Mehrwegbehälter

Martin Schrüfer,

Medikamententransport – absolut geschützt und sicher

Die Apotheke des Klinikums rechts der Isar der TU München setzt für ihre pharmazeutische Logistik Mehrwegbehälter mit Thermoisoliereinsatz sowie die MB-Pharmabox von Bito-Lagertechnik ein. Sie gewährleisten sichere Prozessabläufe beim Inhouse-Transport kühlpflichtiger Pharmaprodukte.

Für den sicheren Medikamententransport setzt die Krankenhausapotheke Mehrwegbehälter mit Thermoisoliereinsatz sowie die Pharmabox von Bito-Lagertechnik ein. © Patric Dressel / BITO

Die Krankenhausapotheke der TU München, die Apotheke des Klinikums rechts der Isar, versorgt rund 1.100 Betten des Klinikums und zwei Fremdhäuser mit 30 beziehungsweise 400 Betten mit einem breiten Spektrum an Arzneimitteln. Die Apotheke spielt für die Klinik und die Patientenversorgung eine zentrale Rolle. Die pharmazeutische Logistik umfasst alle Dienstleistungen und Abläufe in der Apotheke, die sicherstellen, dass das richtige Arzneimittel für den richtigen Patienten rechtzeitig und in optimaler Qualität zur Verfügung steht. Wesentlich ist dabei, dass bei Lagerung und Transport alle fachlichen und gesetzlichen Anforderungen für die pharmazeutische Medikamententransport – absolut geschützt und sicher Logistik eingehalten werden. Das gilt selbstverständlich auch für den Transport von zu kühlenden Medikamenten und Präparaten. Die Abteilung pharmazeutische Logistik der Krankenhausapotheke koordiniert alle Arzneimittelbestellungen, ist verantwortlich für die fachgerechte Lagerung und versorgt die Stationen rechtzeitig mit den angeforderten Arzneimitteln.

Hohe Anforderungen an die pharmazeutische Logistik

In der Arzneimittelliste des Klinikums sind derzeit 1.200 Präparate gelistet, die ständig in einer bestimmten Menge vorrätig gehalten werden müssen. Die gelisteten Arzneimittel werden in der Apotheke im Durchschnitt rund 350.000 Mal pro Jahr angefordert. Die einzelnen Stationen bestellen drei Mal pro Woche ihre benötigten Arzneimittel, die Intensivstationen und der Notfallmedizin-Bereich werden täglich bedient. Für die regelmäßige Belieferung setzt die Apotheke einen Kommissionierautomaten ein, über den rund zwei Drittel aller gelisteten Arzneimittel direkt in die für die Stationen bestimmten Transportbehälter verteilt werden. Pro Ausgabetag handelt es sich dabei um bis zu 3.000 Packungen, die in rund 150 Transportbehälter kommissioniert werden. Anschließend werden die Behälter kontrolliert, mit der Empfängeradresse versehen, verschlossen und in Containerwagen dem zentralen Kliniktransportdienst übergeben.

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Die Pharmabox ist für Lagerung und Transport von pharmazeutischen Produkten bis zu Temperaturen von minus 80 Grad Celsius geeignet. Üblicherweise verteilt die Apotheke Präparate bis minus 18 Grad Celsius. © Patric Dressel / BITO

„Etwa zehn Prozent der Arzneimittel, darunter auch viele hochpreisige Präparate, die wir an die Stationen und an unsere verschiedenen Häuser verschicken, müssen gekühlt gelagert und transportiert werden. Vor allem im Sommer war es mit den bislang verwendeten Transportboxen nicht immer einfach, die Temperaturen auch über einen längeren Zeitraum konstant zu halten. Daher waren wir auf der Suche nach einem neuen und für den sicheren Kühltransport geeigneten Behältersystem. Großen Wert haben wir darauf gelegt, dass die beständige Kühlfähigkeit der Transportbehälter bereits von Seiten des Herstellers schon zertifiziert ist, da wir nicht den Zeit- und Kostenaufwand in Kauf nehmen wollten, diesen Nachweis selbst erstellen zu lassen. Wichtig war es uns auch, aus Nachhaltigkeitsgründen unbedingt eine Mehrweglösung zu verwenden“, so Martina Fischer, Fachapothekerin für klinische Pharmazie des Klinikums rechts der Isar.

Ein Großteil der Medikamente wird über Kommissionierautomaten für die einzelnen Klinikabteilungen zusammengestellt und im Haus verteilt. © Patric Dressel / BITO

Überzeugende Medikamenten-Transportlösung Bei der Recherche nach einer geeigneten Kühlbox für den Inhouse-Transport der Medikamente hat die Fachapothekerin die Bito-Mehrwegbehälter mit Thermoisoliereinsatz entdeckt und auch mit anderen Häusern gesprochen, die die Behälter bereits im Einsatz und die Lösung weiterempfohlen haben. „Das System von Bito hat uns aus vielen Gründen überzeugt“, erklärt Martina Fischer. „Die Behälter sind für den Pharmabereich geeignet und darüber hinaus für den Kühltransport zertifiziert, sodass der sichere Prozess für den Transport unserer kühlpflichtigen Medikamente gewährleistet ist. Zudem sind sie sicher über Plomben verschließbar. Als Mehrweg-Behälter ist die Box immer wieder verwendbar und bleibt somit in unserem Transportlogistik-Kreislauf und dient der Nachhaltigkeit. Im Vergleich zu anderen Systemen hat uns außerdem das geringe Leergewicht überzeugt. Was wir auch gut fanden, ist, dass wir die Transportbehälter direkt mit unserem Apotheken-Logo bedrucken lassen konnten, da uns Einheitlichkeit wichtig ist.“

Mit Deckel verschließbar und mit Plomben sicher verschlossen bleibt die Temperatur in den Behältern konstant und ein unerlaubter Zugriff auf den Inhalt wird verhindert. © Patric Dressel / BITO

Die einzelnen Krankenstationen, die Intensivstationen und die Notfallmedizin bestellen den Medikamentenbedarf in der Krankenhausapotheke. Die Kühlware wird per Hand in die Mehrwegbehälter MB mit Thermoisoliereinsatz kommissioniert und über ein Scannersystem registriert. Dann werden die Boxen mit den Kühlakkus bestückt, sicher mit Plomben verschlossen und mit dem entsprechenden Adressetikett versehen. Ein hausinterner Fahrdienst nimmt die adressierten und eindeutig identifizierbaren Kühlboxen in Empfang und transportiert sie in Containerwagen zu den einzelnen Stationen.

Korrekt gekühlt in allen relevanten Temperaturbereichen

Für den Temperaturbereich von zwei bis acht Grad Celsius verwendet die Apotheke die Mehrwegbehälter MB mit Thermoisoliereinsatz. Die Apotheke hat 200 Behälter davon im Einsatz, am Tag sind regelmäßig etwa 50 der Kühltransportboxen im Umlauf. Da auch einige Pharmaprodukte bei zum Teil hohen Minusgraden gelagert werden müssen, setzt die Krankenhausapotheke für den Pharma-Kühltransport zusätzlich für diese Temperaturbereiche ausgelegte Bito-Pharmaboxen ein. Hierin werden pharmazeutische Inhalte bei bis zu minus 18 Grad Celsius sicher und zuverlässig an die verschiedenen Stationen und Häuser verteilt. Die Pharmaboxen kommen ein- bis zweimal pro Woche zum Einsatz.

Bei Bedarf kann die Pharmabox digital codiert und temperaturüberwacht werden. © Patric Dressel / BITO

Martina Fischer: „Wir sind sehr zufrieden mit den beiden Systemen. Die Inlays sind leicht zu reinigen und somit hygienisch sauber zu halten. Auch das Handling hat sich seit dem Einsatz der beiden Boxen gut eingespielt. Als Krankenhausapotheke eines Universitätsklinikums, die die vielfältigsten, oft hochempfindlichen und teilweise sehr hochpreisigen Pharmazeutika liefern muss, hat es oberste Priorität, bei Lagerung und Transport höchste Sicherheit zu gewährleisten. Sowohl was die empfindlichen Eigenschaften und die Qualität der Produkte betrifft als auch dahingehend, dass kein Unbefugter auf die Waren zugreifen kann. Wir unterliegen permanent strengen, regelmäßigen Kontrollen. Mit dem Einsatz der beiden Behälter können wir die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllen.“

Hohe Sicherheitsanforderungen werden erfüllt

Der Bito-MB-Mehrwegbehälter mit Thermo-Isolier-Set sowie die Bito-Pharmabox entsprechen den für den Arzneimittelversand geltenden, europäischen Richtlinien, der Good Distribution Practice (GDP). Sie sind nicht nur eine sichere und nachhaltige Transportlösung. Als robustes Mehrwegbehälter-System lassen sie sich hundertfach wiederverwenden; selbst wenn ein Medikament in der Box auslaufen sollte, ist die Reinigung der waschbaren Isoliereinätze problemlos möglich und der Behälter samt Inlay weiterhin den hygienischen Standards entsprechend einsetzbar.

Der Beitrag erschien in materialfluss 6/22.

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