Förder- & Hebetechnik
Alle Rohre im Griff
Interfer Rohrunion hat am Standort Voerde drei Prozesskrane für das neue Außenlager erhalten. Die baugleichen Krane des Typs „Steelmaster“ übernehmen die Einlagerung von Stahlrohren und Profilen.
Demag Cranes hat drei Prozesskrane für das neue Außenlager von Interfer Rohrunion am Standort Voerde geliefert. Die drei baugleichen Krane des Typs „Steelmaster“ mit jeweils 12 Tonnen Tragfähigkeit übernehmen die Einlagerung von Stahlrohren und Profilen und deren Übergabe zur weiteren Bearbeitung in einem angrenzenden Hallenkomplex. In dem auf 12.500 m² großen neu geschaffenen Außenlager verfahren auf einer 450 m langen Kranbahn die drei mit Magnettraversen ausgestatteten und variabel einsetzbaren Demag-Einträger-Laufkrane.
Über die Krane ist sichergestellt, dass sowohl das ebenfalls neu eingerichtete Hochleistungs-Sägezentrum als auch die Anarbeitung sowie die Zonen für die Beschichtung und Kommissionierung termingerecht mit den jeweils erforderlichen Stahlrohren versorgt werden. Entsprechend hoch waren die branchenspezifischen Anforderungen an die Verfügbarkeit und Umschlagleistung der Krananlagen sowie an deren sicherheitstechnische Auslegung.

Kranlösung folgt der Unternehmensstrategie
„Jährlich werden ca. 100.000 t Stahlrohre nach Wunsch kommissioniert, gesägt, angearbeitet oder auch beschichtet an unsere internationalen Kunden geliefert“, erklärt Werner Peters, Betriebsleiter bei Interfer Rohrunion. „Um unseren Anspruch, ein Maximum an Dienstleistung und Lieferperformance auch tatsächlich umsetzen zu können, war es für uns wichtig, mit einem Partner wie Demag Cranes zusammen zu arbeiten, der die spezifischen Anforderungen unserer Branche genau kennt und auf dessen Produkt- und Servicequalität gleichermaßen Verlass ist.“
Lutz Dowy, Leiter des Geschäftsbereichs Prozesskrane bei Demag Cranes ergänzt: „Innerhalb des Demag Produktportfolios versteht sich der ‚Steelmaster’ als konsequente Antwort auf die speziellen Prozessanforderungen des Stahlhandels. In der Praxis überzeugt dieser Prozesskran durch flexible Einsatzmöglichkeiten, sichere Handhabung, schnellen Umschlag und minimalen Anlagenverschleiß. Aus wirtschaftlicher Sicht sprechen zudem die hohe Verfügbarkeit sowie die geringen Betriebskosten für den Einsatz des ‚Steelmaster’“.
Die drei auf einer gemeinsamen Kranbahn eingesetzten Demag-Einträger-Laufkrane verfügen über ein Spurmittenmaß von 27,5 Metern. Sie sind mit jeweils zwei synchronisierten Hubwerken mit je 6,5 Tonnen Tragkraft ausgestattet und für verschiedene Aufgaben variabel einsetzbar. Die Hubwerke sind auf Winkelkatzen angeordnet und verfahren seitlich entlang des Kranträgers. Als Lastaufnahmemittel kommen Magnettraversen zum Einsatz. Sie ermöglichen kurze Anschlagzeiten zur Aufnahme der Rohre und sichern deren schonende Handhabung.
Hohe Umschlagleistungen setzen hohe Geschwindigkeiten voraus: Mit Kranfahrten bis zu 80 m/min, Katzfahrten bis zu 30 m/min und lastabhängigen Hubgeschwindigkeiten bis zu 23 m/min werden die Anforderungen erfüllt. Die Krane entladen die Lkw, die das Material an drei die Kranbahn kreuzenden Fahrstraßen anliefern. Über diesen Transportweg gelangen die Rohre und Profile über Quertransport-Fahrzeuge auch in die parallel zum Außenlager stehende Anarbeitungshalle.
Oberste Priorität neben der erforderlichen Leistung der Krane hatte für Interfer Rohrunion das Thema Sicherheit, welches nicht zuletzt auch Einfluss auf die Verfügbarkeit der Anlage hat. So musste einerseits gewährleistet sein, dass es nicht zu Kollisionen der Krane auf der Kranbahn kommt. Dies hat Demag Cranes durch eine integrierte optische Distanzierung gelöst, die den erforderlichen Abstand zwischen den Kranen sicherstellt. Darüber hinaus sind die Prozesskrane mit einer mechanischen Lastpendeldämpfung ausgestattet. Über eine Seilverspannung in Kran- und Katzfahrrichtung werden Pendelbewegungen auf ein Minimum reduziert.
Die Folge: Mehr Sicherheit für Personal, Material und Betrieb sowie höhere Geschwindigkeiten beim Umschlag und eine schonende Handhabung der Rohre. Da die Krane im Außenlager ständig wechselnden Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind, hat Demag Cranes die Hubwerke mit einer Wetterschutzüberdachung ausgestattet. Des Weiteren wurden die Krananlagen mit je zwei elektromechanischen Windsicherungen ausgerüstet, die ungewollte Kranbewegungen bei starkem Wind bzw. Sturm verhindern. Diese Windsicherungen, die sich per Funksteuerung aktivieren lassen, verbinden sich im Bedarfsfall durch Reibschluss mit den beiden Kranschienen.
Über die Interfer Rohrunion
Die Interfer Rohrunion ist innerhalb der Knauf-Interfer-Gruppe der Spezialist für nahtlose und geschweißte Siede- und Kesselrohre sowie Stahlbauhohlprofile. Seit mehr als 30 Jahren bietet das Unternehmen seinen Kunden mit marktgerechter Lagerhaltung und moderner Logistik eine hohe Liefersicherheit und die Vorteile eines leistungsstarken Partners. Zu den jüngsten Investitionen am Standort in Voerde gehört der Aufbau eines Außenlagers auf einer Fläche von 12.500 m². In Summe lagert das zur Knauf-Interfer-Gruppe gehörende Unternehmen auf dem Werksgelände in Voerde heute mehr als 30.000 Tonnen Rohre aller Güten und Abmessungen. Mit der abgeschlossenen Erweiterung der Fertigungs- und Logistikstrukturen am Standort Voerde bietet Interfer Rohrunion einen noch effizienteren Service und eine noch schnellere Auftragsabwicklung.
Demag Cranes & Components AG, E-Mail: [email protected], www.demagcranes.de
Knauf Interfer SE, E-Mail: [email protected], www.knauf-interfer.de









