Kunststoffbehälter

Ersatzteile lagern sauber und nachhaltig effizient

Maßgeschneiderte Kunststoff­behälter-Lösung mit 65.000 Stellplätzen auf 1.800 m2, die komplett modular veränderbar sind. © Gamma-Wopla

Bei der Versorgung mit Ersatzteilen sind landwirtschaftliche Betriebe auf eine schnelle Lieferung angewiesen. Seit November 2017 betreibt der Landtechnik-Spezialist Kverneland im französischen Metz ein neues Zentral-Ersatzteilzentrum. Für das Lager hat Kverneland zusammen mit Gamma-Wopla aus Belgien ein individuelles Kunststoffbehälter-Konzept entwickelt.

Für den Transport der zum Teil schweren Teile setzt der Hersteller auf leichtere Paletten aus Recycling-Kunststoff. Das spart nicht nur Frachtkosten, sondern bietet auch Vorteile beim Leerpaletten-Handling. Das Frühjahr und die Zeit nach der Ernte bedeuten Hochsaison für Kverneland. Denn das Unternehmen produziert landwirtschaftliche Geräte zur Bodenbearbeitung und Aussaat sowie zum Düngen und Spritzen. Mit der sukzessive erweiterten Produktpalette stieg auch die Anzahl der vorzuhaltenden Ersatzteile und das alte Lager in Thionville stieß an seine Kapazitätsgrenzen. Mit dem Entschluss für den Bau eines neuen Lagers fiel die Wahl auf Metz im Nordosten Frankreichs. Damit hat Kverneland einen strategisch günstigen Standort gewählt, um seine Ersatzteile weltweit ausliefern zu können, denn von hier lassen sich viele euro­päische Länder über Nacht beliefern.

Rund 60 Prozent Expressbestellungen
Mit über 70.000 verschiedenen vorrätigen Artikeln und einem 24/7 Service an 365 Tagen sind die Prozesse im Logistikzentrum auf Effizienz ausgelegt. Seltener benötigte Teile, müssen ebenso bevorratet werden und schnell im Zugriff sein wie häufig
bestellte. Generell garantiert Kverneland, alle Bestellungen bis 18 Uhr noch am gleichen Tag zu versenden. „Rund 60 Prozent der Aufträge sind Express-Bestellungen. Dafür muss die Logistik perfekt funktionieren. Wir sind hier in Metz nicht nur in größere Räumlichkeiten gezogen, sondern haben das Lagersystem neu gestaltet. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir mit der Firma Smart-Flow als Lieferant für die Kunststoff-Paletten und der Schwesterfirma Gamma-Wopla als Lieferant für die Kunststoffbehälter Geschäftspartner gefunden, die mit uns eine ­Lösung entwickelt und umgesetzt haben“, erklärt Franck Claudon, Generaldirektor der Kverneland Group Metz S.A.S.

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Das Lager besteht aus einem staplerbedienten Palettenlager und einer dreigeschossigen Fachbodenregalanlage. Während die Ersatzteile im alten Lager lose oder in Kartons im Regalfach lagen, werden heute alle Artikel in Kunststoffbehältern gelagert. Jeder Artikel hat einen festen Lagerplatz. Die Be­legung dieser wird durch Größe und Gewicht der Artikel sowie die Zugriffshäufigkeit bestimmt. „Dank der verschiedenen Behältervarianten lagern unsere Artikel volumenoptimiert. Früher gab es immer ungenutzten Raum. Im alten Lager hatten wir 42.000 Stellplätze auf 3.000 m². Heute verfügen wir dank der mehrgeschossigen Regalanlage und der opti­malen Auswahl der Be­hältergrößen über 65.000 Stellplätze auf nur 1.800 m²“, betont Claudon.

Sechs Behältergrößen
Insgesamt lieferte Gamma-Wopla sechs Behältergrößen vom kleinen 400 x 150/300 x 120 mm bis hin zu den größten 400/600 x  300 x 270 mm. Alle sind neststapelbar mit geschlossenen Wänden und Böden, verfügen über einen offenen, ergonomisch gestalteten Handgriff und können vollständig recycelt werden. Um die drei verschiedenen Höhen der Behälterversionen kenntlich zu machen, wählte Kverneland drei Farben. Zudem arbeitete Gamma-Wopla auf der Frontseite der Behälter das Kverneland-Logo ein. Claudon über die ­Zusammenarbeit: „Smart-Flow war mit uns während des gesamten Projekts in engem Austausch und konnte Veränderungen schnell umsetzen. Zudem arbeiten wir auf einer sehr engen Vertrauensbasis und haben ganz offen über Kosten für Rohstoffe und Werkzeuge gesprochen, um zu einer Win-Win-­Situation für beide Partner zu kommen.“

Das erste Projekt mit Smart-Flow und Gamma-Wopla reicht bereits bis 2012 zurück. Damals begann Kverneland damit, den Versand von Waren auf Paletten von Holz-Paletten auf leichtere Kunststoff-Paletten umzustellen. Damit spart der Versender pro Palette bis zu 20 kg Gewicht und in Summe bei rund 25.000 Paletten pro Jahr erheblich an Frachtkosten. Dazu sind die Kunststoffpaletten in der Anschaffung günstiger und erfüllen alle Anforderungen an die Stabilität und Beschaffenheit auch für den Export. „Neben den finanziellen Aspekten haben die Paletten viele Vorteile im Leerpaletten-Handling. Sie sind ineinander stapelbar und benötigen so bis zu 70 Prozent weniger Platz. Ferner können sie auch in der Halle lagern, was mit Holzpaletten aufgrund der Brandschutzregularien nicht möglich ist,“ erläutert Michael ­Cibois, Sales Manager von Smart-Flow und Gamma-Wopla.

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