Arbeitssicherheit
Hitzeschutz am Arbeitsplatz
Steigende Temperaturen, Extremwetter und höhere UV-Belastung erhöhen laut TÜV Rheinland die Risiken für Beschäftigte. Unternehmen müssen Arbeits- und Gesundheitsschutz stärker an die Folgen des Klimawandels anpassen.
Die Folgen des Klimawandels wirken sich zunehmend auf die Arbeitswelt aus. Besonders betroffen sind Branchen mit körperlich belastender Arbeit, Tätigkeiten im Freien oder dem Tragen schwerer Schutzkleidung – etwa Bauwirtschaft, Logistik, Landwirtschaft, Gastronomie oder Rettungsdienste. Aber auch Beschäftigte in Büros, Kliniken oder Pflegeeinrichtungen leiden unter langen Hitzeperioden.
Nach Angaben der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist bereits rund ein Drittel der Beschäftigten in Europa klimabedingten Risiken wie extremer Hitze, schlechter Luftqualität oder Extremwetter ausgesetzt. Ein Whitepaper von TÜV Rheinland zeigt Maßnahmen auf, mit denen Unternehmen Belastungen durch den Klimawandel reduzieren können.
Hohe Temperaturen können Konzentrationsverlust, Dehydrierung, Erschöpfung und eine erhöhte Unfallgefahr verursachen. Gleichzeitig sinkt die Leistungsfähigkeit. „Wer die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig aktualisiert, erkennt frühzeitig neue Risiken durch Hitze und Klimawandel – und kann gezielt gegensteuern“, betont Dr. Ludwig Brands, Experte für Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland.
Zu den empfohlenen Maßnahmen zählen angepasste Arbeitszeiten, Trinkwasserangebote, Erholungsräume, Verschattung und Kühlung von Arbeitsplätzen sowie UV-Schutzmaßnahmen bei Außenarbeiten. Auch Schulungen zum Umgang mit Hitzebelastung und Notfallmaßnahmen gewinnen an Bedeutung. Zusätzliche Belastungen entstehen durch tropische Nächte mit Temperaturen ab 20 Grad, die die Schlafqualität beeinträchtigen können. Besonders betroffen sind Beschäftigte im Schichtdienst.










