Nvidia GTC Europe

Andrea Gillhuber,

Wandelbots und Schaeffler setzen auf Simulation mit Nvidia Omniverse

Wandelbots und Schaeffler haben auf der Nvidia GTC Europe ein neues Modell vorgestellt, das industrielle Automatisierung von der Simulation bis zur Produktion durchgängig digital abbildet.

Christian Piechnick, Mitgründer und CEO von Wandelbots © Wandelbots

Die technische Grundlage bildet das Betriebssystem ‚Nova‘ von Wandelbots, das nun mit der Nvidia Omniverse Plattform verbunden ist. In dieser Umgebung können Unternehmen Roboterprozesse vollständig simulieren, optimieren und ohne erneute Programmierung auf reale Anlagen übertragen. „So sieht die Zukunft der Automatisierung aus“, sagt Christian Piechnick, Mitgründer und CEO von Wandelbots. „Sie ist programmierbar, skalierbar und intelligent – und sie beginnt mit der Simulation. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Schaeffler und Nvidia den nächsten Industriestandard zu definieren.“

Schaeffler nutzt die Lösung bereits zur Automatisierung komplexer Prozesse, etwa im Umgang mit flexiblen Materialien. Diese galten bislang als schwer automatisierbar. Der Ansatz reduziert Integrationszeiten, verbessert die Prozessqualität und senkt Kosten.

Das System erlaubt die Echtzeitsteuerung virtueller Roboter-Workflows mit physischer Ausführung ohne Medienbruch. Es folgt dem „Digital Twin First“-Prinzip und soll künftig in weiteren Schaeffler-Werken eingesetzt werden.

Die Lösung bei Schaeffler

Im Mittelpunkt steht der Ansatz des „Digital Twin First Engineering“. Dabei werden Roboterprozesse zunächst vollständig in ‚Nvidia Omniverse‘ simuliert. Anschließend übernimmt Wandelbots ‚Nova‘ die Echtzeitsteuerung, sodass diese Prozesse ohne zusätzliche Programmierung in der physischen Fertigung ausgeführt werden können. Damit wird die bislang oft bestehende Lücke zwischen virtueller Planung und realer Umsetzung überwunden.

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Aus wirtschaftlicher Sicht ermöglicht die Lösung laut der Unternehmen eine deutlich schnellere Inbetriebnahme von Roboterprozessen. Gleichzeitig sinken die Entwicklungs- und Integrationskosten, da redundante Arbeitsschritte entfallen. Durch präzisere Simulationen erhöhen sich die Erfolgsquoten bereits bei der ersten Ausführung („First-Time-Right“), wodurch Trial-and-Error-Zyklen reduziert werden.

Auch strategisch habe der Ansatz große Relevanz, so die Unternehmen. Das entwickelte Modell erlaubt es, einmal programmierte Automatisierungslösungen standortübergreifend in verschiedenen Werken einzusetzen – ein entscheidender Schritt hin zu skalierbarer, standardisierter Fertigung. Die Lösung ist darüber hinaus kompatibel mit dem ‚Nvidia Mega Omniverse Blueprint‘ sowie den Industrial Cloud-Strategien von Microsoft Azure.

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