Auszeichnung
Fernride-Gründer wird "Logistics Leader of the Year 2024"
Hendrik Kramer, CEO und Mitgründer von Fernride, wurde von der Jury der Logistics Hall of Fame zum Logistics Leader of the Year gewählt. Die von der Hamburger Still GmbH gestiftete Auszeichnung würdigt seine Vision der „Human-Assisted Autonomy“ im Straßengüterverkehr sowie deren erfolgreiche Umsetzung. Die Preisverleihung findet im Rahmen des jährlichen Gala-Empfangs der Hall of Fame am 5. Dezember im Bundesverkehrsministerium in Berlin statt.
Fernride hat eine Automatisierungslösung für die Mobilität von Nutzfahrzeugen am Markt etabliert, die es ermöglicht, Lkw ohne Fahrer zu bewegen. Mitentscheidend für das Votum der Jury sei zudem gewesen, dass die Herangehensweise das Potenzial hat, die Wertigkeit des Fahrerberufes fundamental zu verbessern. Das Unternehmen kombiniert dabei die Technologie des autonomen Fahrens mit menschlicher Intelligenz in einem hybriden System, der sogenannten „Human-Assisted Autonomy“. Vergleichbar einem Control Tower in der Luftfahrt überwachen Remote-Operatoren mehrere Fahrzeuge gleichzeitig und können darüber hinaus bei Bedarf eingreifen.
Die Jury der Logistics Hall of Fame, bestehend aus 70 renommierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien aus 13 Nationen, begründet ihre Entscheidung: „Hendrik Kramer hat mit unternehmerischem Geist die Grundlage für einen sicheren Einstieg in autonomes, elektrisches Fahren geschaffen. Seine Initiative leistet einen Beitrag zur Energiewende und trägt dazu bei, die Gewinnmargen der Logistiker zu steigern, den globalen Fahrermangel zu lindern und die Sicherheit der Mitarbeitenden in der Logistik zu verbessern, während sie die Logistikbranche bei der Transformation zu zukunftssicheren Betrieben und Prozessen unterstützt“, fasst Anita Würmser,
geschäftsführende Jury-Vorsitzende der Logistics Hall of Fame zusammen.
Bereits realisiert: Automatisierungslösung für die Hof- und Hafenlogistik
Um das Konzept Wirklichkeit werden zu lassen, brachte Kramer zunächst skalierbare Automatisierungslösungen für Lkw in der Hof- und Hafenlogistik auf den Markt, die keine Gesetzesänderung erfordern. Dabei fahren die Zugmaschinen zu 80 bis 90 Prozent autonom: Ein Remote-Operator überwacht diese. Kameras und Sensoren an den Fahrzeugen erfassen die Umgebung, und die Daten werden an das Fahrzeug übermittelt, um die Fahraufgaben selbstständig auszuführen. Parallel dazu werden die Daten über das Mobilfunknetz an die Operatoren übertragen, die die Fahrzeuge aus der Ferne unterstützen können.
Die Technologie ist aktuell aus rechtlichen Gründen nur auf geschlossenen Arealen wie Logistikzentren, Werksgeländen und Hafengebieten im Einsatz, um Container zu transportieren, Wechselbrücken umzusetzen oder Warentransporte in Lagern durchzuführen. Dort hat sie sich bei Praxispartnern wie Volkswagen, HHLA oder DB Schenker bewährt, die zusammen allein in Europa über 1.000 Yard-Trucks betreiben. In den kommenden fünf Jahren plant Kramer, die Human-Assisted Autonomy mit weiteren Fahrzeugtypen auch auf öffentliche Straßen zu bringen. Die Fahrzeuge produziert Fernride nicht selbst, sondern mit strategischen Partnern.










