Editorial Materialfluss SPEKTRUM 07/2017
Change and manage!
Fachbegriffe wie „Change Management“ füllen Bücher. Und man kann mit ihnen spielen. Change, Management. Change and manage! Letztes könnte zum Motto für Führungskräfte in der Intralogistikbranche werden. Warum? Zunächst: Der „Change“ ist in vollem Gange. Getrieben von der Technologie (die Aufzählung der Buzzwords wie 4.0, IoT, „die elfte Raumzeitdimension der logistischen Selbstverständlichkeiten“, wie es unsere Freundin Intra Logistik in Ihrer Kolumne in Ausgabe 11-12/16 nannte) erspare ich mir. Die Technik treibt den Change voran, aber auch die Fusionitis. Jüngst Toyota und Vanderlande, vorher Kion und Dematic, die Körber-Gruppe und Inconso (et al…) und 2015 Jungheinrich und MIAS. Die Tendenz zur Vergrößerung ist ungebrochen. Und weil die Intralogistik in den kommenden Jahren immer wichtiger wird, bleibt das auch so. Intralogistik ist sexy für jeden, der sich mit Betriebswirtschaft beschäftigt. Auf den „Change“ folgt nun das managen der Entwicklungen. Distruptive Technologien nennt man auch nunmal so, weil sie leider auch etablierte und tradierte Unternehmen durcheinanderwerfen. Fusionen haben zudem den unangenehmen Nebeneffekt, dass nach getrockneter Tinte erstmal auseinanderdividiert werden muss, was (eigenständig) bleibt und was nicht – geographisch, thematisch und nicht zuletzt personell. Denn Mitarbeiter reagieren mitunter verunsichert auf euphorische Statements in Pressemitteilungen, wollen in der besseren Welt der Intralogistik des 21. Jahrhunderts erstmal ankommen. Addiert man jetzt nur mal beispielsweise den Aspekt des Fachkräftemangels hinzu, ahnt man, vor welchen Herausforderungen Manager stehen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre der Ausgabe, Materialfluss erscheint nach der Sommerpause wieder am 21. September mit Ausgabe 8-9/17.

Herzliche Grüße, Ihr
Martin SchrüferLeitender Chefredakteur Materialfluss, LT-manager









