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Midea übernimmt Roboterbauer Kuka zu 94,5 Prozent
Der chinesische Elektrogeräte-Hersteller Midea hat den Roboterbauer Kuka zu knapp 95 Prozent übernommen. Nach dem Ende der Übernahmefrist verbleiben noch gut fünf Prozent der Kuka-Anteile bei ihren bisherigen Eigentümern, Midea hält jetzt 94,5 Prozent, wie das in der südchinesischen Provinz Guangdong ansässige Unternehmen am 8. August mitteilte. Die Frist endete am 3. August.

Midea will bis März 2017 die Übernahme der Augsburger abschließen, die auf Roboter für die Industrie – insbesondere in der Autoproduktion – spezialisiert sind. Die Chinesen haben zugesichert, die 12.600 Arbeitsplätze bei Kuka bis zum Jahr 2023 zu erhalten. Die Übernahme kostet Kuka dieses Jahr 30 Millionen Euro für Beratung, Banken, Juristen, Marketing und für Bonusaktien für Mitarbeiter und Führungskräfte.
Wie Midea mit den verbleibenden Kuka-Aktionären umgehen will, ist unklar. Zunächst soll das Ergebnis des Übernahmeverfahrens bewertet werden. Dies sagte eine Sprecherin des Beratungsunternehmens Brunswick, das für Midea die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland übernommen hat. Die Sprecherin bekräftigte die bisherige Linie der Chinesen: Midea sei „grundsätzlich offen für weitere Aktionäre, solange sie einen Mehrwert für das Unternehmen bringen“.
Von einem Hinausdrängen („Squeeze Out“) der übrigen Aktionäre war bei Midea bislang nicht die Rede. Voraussetzung dafür wäre aktien- und übernahmerechtlich ohnehin, dass Midea 95 Prozent der Anteile hält - eine Schwelle, die das Unternehmen aktuell noch knapp verfehlt hat. Die Chinesen selbst produzieren Klimaanlagen, Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Hausgeräte.
Der Verkauf des Augsburger Unternehmens an eine chinesische Firma hatte für politische Diskussionen gesorgt. Es gibt Befürchtungen, dass technologisches Know-how von Augsburg nach China wandert. Doch fand sich kein deutscher Investor, der willig gewesen wäre, in eine Übernahmeschlacht einzusteigen.
Quelle: dpa










