beumer.com

Dexion GmbH D-35321 Laubach Tel.: 0 64 05/80-0 Fax: 0 64 05/80-14 22 E-Mail: kontakt@dexion.de www.dexion.de

Hörmann Logistik GmbH D-80992 München Tel.: 0 89/14 98 98-0 Fax: 0 89/14 98 98-98 E-Mail: info@hoermann-logistik.de www.hoermann-logistik.de

Voestalpine Krems Finaltechnik GmbH A-3500 Krems E-Mail: lagertechnik.vakf@voestalpine.com www.voestalpine.com

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