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Artikel und Hintergründe zum Thema

Förder- & Hebetechnik

Die Bedeutung nimmt zu

Sie sind die Shooting-Stars der Intralogistik: Shuttle-Systeme sind aus einem modernen Materialfluss nicht mehr wegzudenken. Und die Bedeutung nimmt zu, wenn man führenden Herstellern glauben darf.

spaceship above the clouds going to space

Dematic: Neue Multishuttle Generation

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Die Marktdurchdringung in Branchen, in denen sich Shuttlesysteme schon etabliert haben, wie in der Lebensmittel-, Metallwaren-, Bekleidungs- und Textilindustrie, aber auch der Pharma- sowie Kosmetikbranche, wird laut Thomas Metz, Director Sales IS bei der Dematic, weiter zunehmen: „Die Entwicklung der letzten 12 Monate im Bereich e-Commerce und Automotive haben gezeigt, dass auch hier verstärkt Shuttlesysteme nachgefragt und eingesetzt werden. Die Anforderungen an Shuttlesysteme nehmen weiter zu.

Höhere Transportlasten oder trayloses Handling unterschiedlich großer Transporteinheiten stehen stellvertretend für das ständig wachsende Anforderungsspektrum. Dematic reagiert darauf mit dem neuen Multishuttle Generation II. Maßgebliche Kennzeichen des Dematic Multishuttle Generation II sind: leichter, schneller und kosteneffizienter. Extrem hohe Bewegungsgeschwindigkeit und Beschleunigung sowie schnellere Navigation sorgen dabei für höchste Effizienz.“

„Im Bereich der „Zellularen Intralogistik“, welche laut namhaften Wissenschaftlern ein Paradigmenwechsel in der Intralogistik darstellt, revolutioniert Dematic mit dem zum Patent angemeldeten Multishuttle Move den Markt“, so Metz weiter: „Ein dezentrales, agentenbasiertes Steuerungskonzept und die Nutzung der Schwarmintelligenz sind nur einige der Neuerungen, die seit Juni in Dortmund zusammen mit unserem langjährigen Entwicklungspartner Fraunhofer IML im Live-Betrieb erprobt werden.

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Darüber hinaus ist bei Shuttlesystemen durch die Konzentration der Lagerhaltung auf zentrale Standorte ein Trend zu immer größeren Systemen mit immer größerer Lagerdichte und höheren Durchsatzleistungen zu erkennen. Systeme mit mehreren Hundert Shuttles sind keine Ausnahme mehr, bringen aber neue Anforderungen für die Steuerung und IT mit sich. Zudem sieht sich die IT immer häufiger mit der Anforderung konfrontiert, Shuttlesysteme auch auf der Ebene der Materialflusssteuerung unter SAP zu realisieren.“

Knapp: Wichtiger Baustein moderner Intralogistik

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„Shuttle-Systeme sind zweifellos ein wichtiger Baustein moderner Intralogistik, schlussendlich ist im Anlagendesign aber die Konzeption der Gesamtlösung entscheidend. Lagerkonzepte, die als zentrales Element ein OSR-Shuttle im Einsatz haben, ermöglichen einfache, performante, skalierbare und vor allem kundenfreundliche Lösungen. Genau diesen Ansatz beschreibt die „low complexity warehouse“ Philosophie von Knapp: Aufgaben für verschiedene Lagerprozesse, wie zum Beispiel Wareneingangspuffer, Lagerung, Übervorrat, Kommissionierung und Sequenzierpuffer, werden mit nur einem einzigen System realisiert“, erklärt Oliver Lehner, Direktor Produktmanagement der Knapp AG:

„Unabhängig von der Branche kann man am Markt einen eindeutigen Trend beobachten: Noch schnellere Kommissionierung mit höchster Kommissionierqualität bei geringem Personaleinsatz und niedrigen laufenden Kosten. Nur ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze nach dem Ware-zur-Person Prinzip, wie zum Beispiel Pick-it-Easy, die von OSR-Shuttle-Systemen versorgt werden, können diesen Anforderungen Rechnung tragen. Mit dieser Kombination sind höchste Ein- und Auslagerleistungen bei höchster Verfügbarkeit und niedrigem Energieverbrauch möglich.“

Neben dem OSR-Shuttle mit seinen verschiedenen Varianten und Ausprägungen konzentriere sich Knapp als Shuttle-Experte nun auch auf den Transport mit Shuttle-Technologie: „Frei fahrende Open Shuttles sind für Aufgaben einsetzbar, die mit heutigen Technologien nicht wirtschaftlich zu realisieren sind. Neben klassischen Transportaufgaben können damit auch Kommissioniertätigkeiten oder Aufgaben mit speziellen Qualitätsanforderungen gelöst werden. In Zukunft wird es noch mehr Shuttle-Systeme unterschiedlicher Anbieter am Markt geben, jedoch werden die wesentliche Unterschiede beim Gesamtkonzept, bei der notwendigen leistungsstarken Software und vor allem bei der Erfahrung in der Implementierung von Shuttle-Lösungen liegen. Knapp hat mehr als 7.000 Shuttles bei mehr als 130 Kunden weltweit installiert.“

SSI Schäfer: Mit dem Kunden mitwachsen

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„Leistungsänderungen, neue Prozesse, kürzere Lieferzeiten, kleinere Auftragsvolumen - Logistiklösungen sollen in der Lage sein, sich an geänderte Bedingungen anzupassen und mit dem Kunden mitzuwachsen“, erläutert Waldemar Kluge, Leiter Produktentwicklung bei der SSI Schäfer Noell GmbH: „Der Einsatz von Shuttle-Systemen, zusätzlich zu klassischen Intralogistiklösungen, stellt eine Möglichkeit dar, darauf flexibel zu reagieren. SSI Schäfer bietet hier zwei Systeme an: das teilautomatisierte Schäfer-Orbiter-System (SOS) für Kanallager sowie das Schäfer-Quad-System (SQS) für AKL. Einzigartiger Vorteil des SOS: Selbst konventionelle Flurförderfahrzeuge können es in die einzelnen Kanäle heben. Durch die Anzahl der eingesetzten Orbiter erfolgt zudem die Anpassung an die Auslastungsentwicklung.“

„Das SQS stellt hingegen einen Mix aus einem Shuttle pro Ebene und einem Regalbediengerät dar. Es kann vier Behälter gleichzeitig aufnehmen und bietet höchste Dynamik auf engstem Raum. Werden mehrere Geräte pro Regalgasse installiert, erzielt man eine Vervielfachung der Durchsatzleistung. Welches der bisher in den Markt eingeführten Shuttle-Systeme sich langfristig durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Aber skalierbare, dynamische und wirtschaftliche Lösungen werden weiterhin hoch im Kurs stehen - darauf setzt auch SSI Schäfer“, so Kluge weiter.

Aberle: Für viele Bereiche

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Laut Volker Knuff, geschäftsführender Gesellschafter der Aberle Logistics GmbH, werden Shuttle-Systeme besonders in hochdynamischen, produktionsnahen Projekten und in Logistiklösungen der Handelsunternehmen bzw. der Logistikdienstleister eingesetzt.

Aber sie werden auch schon branchenübergreifend genutzt: „Doch eines gilt immer: Shuttle-Lösung ist nicht gleich Shuttle-Lösung, denn bei diesen Systemen unterscheiden wir die Einsatzfälle zwischen Geräten mit oder ohne Hubeinrichtung, Gassen,- und Ebenen gebunden oder Ebenen unabhängig. Es ist daher notwendig, aus den uns als erfahrenem Systemintegrator zur Verfügung stehenden Shuttle-Lösungen kundenorientiert die wirtschaftlichste Lösung auszuarbeiten und zu realisieren. Dies kann auch durch bestehende Gebäudekonturen, statt beispielsweise durch einen Neubau, getriggert werden.“

Ylog: wirtschaftlich als Singlelösung und im Schwarm

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Shuttle-Systeme werden laut Martin Trummer, geschäftsführender Gesellschafter Ylog GmbH, seit einiger Zeit in der Lagerlogistik, speziell im Segment Automatische Kleinteilelager (AKL) erfolgreich eingesetzt. Die die „Intelligenz“ und Selbstständigkeit der Shuttle-Fahrzeuge stellt jedoch für den jeweiligen Steuerungsrechner (Server) ein zentrales Problem dar.

Dies kommt in der Limitierung der Anzahl der Shuttles zum Ausdruck.“ Erst mit den autonomen Shuttles der Firma Ylog (AiV autonmous intelligent Vehicles) konnte laut Trummer der zentrale Ansatz zu Gunsten einer dezentralen Lösung verlassen werden, mit der Konsequenz, dass die begrenzte Zahl der Shuttles der Vergangenheit angehört: „Ylog-AiVs sind individuell, autonom und vielseitig einsetzbar; im Kleinteilebereich der Pharmabranche ebenso, wie im Lebensmittel-, Textil-, Automotive-Bereich.

Sie sind als Singlelösung genauso wirtschaftlich einzusetzen wie im Verbund (Schwarm). Die Vorteile der Ylog-AiV-Shuttle-Systeme sind höchste Lagerdichte, Redundanz der Shuttles und hohe Vielseitigkeit des Einsatzes. Die Leistungsdaten imponieren mit einer Verfügbarkeit von über 99 % bei einer Energieersparnis von über 90 % gegenüber klassischen Lösungen.

Shuttle-Systeme der Zukunft zeichnen sich durch einfache, aber redundante Bausteine in Mechanik und Software aus. Anforderungen lassen sich so dynamisch lösen, ohne den hohen Aufwand von Sonderentwicklungen in Kauf nehmen zu müssen.“

Aberle Automation GmbH & Co. KG, E-Mail: [email protected], http://www.aberle-automation.com

Knapp Deutschland GmbH, E-Mail: [email protected], http://www.knapp.com

Ylog GmbH, A-8143 Dobl, E-Mail: [email protected], www.ylog.at

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