Hubtische
Individuell in die Höhe
Zwei Hubstationen für eine Lackieranlage: Um die Lkw-Fahrerkabinen vor dem Lackieren manuell reinigen zu können, setzt Daimler auf zwei individuell gefertigte Hubstationen, die nach ATEX-Richtlinien konstruiert wurden.
Zwei Hubstationen hat Ventzki für das Daimler-Werk in Wörth geliefert. Die auf 3,5 m hochfahrbaren Plattformen ermöglichen es, Lkw-Fahrerkabinen vor dem Lackieren von oben manuell zu reinigen. Diese individuellen Hubstationen erleichtern die Abläufe an der vollautomatischen Lackierstraße. Rund zweimal wöchentlich, wenn überdimensionierte Lkw-Kabinen die Roboterstraße durchlaufen, können nun Arbeiter diese Dachflächen von Hand für den Lackierprozess optimal vorbereiten.
Ventzki hatte den Auftrag als Subunternehmer von ABB im Rahmen einer Ausschreibung erhalten. Zum einen werden die Arbeitsbühnen im explosionsgeschützten Bereich eingesetzt, so dass sie nach den aktuellen ATEX-Richtlinien zu konstruieren und zu fertigen waren. Zum anderen waren die Betriebsmittelvorschriften der Auftraggeber einzuhalten, die bei Sensoren, Schaltern oder Antrieben die Komponenten bestimmter Hersteller vorschreiben. Und es waren erhöhte Sicherheitskoeffizienten gefordert, um die Verfügbarkeit im Dauereinsatz zu gewährleisten.
„Im Dialog mit ABB und Daimler haben wir die Hubstationen projektiert und realisiert“, beschreibt Ventzki-Chef Gregor Zens, wie er allen Anforderungen gerecht wurde. Gut ein Fünftel der zwei Mio. Euro Umsatz pro Jahr macht der Eislinger Betrieb mittlerweile mit solchen Individuallösungen. Das entspricht etwa zwölf Aufträgen im Jahr, bei denen der Kunde ein Problem beschreibt und Ventzki die Antwort liefert.
Bis zu 40 % Engineering stecken in solchen Aufträgen, die die hauseigene Konst- ruktion koordiniert. Im Schnitt werden von den Sonderlösungen jeweils sieben Geräte produziert. Für Zens ist es die Kunst der Kalkulation zu wissen, wann er die Produktion nach außen vergibt oder sie noch im Betrieb behält.
„Die interne Fertigung macht uns schnell, flexibel und premiumtauglich“, sagt Zens, der vor allem Behälterhebegeräte zum Drehen und Kippen und Hubtische im Portfolio hat und zu mehr als 70 % Automobilhersteller und deren Zulieferer beliefert. Die Fertigungstiefe liegt vom Konstruieren über Schweißen, Montieren, Lackieren und In-Betrieb-Nehmen bei rund 60 %. Motoren, Pneumatik, Hydraulik, Ventile und Steuerungen werden zugekauft.
Daimler AG Mercedes-Benz Werk Wörth www.daimler.com Ventzki Handling Systems GmbH & Co. KG E-Mail: [email protected] www.ventzki.de










