Hubtische

Tischlein heb‘ dich – Mehr Ergonomie am Arbeitsplatz

35 Millionen Krankheitstage im Jahr sind in Deutschland laut DAK-Gesundheitsreport 2018 auf Rückenbeschwerden zurückzuführen. 75 Prozent aller Berufstätigen leiden zudem unter Schmerzen, jeder siebte bereits seit mindestens drei Monaten. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. rät zum Einsatz von Hubtischen in Lagern und Produktionshallen.

Schwere Kisten lassen sich mit dem Standard Hubtischwagen von Torwegge ohne viel Kraftaufwand heben, senken und befördern. © Torwegge

Um Ausfälle aufgrund von Überbelastungen zu vermeiden, ist eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung von großer
Bedeutung. Dies erkennen zunehmend mehr Betriebe. Uwe Eschment, Geschäftsführer bei Torwegge freut das wachsende Bewusstsein. Täglich arbeitet er daran, Prozesse in Intralogistik und Produktion gesundheitsfreundlicher zu gestalten. Torwegge entwickelt und vertreibt Komponenten und Systeme für intralogistische Prozesse, die zur kräfteschonenden Beförderung von Gütern beitragen, unter anderem Hubtische. „Es geht nicht nur darum, Lasten irgendwie auf die passende Arbeitshöhe zu bringen“, sagt Eschment. „Die Tische müssen stufenlos höhenverstellbar, leicht zu bedienen und problemlos nachzujustieren sein sowie ausreichend Fußraumfreiheit bieten. Je nach Anwendungsfall sollten sie außerdem fahrbar sein.“ Die AGR hat diese Punkte in einer Checkliste ­zusammengefasst. Erfüllt ein Hubtisch die Kriterien, führt sein Einsatz in der Regel zur Reduzierung von Arbeitsausfällen sowie erhöhter Effizienz. Auch die Zu­friedenheit der Mitarbeiter steigt.

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Heben, Befördern, Be- und Entladen
Hubtische gibt es in diversen Ausführungen. Damit eignen sie sich für unterschiedliche Anwendungen, die zum Teil über das reine Heben von Gütern hinausgehen. Torwegge beliefert zum Beispiel Indus-triebetriebe, die ihre Montageplätze mit Hubtischen ausstatten und damit einen kräfteschonenden Höhenausgleich bei der Übergabe von Werkstücken von einer Ebene auf die andere gewährleisten. „Für diesen Zweck eignen sich unsere Standardhubtische der Serie TO-ELS“, sagt Eschment. Je nach Variante haben die Standardhubtische eine Traglast von 500 bis 2.000 Kilogramm und können eine Höhe von bis zu 3,5 Meter in maximal 34 Sekunden erreichen. Tischlänge und -breite ist ebenfalls variabel.

Ladekanten bis 80 Zentimeter überwinden
Sollen Lasten nicht nur gehoben, sondern auch transportiert werden, sind Hubtischwagen eine gute Wahl. Torwegges Standardlösung hier: Scherenhubtischwagen mit einer Höhe von bis zu 1,3 Metern für Lasten zwischen 150 und 350 Kilogramm. Leichtläufige Rollen und eine hydraulische Fußpumpe sorgen für ergonomisches Handling. „Ideal für die Be- und Entladung von Fahrzeugen ist der Schiebewagen xetto, den wir seit kurzem im Angebot haben“, sagt Eschment. Die Lösung aus dem Hause Hoerbiger Automotive Komfortsysteme bewegt Lasten bis zu 250 Kilogramm auf bis zu einen Meter Höhe und überwindet Ladekanten von bis zu 80 Zentimetern. Das Unternehmen entwickelt auch individuelle Lösungen. Ein Beispiel ist ein Schwerlasthubtisch mit Rollenbahn für die Holzindustrie: Auf einer sieben mal 2,8 Meter großen Plattform finden Spanplatten bis zu 55.000 Kilogramm Platz und werden ohne großen Kraftaufwand gehoben und gesenkt.

Ergonomische Hilfsmittel sollten Standard werden
Hubtische sind nicht die einzigen Hilfsmittel, um die Arbeitsplatzergonomie in der Intralogistik und Produktion zu verbessern. „Vielen ist gar nicht bewusst, was sich alles auf die Gesundheit des Personals auswirkt“, sagt Eschment. Das habe er zuletzt auf der Motek in Stuttgart bemerkt. Seinen Stand auf der Fachmesse stellte Torwegge unter das Motto Ergonomie. Neben xetto wurden auch die Funktionsweisen leichtläufiger Rollen und Schwerlastrollenschienen für Förderanlagen demonstriert. „Einige Besucher waren sehr erstaunt darüber, wie komfortabel man selbst schwere Lasten bewegen kann und worauf man achten sollte“, so Eschment. Nun hofft er, dass Hubtische in Produktions- und Lagerhallen bald Standard sind – genauso wie die anderen hilfreichen Systeme.

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