„Rail.Hub“-Projekt setzt sich durch
Denkinger mit dem Deutschen Logistik-Preis 2024 ausgezeichnet
Die Denkinger Internationale Spedition kann sich über den Deutschen Logistik-Preis 2024 freuen. Mit dem Siegerprojekt „Rail.Hub“ überzeugte das mittelständische Transport- und Logistikunternehmen die Jury mit einem Mix aus Ideen und Innovationen sowie deren Umsetzung.
Simon Brunner, CEO von Denkinger: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Denkinger Rail. Hub die Jury überzeugen und den ersten Platz erreichen konnten. Mit unserem Rail. Hub haben wir ein modernes Logistikzentrum geschaffen, bei dem es uns gelungen ist, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, regionale Verantwortung und unsere Leidenschaft für Logistik gleichwertig zu verbinden. Wir bedanken uns bei unserem gesamten Denkinger-Team, unserem Projektteam und unseren Partnern. Nur als Gemeinschaftswerk ist so etwas möglich.“
Stillgelegter Gleisanschluss in Eigeninitiative instandgesetzt
Der Ansatz des Projektes war es, die Effizienz zu erhöhen und möglichst viel Stahl auf die Schiene zu verlagern. Gefunden hat Denkinger den Standort mit einem stillgelegten Gleisanschluss in Rottenacker in Eigenrecherche. Die Deutsche Bahn AG wollte erst in zwei bis drei Jahren mit den Bauarbeiten auf dem Gelände beginnen und eine Weiche reparieren. Kurzerhand setzte Denkinger daher den Gleisanschluss in Eigeninitiative instand und wechselte die Weiche auf eigene Kosten. So konnte die Inbetriebnahme des Rail. Hubs um eineinhalb Jahre vorgezogen werden.
Der neu entstandene „Rail. Hub“ besteht aus zwei Umschlaghallen entlang einer zwei Kilometer langen Gleisanlage, in die Güterzüge direkt einfahren und mit Spezial-Equipment wie Schwerlastkranen, Staplern, LH60- Umschlagsmaschinen und Reachstackern entladen werden können. Neben dem Bau der modernen Holzhalle, der Integration von lichtdurchlässigen Photovoltaik-Modulen sowie dem Einsatz von E-Lkw entstand ein nachhaltiges Gesamtkonzept, das durch eigenentwickelte digitale Projekte optimiert wird.
Die eigenentwickelte OCR-gestützte Wareneingangskontrolle spielt eine wichtige Rolle in Sachen Effizienz und Prozessoptimierung. Der geschaffene Unternehmensavatar „Pepe“, der alle wichtigen Infos am Standort vermittelt, ist ein weiterer Teil des Digitalisierungskonzepts. Ein spannender Ansatz ist zudem das Pilotprojekt mit Remote-Kranbedienung durch Kameratechnik.
Der am Rail. Hub stationierte Fuhrpark aus E-Lkw steht für den Weitertransport bereit und wird durch die 1,5 Megawatt starke Photovoltaik-Anlage versorgt. Das Gelände liegt inmitten von Obstbäumen, die durch aufgefangenes Regenwasser bewässert werden. Der Standort bildet die Basis für intermodale Transporte und kombinierte Verkehre mit Verkehrsentlastungen für die Region und Kohlenstoffdioxid-Einsparungen.
Jury: "Leuchtturm für KMU und größere Unternehmen"
Die 16-köpfige Jury des Deutschen Logistik-Preises unter Vorsitz der Journalistin Dr. Ursula Weidenfeld votierte nach den Evaluationsterminen bei den vier Finalisten für das Sieger-Konzept. „Wir haben einen Leuchtturm für KMU und größere Unternehmen erlebt, bei dem alle Einzelmaßnahmen wie die Räder eines Getriebes ineinandergreifen. Wir vergeben Bestwerte in Sachen Vision, Unternehmensentwicklung Umsetzung Nachhaltigkeit. Chapeau!“ heißt es im Auditing-Bericht an die Jury.











