Kurzinterviews

Marvin Meyke,

Green Logistics - Prägend für alle Branchen

Es bleibt ein spannendes Thema: Green Logistics ist als Begriff zwar seit Jahren etabliert, aber als umfassende Lösung in der Intralogistik immer noch ein Ziel. Mit welchen Ansätzen Unternehmen die Ampel auf „grün“ stellen, lesen Sie in acht Kurzinterviews.

Achim Aberle, Leiter Technik und Entwicklung, Aberle GmbH © Aberle

Kurzinterview: Achim Aberle, Leiter Technik und Entwicklung Aberle GmbH

materialfluss: Muss „Green Logistics“ 2018 neu oder schärfer definiert werden?
Achim Aberle: „Green Logistics“ ist tatsächlich nicht sauber de-finiert, prägt aber – etwa mit Kennzahlen zur Energieeffizienz und CO2-Bilanz – den Anforderungs- und Ausschreibungskatalog von Projekten aller Branchen. Klar ist, dass „Green Logistics“, die bei Investitionsprojekten ein weitreichendes Maßnahmenspektrum umfasst, zunächst einmal höhere Kosten verursacht. Obwohl sie sich im operativen Betrieb dann relativ schnell amortisieren, werden diese Mehrkosten oft gescheut. Grundsätzlich ist jedoch festzuhalten, dass moderne Komponenten und Anlagentechnik heute bereits in ihrem Standard auf weitgehende Ressourceneffizienz und geringen Energieverbrauch ausgelegt sind. Für Aberle gilt in allen Bereichen, kurz gesagt: Mehr oder zumindest gleiche Leistung bei deutlich intelligenterer und effizienterer Ressourcennutzung und gesenktem Energieverbrauch.

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mfl: Ihr aktuelles Produkt für nachhaltige, grüne Logistik?
Aberle: Als Systemintegrator und Generalunternehmer legt ­Aberle ein Anlagendesign in der Automatisierungstechnik grundsätzlich auf modernste Komponenten und den aktuellen Stand der Technik aus. Das betrifft neben der Leistungs- und Ressourceneffizienz, etwa durch wegeoptimierte Prozesse und moderne Steuerungseinheiten, insbesondere das ganzheitliche Energie­management von Anlagen- und Gebäudetechnik. Mit dem Prozess Management System für Energie (PMS-E) bietet Aberle in seinem Produktportfolio für Warehouse Management und
Materialflusssystem seit fast zehn Jahren ein spezielles Software-Modul für durchgängige Ressourceneffizienz und geringen Energie­verbrauch in der Intralogistik. Es berücksichtigt verschiedenste Abhängigkeiten, Einflussgrößen und Sparpotenziale – und führt sie zu einem verbrauchsoptimierten Betrieb mit kontinuierlichem Controlling zusammen. Mit dem PMS-E, lassen sich allein beim Energieverbrauch Einsparungen bis zu 40 Prozent erzielen. Entsprechend stark ist bei GU- und Retrofit-Projekten die Nachfrage nach diesem nachrüstbaren Software-Tool.

Kurzinterview: Christian Agasse, CEO PAKi Logistics GmbH

Christian Agasse, CEO PAKi Logistics GmbH © Pooling Partners

materialfluss: Muss im Jahr 2018 „Green Logistics“ neu oder noch schärfer definiert werden oder sind die Grundsätze, die man hier erstreben will, immer noch gültig?
Christian Agasse: Die Prinzipien der „Green Logistics“ sind nach wie vor gültig. Wir sind der Ansicht, dass in 2018 die wachsende Besorgnis wegen des Mangels an Lkw-Fahrern und an Holz­paletten genutzt werden sollte, um die Manager von KMU in der Logistikbranche für sich zu gewinnen, die noch skeptisch sind. Intelligentes und professionelles Pooling von Ladungsträgern leistet weiterhin einen sehr großen Beitrag zu grüner Logistik und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig verwenden wir Mehrwegpaletten und -container, reduzieren den Leerguttransport enorm (weniger CO2-Emissionen) und verbessern die Arbeitsbedingungen bei Handling und Lagerung. Unternehmen, die den Einsatz von Palettenpools fördern, orientieren sich implizit am „Drei-Säulen-Modell“ (Hansmann 2006, 167) der Nachhaltigkeit: ökonomisch, ökologisch und sozial. Für diese Unternehmen wird sich zeigen, dass sie durch die Zusammenarbeit mit Pooling-Spezialisten wie der PAKi GmbH nicht nur Geld sparen, während sie nach den Prinzipien der grünen Logistik handeln, sondern auch den sozialen Aspekt berücksichtigen.

mfl: Welches Produkt aus Ihrem Portfolio bringt dem Kunden die größte Verbesserung seiner Logistik hinsichtlich einer nachhaltigen, grünen Logistik?
Agasse: Wir haben in diesem Jahr zwei neue IT-Anwendungen auf den Markt gebracht, um dem Europaletten-Austausch zusätzliche Effizienz zu verleihen: den PAKi e-Voucher, um den Verwaltungsaufwand der Original-Palettenscheine in Papierform (O-Schein) auf ein-fache Art zu ersetzen und die „Driver Drop-off APP“, um die Fahrer bei einem Zug-um-Zug-Palettentausch zu unterstützen.

Jürgen Wrusch Fachpressesprecher Still © Still

Kurzinterview: Jürgen Wrusch, Fachpressesprecher Still

materialfluss: Muss im Jahr 2018 „Green Logistics“ neu oder noch schärfer definiert werden oder sind die Grundsätze, die man hier erstreben will, immer noch gültig?
Jürgen Wrusch: Ja, aus Sicht von Still haben wir als Hersteller von Flurförderzeugen ebenfalls die Verantwortung, zu einem langfristig stabilem Klima beizutragen. Insofern ist das Thema „Green Logistics“ ein Dauerbrenner für uns. Wir erhalten auch von Kunden immer wieder Anfragen, die die ökologischen Aspekte einer Intralogistik-lösung einbeziehen. Das Thema Energieeffizienz ist hierbei ein wichtiger Teilaspekt. Hierbei können wir unsere Kunden auf verschiedenen Ebenen Lösungen anbieten. Ideal ist eine frühzeitige und entsprechende Beratung. Idealer-weise in der Planungsphase von Logistikprojekten, aber auch bei schon bestehende Intralogistik-Infrastruktur. Wir gehen vor Ort in Lager- und Produktionsbereiche, sprechen direkt mit den Mitarbeitern und schauen uns alle relevanten Prozesse ganz genau an.

mfl: Welches Produkt aus Ihrem Portfolio bringt dem Kunden die größte Verbesserung seiner Logistik hinsichtlich einer nachhaltigen, grünen Logistik?
Wrusch: Die größte Verbesserung hinsichtlich einer nachhaltigen, grünen Logistik hat der Still Routenzug in der Ver- und Entsorgung von Produktionslinien gebracht. Hierbei gibt es Effekte für eine bessere Energieeffizienz nicht nur auf Fahrzeug-, sondern auch auf der Prozessebene, zum Beispiel bei Umstellung auf Lean Production. Routenzug-Lösungen von Still setzen Effizienzmaßstäbe in der schlanken Produktionsversorgung. Man kann bis zu 92 Prozent Energie im Vergleich zur äquivalenten Umschlagleistung mit Gabelstaplern sparen. Dies ergibt sich aus dem optimalen Zusammenspiel von elektrischen Zugfahrzeugen und unserem LiftRunner-System. Das patentierte Transport- und Entnahmesystem für Trolleys (Ladungsträger) aller Art punktet mit dem geringsten Rollwiderstand der Branche. Fazit: Der Betreiber reduziert durch Routenzüge nicht nur kostspielige Logistikfläche in der Produktion, sondern kann seine Bestände sowie seinen Energieverbrauch verringern und damit umweltfreundlicher im Sinne der „Green Logistics“ produzieren.

Adriano Chinello, Global R&D and Marketing Director Mechatronic Drives & Solutions, Bonfiglioli © Bonfiglioli

Kurzinterview: Adriano Chinello, Global R&D and Marketing Director Mechatronic Drives & Solutions, Bonfiglioli

materialfluss: Muss im Jahr 2018 „Green Logistics“ neu oder noch schärfer definiert werden oder sind die Grundsätze, die man hier erstreben will, immer noch gültig?
Adriano Chinello: Green Logistics werden mit der Entwicklung ­effizienter und bezahlbarer Motorentechnologien, Motorsteuerung und der digitalen Systemintegration immer wichtiger. Energie- und Kosteneinsparungen sowie ökologische Nachhaltigkeit ­passen heutzutage wirklich zusammen. Wir haben bereits die Möglichkeit, internationalen und europäischen Normen wie IEC 61800-9-2 und EN 50598 zu entsprechen, um die Effizienz eines Power Drive Systems zu messen und auch zu bewerten. Das ist aber nur ein Teil des Ganzen, denn diese Standards beziehen sich nur auf die Kombination von Motor und Umrichter, der Rest des Antriebsstrangs wird noch nicht betrachtet. Der nächste Schritt besteht darin, in die spezifische Struktur der Maschine zu gehen, die mechanische Kraftübertragung sowie weitere angesteuerte Geräte hinzuzunehmen, um den tatsächlichen Betriebszyklus der Maschinen einschließlich des Geschwindigkeits-/Drehmoment-Zeit­profils zu berücksichtigen. Auf dieser Ebene finden wir in enger Zusammenarbeit mit Maschinenbauern oft zusätzlichen Platz für Energieoptimierung. Wenn wir den Austausch von weiterführenden Informationen in Bezug auf das Energieverhalten der gesamten motorgetriebenen Einheit hinzufügen, können lokale Fabrikinformationssysteme sowie Cloud-Energiemanagement-
systeme dem Anwender weitere Vorteile bringen.

mfl: Welches Produkt bringt dem Kunden die größte Verbesserung hinsichtlich einer grünen Logistik?
Chinello: Unsere Synchron-Reluktanzmotor-Technologie BSR wurde speziell ent­wickelt, um die Energieeffizienz auf ein extrem hohes Niveau zu bringen. Die Kombination von BSR mit der Active Cube Reihe und der dort integrierten Vektorregelung sowie den auswähl­baren Kommunikationsschnittstellen ermöglicht neue Lösungen. Dabei entstehen neue Vorteile wie zum Beispiel die Erhöhung der Effizienz von IE2 zur IE4 Super-Premium Effizienzklasse ohne wesentliche Auswirkungen auf die Maschinenkonstruktion. Dies bringt Maschinenherstellern und Endanwendern wirtschaftliche Vorteile in Form von reduzierten Stromkosten und neuen Märkten für bessere Maschinen.

Christian Beer, Inhaber und Geschäftsführer der Servus Intralogistics GmbH © Servus Intralogistics

Kurzinterview: Christian Beer, Inhaber und Geschäftsführer der Servus Intralogistics GmbH

materialfluss: Muss im Jahr 2018 „Green Logistics“ neu oder noch schärfer definiert werden oder sind die Grundsätze, die man hier erstreben will, immer noch gültig?
Christian Beer: Über die Gültigkeit dieses Themas soll jeder selbst entscheiden. Wir sind uns bewusst, dass wir es unseren nachkommenden Generationen schuldig sind, dass wir gewissenhaft mit den vorhandenen Ressourcen umgehen. Nachhaltig zu handeln ist für uns ein Gebot der Stunde. Deshalb achten wir schon bei der Entwicklung unserer Produkte darauf in punkto Energieeffizienz und Langlebigkeit Vorreiter zu sein. So wurden die intelligenten und autonomen Transportroboter mit ERS (Energierückgewinnungssystem, bekannt aus der Formel 1) ausgestattet. Das heißt sie benötigen zunächst Energie fürs Beschleunigen, beim reinen Fahren brauchen sie nur Energie um die Geschwindigkeit zu ­halten, während sie beim Abwärtsfahren und beim Bremsen wieder Energie in den Akku zurückspeisen. Zudem trägt ein ideales Verhältnis von Eigengewicht und Nutzlast – meist 1 zu 1 – zu einer hohen Energieeffizienz bei. Mit den Energiekosten eines vollbetankten Pkw fahren unsere ARCs (Autonomous Robotic Carrier) bis zu drei Mal um die Welt. Energieeffizienz ist das eine, der CO2-Fußabdruck jedoch das andere. Servus-Systeme zeichnen sich darum auch durch einen äußerst material­schonenden Betrieb aus. Die autonomen Transportroboter, die Lager und Produktion schnittstellenlos verbinden und die Ware just-in-time an den
richtigen Ort bringen, sind mit ABS und ASR (Antischlupfregelung) ausgestattet. Mit dem Smartloader, bei dem zwei ausfahrbare Riemenpaare das Transportgut aufnehmen, verfügt Servus
zudem über das materialschonendste Lastaufnahmemittel
auf dem Markt.

mfl: Welches Produkt aus Ihrem Portfolio bringt dem Kunden die größte Verbesserung seiner Logistik hinsichtlich einer nachhaltigen, grünen Logistik?
Beer: „Das ist nicht eine Frage des Produkts, sondern des Konzepts. Der ideale Materialfluss und die Verknüpfung der gesamten Wertschöpfungskette hat den größten Effekt für eine grüne Logistik. Wir erarbeiten gemeinsam mit unseren Kunden deshalb maßgeschneiderte Lösungen, die den Fließprozess ermöglichen und Stop-and-Gos vermeiden. Denn das führt dazu, dass alle Fahrzeuge bremsen, stehen und wieder beschleunigen müssen. Bei der Ausarbeitung der Konzepte setzen wir deshalb konsequent auf den Fließprozess. So wird auch hier nochmals die Ressourcenschonung und die Energieeffizienz gefördert.“

Andrea Engels, General Manager Public Relations & Marketing, European Pallet Association e.V. (EPAL) © EPAL

Kurzinterview: Andrea Engels, General Manager Public Relations & Marketing, EPAL

materialfluss: Muss im Jahr 2018 „Green Logistics“ neu oder noch schärfer definiert werden oder sind die Grundsätze, die man hier erstreben will, immer noch gültig?
Andrea Engels: Ladungsträger sind ein wichtiger Bestandteil der ökologieorientierten Logistik. Ich bin überzeugt, dass die Arbeit der EPAL auch den Blick auf die Umweltrelevanz der EPAL Europalette gestärkt hat, in Deutschland, aber auch weltweit. Und da der Warentransport immer ein globaler ist, können die ökologischen Synergien des global funktionierenden EPAL Systems weltweit genutzt werden. Deutschland hinkt, was die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens angeht, momentan hinterher. In anderen Ländern, z.B. in UK und in China wird intensiver daran gearbeitet, die Klimaschutzziele einzuhalten. Nachhaltigkeit ist in China ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden und dazu gehören auch nachhaltige Ladungsträger wie die unabhängig qualitätsgeprüften EPAL-Paletten, deren Wachstumsrate bei der Produktion und Reparatur in China im 1. HJ 2018 bei +45 % lag. Wir brauchen meiner Meinung nach keine schärfer definierten Grundsätze in punkto Green Logistics, sondern einen stärkeren Willen aller an der Supply Chain Beteiligten, damit die CO2-Einsparungen nicht nur von einzelnen getragen werden. Wir sehen große Anstrengungen in verschiedenen Branchen, wie z.B. in der Chemieindustrie, die großen Wert auf Nachhaltigkeit auch in der Logistik legt und der wir die neuen wiederverwendbaren EPAL CP-Paletten anbieten können.

mfl: Welches Produkt aus Ihrem Portfolio bringt dem Kunden die größte Verbesserung hinsichtlich einer nachhaltigen,
grünen Logistik?
Engels: Alle EPAL-Ladungsträger stehen grundsätzlich für den bewährten Kreislauf des EPAL Systems von der Produktion, über die Verwendung und Reparatur bis zur thermischen Verwertung am Ende des Lebenszyklus. Durch die Nutzung von Mehrwegladungsträgern werden Ressourcen und Budgets geschont. Ökologie muss auch finanzierbar sein oder besser noch, finanzielle Vorteile bringen. Auch hier können EPAL-Paletten punkten, da sie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gefertigt werden, durch die unabhängige Qualitätsprüfung sicher und langlebig sind und kostengünstig repariert werden können.

Dirk Haarscheidt, Vertrieb Bereich Anlagen der Stöcklin Logistik GmbH © Stöcklin

Kurzinterview: Dirk Haarscheidt, Vertrieb Bereich Anlagen, Stöcklin Logistik

materialfluss: Muss im Jahr 2018 „Green Logistics“ neu oder noch schärfer definiert werden oder sind die Grundsätze, die man hier erstreben will, immer noch gültig?
Dirk Haarscheidt: Green Logistics hat weiterhin große Bedeutung im manuellen Bereich sowie bei Unternehmen, die generell auf die CO2-Bilanz achten. Im Bereich der automatisierten Materialflusstechnik konnten in den letzten Jahren technische Optimierungen erzielt werden (Erfolge: geringerer Verbrauch, Nutzung entstehender Energie;
Maßnahmen: Umkonstruktion, Erweiterungen, Fahrstrate­gien). Speziell im Palettenbereich können höhere Energieeinsparungen erreicht werden, da dort auch mehr Energie erforderlich ist. Weiteres Optimierungspotential besteht noch in der effizienten Nutzung von Daten (Statistik,
Analyse, proaktive Systeme).

mfl: Welches Produkt aus Ihrem Portfolio bringt dem Kunden die größte Verbesserung hinsichtlich einer nachhaltigen, grünen Logistik?
Haarscheidt: Im Hinblick auf die Optimierung in der Datennutzung ist hier StöcklinDMA, das jüngste Mitglied der Produktfamilie der Stöcklin Software Suite, zu erwähnen. Es markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer funktionstüchtigen (und nachhaltigen) Logistik 4.0. Über dieses Software-Tool lassen sich gefährdete Anlagenkomponenten sowie störanfällige Abläufe frühzeitig identifizieren und automatisiert an verantwortliche Kontrollinstanzen melden. Anwender erhalten somit die Möglichkeit, im Sinne von „Predictive Maintenance“ ad hoc Gegenmaßnahmen einzuleiten, lange bevor es zu Schäden und mitunter anhaltenden, teuren Ausfallzeiten kommt. Somit kann mit-hilfe einer effizienten Datennutzung auch der Energieverbrauch optimiert werden.

Rudolf Muhlfinger, Business Development, SSI Schäfer © SSI Schäfer

Kurzinterview: Rudolf Muhlfinger, Business Development, SSI Schäfer

materialfluss: Muss im Jahr 2018 „Green Logistics“ neu oder noch schärfer definiert werden?
Rudolf Muhlfinger: Das Thema Nachhaltigkeit ist bei vielen Unternehmen als zentrales Element in der Unternehmensphilosophie verankert. Vor diesem Hintergrund rückt Green Logistics zunehmend in den Fokus der Anlagenbetreiber. Im Sinne der Total Cost of Ownership kommt der Thematik bereits bei der Ausstattungsplanung der Intralogistik eine Schlüsselrolle zu. Auch beim Bau einer Logistikimmobilie bestimmen Nachhaltigkeitsaspekte für einen möglichst klimaneutralen Betrieb die Gestaltung des Baukörpers.

mfl: Welches Produkt bringt dem Kunden die größte Verbesserung?
Muhlfinger: Ein konkretes Beispiel für eine nachhaltige Produktentwicklung ist unser Regalbediengerät Exyz für die vollautomatische Lagerung von Paletten. Die Bezeichnung „Exyz“ ist dabei tatsächlich eine exakte Benennung all dessen, womit die Lagermaschine punktet. So steht das „E“ für Effizienz bezüglich Energieverbrauch und Leistungsfähigkeit – und diese eben auf allen drei dimensionalen Achsen „X“, „Y“ und „Z“, auf welchen Regalbediengeräte arbeiten. Besonders hervorzuheben ist das Mastkonzept, mit dem wir ein Alleinstellungsmerkmal erzielen. So können mitfahrende, in den Mast integrierte Gegengewichte für den Hubwagen eingebracht werden, die bis zu zwei Drittel des Hubwagen-Eigengewichts ausgleichen und so die Leistungs-fähigkeit steigern, während der Energieeinsatz sinkt. Damit erzielen wir allein beim Hub Energieeinsparungen von bis zu 20 Prozent. Darüber hinaus sind effiziente Energierückspeiseeinrichtungen beim Exyz bereits Standard.

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