Flurförderzeuge
So pflegt man heute
Gerade im Bereich der Staplerwartung hat sich viel getan. Waren vor etlichen Jahren noch Schütze maßgeblich, geht heute nichts mehr ohne CAN-Bus. Das muss aber nicht heißen, das jede Einstellung von der Herstellerfirma gemacht werden muss.
Wie stark hat sich nur der elektrische Antrieb von Lagertechnikstaplern in den letzten 30 Jahren verändert? Stufe um Stufe in immer kleineren zeitlichen Abständen wurden technische Neuerungen integriert. Vom ehemals einfachen mit Schützen gesteuerten Reihenschluss- Motor über Nebenschluss bis zum heutigen Stand der Technik mit CAN-Bus geregelten Drehstrommotoren.
Was hat sich aber bei den Betreibern im gleichen Zeitraum verändert? Vieles, was früher als Stückgut transportiert wurde, muss heute auf Paletten gepackt werden. Dadurch und mit der Zunahme des allgemeinen Konsums hat sich das Umschlags-Volumen vervielfacht. Hinzu kam die Just-in-time-Strategie, die zudem kürzere und auf den Punkt genaue Lieferzeiten fordert. Das hohe Umschlagswachstum und der seit Jahren anhaltende Preisdruck im Transportgewerbe führte dazu, dass vermehrt im Güterumschlag auf Leih- und Zeitarbeitnehmer gesetzt wurde.
Es gibt laut Stöcklin nicht wenige Kunden, die sich noch heute die alte Technik mit Schützensteuerungen zurück wünschen. Bereits bei geringer Geschwindigkeit war genügend Kraft vorhanden, um auch Paletten zu schieben und zurechtzurücken. Die Wartung war zwar wegen der Schützenkontakte kostenintensiv, konnte aber durch Personal mit relativ geringen Kenntnissen der Elektrotechnik unterhalten werden. Diese Zeiten sind allerdings bis auf einzelne Ausnahmen längst Vergangenheit.
Kaum Wartungsaufträge mehr Je nach Einsatzprofil sind einstellbare Drehstrom-Antriebe in Kombination mit CAN-Bus die heute angesagte Technik. Damit fallen aber für die Hersteller die lukrativen Wartungsaufträge zum Wechseln der Schützenkontakte, Ausblasen der Motoren und Wechseln der Kohlebürsten praktisch ersatzlos weg. Klar, dass sich nun die Frage stellt, wie es möglich sein wird, diesen Verdienstausfall zu kompensieren.
Um die Möglichkeiten der neuen Antriebstechnik gänzlich nutzen zu können, sind eine oder mehrere elektronische Steuerungen notwendig, für die speziell auf die Maschinen abgestimmte Software geschrieben wird. Je nach Hersteller wird diese nun so gestaltet, dass alle Funktionen und Einstellungen nur mittels vorprogrammiertem Laptop vorgenommen werden können.
Da bei diversen Lieferanten diese Software nicht frei zugänglich ist, muss bei jedem Schadensfall der Monteur des Herstellers beigezogen werden, was dann zu hohen Kosten für einen geringen Schaden führt. In dieser Hinsicht hat sich Stöcklin für eine kundenfreundlichere Philosophie entschieden. Die von den Schweizer Unternehmen eingesetzte Software besitzt zwei Ebenen.
Die Grundsoftware mit allen für die Maschine und den Betreiber sicherheitsrelevanten Funktionen wird im Werk auf eine handelsübliche Steuerung mittels Laptop übertragen. Alle weiteren für einen optimalen Betrieb einstellbaren Parametern wie Beschleunigung, Bremsen, Geschwindigkeiten können über eine sehr einfach bedienbare Handkonsole ohne Sicherheitsrisiko dem Wunsch des Kunden angepasst werden. Gleichzeitig dient dieses Gerät auch der direkten Fehlersuche im Zusammenhang mit den auf der Steuerkarte angebrachten farbigen LEDs.
Dies gibt auch unabhängigen Händlern und Werkstätten von Großkunden die Möglichkeit, nach einer kurzen Schulung die Geräte auch ohne die unumgängliche Unterstützung des Marken-Monteurs optimal einzustellen und auch zu warten. Um Spielereien im Vorfeld auszumerzen, hat Stöcklin laut eignen Angaben bewusst darauf verzichtet, diese Einstellmöglichkeiten für den Fahrer frei zugänglich zu machen.
Die Stapler von Stöcklin werden laut Unternehmensangaben nach der Philosophie des optimalen Preis-/Leistungsverhältnisses zu nachvollziehbaren, fairen Bedingungen produziert und vertrieben. Sie sind Robust, langlebig und auf dem neusten Stand der Technik und bieten eine Wartung ohne Abhängigkeit an. Ferner bietet das Schweizer Unternehmen faire und kostendeckende Verkaufspreise sowie faire Ersatzteilpreise.
Stichwort CAN-Bus Der CAN-Bus (Controller Area Network) ist ein asynchrones, serielles Bussystem und gehört zu den Feldbussen. Um die Kabelbäume (bis zu 2 km pro Fahrzeug) zu reduzieren und dadurch Gewicht zu sparen, wurde der CAN-Bus 1983 von Bosch für die Vernetzung von Steuergeräten in Automobilen entwickelt und 1987 zusammen mit Intel vorgestellt.
Stichwort Schütz Das Schütz ist ein elektrisch oder pneumatisch betätigter oder elektronischer Schalter für große Leistungen und ähnelt einem Relais. Das Schütz kennt zwei Schaltstellungen und schaltet ohne besondere Vorkehrungen im Normalfall monostabil.
Fließt ein Steuerstrom durch die Magnetspule eines elektromechanischen Schützes, zieht das Magnetfeld die mechanischen Kontakte in den aktiven Zustand. Ohne Strom stellt eine Feder den Ruhezustand wieder her, alle Kontakte kehren in ihre Ausgangslage zurück.
Stöcklin Logistik AG, E-Mail: [email protected], www.stoecklin.com









