Flurförderzeuge
Bionik senkt Befüllzeit
Von der Natur inspiriert ist die neuste Entwicklung der Ingenieure des KIT.
Um die porösen Elektroden von Lithium-Ionen-Batterien schneller mit flüssigem Elektrolyten zu befüllen, nutzen sie einen physikochemischen Effekt, der auch den Wassertransport in Bäumen ermöglicht. Das neue Verfahren kann bei der Batterieherstellung den Durchsatz erhöhen und die Investitionskosten senken. Die Elektroden im Inneren von modernen Batterien sind porös wie ein Schwamm. Anders als bei haushaltsüblichen Schwämmen liegt aber die Porengröße im Mikrometerbereich.
Dadurch hat die Elektrode eine sehr große Oberfläche und bietet den chemischen Prozessen bei der elektrischen Be- und Entladung viel Platz. Dies ist eine notwendige Voraus- setzung, um Batterien für Elektroautos zu entwickeln, die große Reichweite ermöglichen und schnell aufladbar sind. „Doch die Poren müssen auch vollständig mit dem Elektrolyten gefüllt sein, um optimal zu funktionieren“, erklärt Dr. Wilhelm Pfleging vom KIT. Der flüssige Elektrolyt ist das Transportmedium, in dem die geladenen Ionen zwischen Anode und Kathode innerhalb der Batterie fließen können.
In allen gängigen Hochenergiebatterien Die Materialien, die in den Elektroden auf der einen Seite und im Elektrolyten auf der anderen Seite zum Einsatz kommen, sind in allen gängigen Hochenergiebatterien für die Automobilindustrie so beschaffen, dass der flüssige Elektrolyt die Elektrodenoberfläche nur schlecht benetzt. Deshalb wird bei der Batterieproduktion bislang viel Zeit und Aufwand darauf verwendet, den Elektrolyten möglichst bis in die kleinste Pore zu ziehen.
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) , D-76131 Karlsruhe, Tel.: 07 21/6 08-4 74 14, Fax: 6 08-4 36 58, www.kit.edu









