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Artikel und Hintergründe zum Thema

Fördertechnik & Komponenten

Energieoptimierter Materialfluss mit Interroll

Mehrere Studien ergaben, dass sich mit der Optimierung der Antriebstechnik in der Intralogistik nahezu ein Drittel der Energie sparen lässt. Dies gilt nicht nur für neue Anlagen, sondern auch für Retrofitting. Intralogistikspezialist Interroll setzt deswegen konsequent auf die 24-Volt-Antriebstechnik. Zu dem gleichen Ergebnis kam beispielsweise eine Studie des Instituts für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Bei Betriebs- und Instandhaltungskosten kann ein direkter Zusammenhang zwischen Energiebedarf und Energiekosten identifiziert und die Instandhaltungskosten können durch den Einsatz der 24-Volt-Antriebstechnik reduziert werden.

Villeroy & Boch in Merzig
Flexibilität langer Förderstrecken durch dezentrale Steuerung mit Interroll 24-Volt-RollerDrives – beispielsweise in einem Lager von Villeroy & Boch in Merzig.

Grüne Logistik steht also nicht nur für verminderte Treibhausgasemissionen, sondern auch für Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit. Die Vorteile der 24-Volt-Antriebstechnik liegen auf der Hand. Konventionelle Fördersysteme, die über einen permanent aktiven Antrieb verfügen, erzeugen häufig Staudruck. Für den Weitertransport oder zur Ausschleusung muss das einzelne Fördergut über eine zusätzliche Strecke vereinzelt werden. Daher legen Systemintegratoren Fördersysteme heute häufig staudrucklos aus. Durch die Verwendung der Interroll RollerDrives kann ein intelligent gesteuertes, in Zonen unterteiltes Fördersystem aufgebaut werden. Die entsprechende Förderstrecke verbraucht im Vergleich zu konventionellen 400-Volt-Antrieben deutlich weniger Energie, da die einzelnen RollerDrives nur angetrieben werden, wenn tatsächlich Material befördert wird. Damit können bei mittleren Durchsätzen von 600 bis 1.000 Behältern pro Stunde bis zu 50 Prozent Verbrauchsreduzierung erreicht werden verglichen mit der konventionellen Variante, bei der ein Getriebemotor andauernd, also unabhängig vom Durchsatz, läuft.

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Durch den bedarfsgesteuerten Betrieb und den Wegfall zusätzlicher Antriebsmechanik ist zudem der Geräuschpegel der Anlage deutlich niedriger. Da die Motoren bei gleicher Förderleistung im Vergleich zu herkömmlichen Systemen weniger in Betrieb sind, werden Verschleißeffekte ebenfalls minimiert. Generell sinkt der Aufwand für Wartung und Reparaturen, da bürstenlose 24-Volt-Antriebe generell nicht so wartungsintensiv sind.

Über Interroll

Die Interroll Gruppe ist ein weltweit führender Hersteller von hochqualitativen Schlüsselprodukten und Dienstleistungen für die innerbetriebliche Logistik. Das Unternehmen beliefert rund 23.000 Kunden weltweit mit einem breiten Sortiment in den vier Produktgruppen „Rollers“ (Förderrollen), „Drives“ (Motoren und Antriebe für Förderanlagen), „Conveyors & Sorters“ (Förderer & Sorter) sowie „Pallet & Carton Flow“ (Fliesslager). Kernindustrien sind Kurier, Express- und Postdienste, Flughäfen, die Lebensmittelverarbeitung sowie Distribution und weitere Industrien. Zu den Kunden zählen führende Weltmarken wie Amazon, Bosch, CocaCola, Coop, DHL, FedEx, Peugeot, PepsiCo, Procter & Gamble, Siemens, Walmart oder Yamaha. Interroll engagiert sich in globalen Forschungsprojekten im Bereich der Logistikeffizienz und unterstützt Industrieverbände aktiv bei der Entwicklung von Normen. Mit Hauptsitz in Sant’Antonino, Schweiz, verfügt Interroll über ein weltweites Netzwerk von 31 Unternehmungen mit rund 1.800 Mitarbeitenden. Das Unternehmen wurde 1959 gegründet und ist seit 1997 an der SIX Swiss Exchange gelistet und im SPI Index vertreten.

Durch die in den Interroll Förderrollen-Antrieben eingesetzten Materialien kommt es zu einer verringerten Reibung und damit einer verringerten Oberflächentemperatur des 24-Volt-Systems im Vergleich zu zentralen GetriebeMotorKombinationen. Damit muss innerhalb dieser Systeme weniger Wärme abgeführt werden und gleichzeitig werden Leistungsverluste deutlich reduziert. Die Aufteilung langer Förderstrecken in einzelne Fördermodule mit dezentraler Steuerungseinheit, die den Informationsaustausch mit anderen Modulen ermöglichen, erhöht die Flexibilität des Systems. Ein Umbau oder eine Erweiterung mit zusätzlichen Fördermodulen ist relativ einfach.

Nachhaltige Lösung für Retrofit-Projekte

Betreiber von Logistikzentren und produzierende Betriebe müssen zunehmend unvorhersehbare Schwankungen beim Warendurchsatz, Änderungen bei den Auftragsstrukturen sowie beim Warensortiment bewältigen. Nach sieben bis zehn Jahren gelten Läger als veraltet. „Qualitätsprobleme, Leistungsdefizite durch verschleißbedingte Störungen, steigende Instandhaltungskosten oder neue gesetzliche Auflagen führen dazu, dass die betroffenen Unternehmen über Investitionen nachdenken müssen. Anlagenmodernisierung beziehungsweise Erweiterung, das sogenannte Retrofitting, bietet hier eine kostengünstige Alternative“, erklärt Dr. Ralf Garlichs, Executive Vice President Products & Technology der Interroll Gruppe.

Innerhalb der internen Logistik entfallen bei Anlagen mit hohem Automatisierungsgrad rund 50 Prozent der Energiekosten auf die Bereiche Fördertechnik, Lager und Kommissionierung. Altanlagen, die zum Beispiel mit Königswellen oder Flachriemen angetrieben werden, lassen sich ohne großen Aufwand auf den neuesten Stand der Technik bringen. Pneumatik und Kupplungsbremseinheiten werden durch den Aufbau eines in Zonen unterteilten Förderers überflüssig. Über wirkungsgradoptimierte Antriebe, eine konsequente Leichtbauweise der Komponenten sowie sollwiderstandsarme Werkstoffpaarungen werden mit InterrollProdukten leicht eine Verringerung des Energieverbrauchs im zweistelligen Prozentbereich erreicht, ohne dass die Grundkonstruktion der Anlage nennenswert verändert werden muss. Der Return on Investment (ROI) liegt bei durchschnittlich zwei Jahren.

Kunden sind von der 24-Volttechnik überzeugt

Interroll RollerDrives
Interroll RollerDrives

Interroll hat inzwischen weltweit Anlagen mit seiner 24-Volt-Antriebstechnik modernisiert. Ein Beispiel ist das Lager in Merzig von Villeroy & Boch. Vor sieben Jahren wurde hier ein Interroll Kommissionierungssystem mit 24-Volt-Roller-Drives installiert, das täglich seine Dominanz gegenüber der ebenfalls noch installierten klassischen 400-Volt-Anlage beweist. Laut Michael Dietzen, zuständig für die Technik im Distributionslager Tischkultur „steigerte die Neuanlage die Geschwindigkeit circa um den Faktor 10“. Aufgrund der geringeren Beanspruchung werden häufige Wartungsarbeiten vermieden. Während bei der 400-Volt-Ausführung noch zwei bis drei Personen zum Austausch von Antrieben notwendig sind und es zu rund zwei Stunden Stillstand kommt, beträgt es bei einem etwaigen Ausfall der Interroll RollerDrives die Ausfallzeit nur circa eine halbe Stunde, in der eine Person die Reparatur durchführt. Auch die Einsparung bei den Energiekosten ist nicht zu unterschätzen.

Wissenschaftliche Studie bestätigt stärken der 24-Volt-Lösungen

Das Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bestätigt die Vorteile der 24VoltLösungen im Vergleich zur 400VoltAntriebstechnik. Um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Antriebstechnologien zu untersuchen, wurde am IFL unter Leitung von Prof. Dr. Ing. Kai Furmans ein Vergleichslayout entwickelt, welches es ermöglicht hat, die Höhe des Energiebedarfs beim Transport im Dauerbetrieb, im Aussetzbetrieb und beim Stauen zu betrachten. Neben Energiebedarf, der im Fokus der Untersuchung stand, wurden als weitere Kriterien die Kosten und Leistung des Systems sowie dessen Flexibilität bewertet. Das Karlsruher Institut wurde von Interroll bei der Durchführung der Studie unterstützt.

Kontakt: Interroll Fördertechnik GmbH D-42929 Wermelskirchen Tel.: 0 21 93 / 230 E-Mail: [email protected] www.interroll.com

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