Stapler & Komponenten

Leasing sorgt für junge Flotte

Der österreichische Papierhersteller Mondi Neusiedler GmbH betreibt eine Flotte von 85 Flurförderzeugen, davon laufen 60 im Still Full-Service-Leasing. 2016 wurde der Vertrag zum dritten Mal erneuert. Ergonomie, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gaben den Ausschlag.

Fotos: Still
Fotos: Still

An 365 Tagen im Jahr werden an den zwei österreichischen Standorten von Mondi in Ulmerfeld-Hausmening und Kematen an der Ybbs rund um die Uhr Papierprodukte für Büro-, Druck- und Verpackungsanwendungen hergestellt. Intralogistik und Versand werden dabei von 85 Flurförderzeugen unterstützt, von denen 60 Geräte permanent verfügbar sein müssen. „Ausfälle darf es bei diesen Flurförderzeugen auf gar keinen Fall geben, da sonst die Produktion zum Stillstand käme“, betont Edwin Strasser-Hölzl, der bei Mondi Neusiedler GmbH das Stapler-Management verantwortet.

Moderne Flotte aus Elektro-Gabelstaplern

Vor diesem Hintergrund hat sich das Unternehmen bereits im Jahr 2005 für das Still Full-Service-Leasing der strategisch wichtigen Stapler entschieden. „Diese Art der Beschaffung garantiert uns eine moderne junge Flotte mit einem permanent verfügbaren Reparatur- und Wartungs-Service“, erklärt Brigitte Wutzl aus der Einkaufsabteilung. Gemeinsam mit ihren Kollegen prüft sie regelmäßig die Bedarfsfälle in den Bereichen Wareneingang, Produktion und Versand und schreibt diese im Fünfjahres-Rhythmus neu aus. Dabei konnte sich Still schon mehrfach gegen den Wettbewerb durchsetzen – seit Mai 2016 läuft bereits der dritte Vertrag in Folge.

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„Aufgrund der 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr laufenden Papierproduktion sind die Anforderungen an die Flurförderzeuge hoch.“

Michael Schulz Leiter Systemtechnik und Flottenmanagement Still

Zum Lieferumfang gehören 38 Elektrogabelstapler der Modellreihe RX 20, 14 Elektrogabelstapler der Modellreihe RX 60 sowie acht Hubwagen der EXU-, EXV- und ECU-Reihe. Für jedes Flurförderzeug wurden die jährlichen Betriebsstunden – bis zu 3.800 Stunden – kalkuliert. Je nach Einsatzort sind die Flurförderzeuge mit unterschiedlichen Anbaugeräten ausgestattet, wie zum Beispiel Ballenklammern, Rollenklammern oder Zinkenverstellgeräten. Zusätzlich stehen drei Stand-by-Stapler vor Ort bereit, die im Bedarfsfall jederzeit zum Einsatz kommen können.

Batteriemanagementsystem steigert Effizienz und Lebensdauer

25 Wechselbatterien und mehrere Ladestationen sorgen für permanent verfügbare Flurförderzeuge, wobei die von Still gelieferte Hochfrequenz-Ladetechnik mit integriertem Batteriemanagementsystem besonders schonend arbeitet. Das Batteriemanagementsystem berechnet anhand von Ladezustand und Temperatur, welche der Batterien als nächstes zum Einsatz bereit steht, und signalisiert dies über eine grüne Signalleuchte. Dadurch erreicht man eine gleichmäßige Nutzung der Batterien.

Fahrer wählen Still

Weitere Pluspunkte sammelte Still mit dem seitlichen Batteriewechsel, der elektrischen Handbremse, luftgefederten Komfortsitzen und der intelligenten Joystick-Steuerung, die bei den Fahrern sehr gut ankam. Apropos: Zehn der Staplerfahrerinnen und Staplerfahrer waren aktiv an der Entscheidung beteiligt. Sie konnten die Stapler von zwei Herstellern miteinander vergleichen und anschließend anhand eines Fragebogens benoten – auch aus dieser Wertung ging Still als Sieger hervor.

Fleetmanager
Fleetmanager

Schleichfahrt nach Unfall

Mondi nutzt auch die internetbasierte Flottenmanagement-Software FleetManager 4.x von Still. „Damit verwalten wir zum Beispiel die Zugangsberechtigungen der Mitarbeiter zu einzelnen Staplern und nehmen Fahrzeugparametrierungen vor“, berichtet Edwin Strasser-Hölzl. Als Beispiel nennt er die Fahrzeuggeschwindigkeit, die bei Mondi Neusiedler GmbH aus Sicherheitsgründen auf 8 km/h begrenzt ist. Sollte es dennoch zu einem Zusammenstoß kommen, dokumentiert der in den Geräten eingebaute Schocksensor dies und ermöglicht damit solide Analysen der Fahrzeugdaten. Wird dabei ein bestimmter Wert überschritten, ist die Weiterfahrt des Flurförderzeugs aus Sicherheitsgründen ausschließlich in der „Schleichfahrt“ möglich. Lediglich per Master-Chip lässt sich das Flurförderzeug in den „Normalbetrieb“ zurücksetzen. Warum „Schleichfahrt“? Es muss jederzeit gewährleistet sein, dass die Flurförderzeuge aus möglichen Gefahrenzonen entfernt werden können. „So wird jeder Unfall dokumentiert, und wir können anschließend sofort die Sicherheit des Geräts überprüfen“, erläutert Edwin Strasser-Hölzl.

Zu den weiteren Besonderheiten des Projekts zählt der 24-Stunden-Service durch die Still Service-Techniker. Diese sind auch nachts und an Feiertagen permanent in Rufbereitschaft und spätestens vier Stunden nach einem Anruf vor Ort.

Freie Sicht nach vorne

Die Verhandlungen um die Verlängerung der Zusammenarbeit waren hart, berichtet Einkäuferin Brigitte Wutzl. „Dass sich am Ende wieder Still durchsetzen konnte, lag an dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie an den technischen Vorzügen“, betont sie. So sei Still in der Lage gewesen, den gesamten Bedarf im Tragfähigkeitsbereich zwischen 1,8 und 5 Tonnen mit Elektrogabelstaplern zu bedienen. Außerdem erlaube die Konstruktion der Hubgerüste „eine freie Sicht nach vorne, dies erhöht Fahrsicherheit und Ergonomie deutlich“, erklärt Edwin Strasser-Hölzl. Ein weiteres Sicherheits-Feature ist das dynamische „SafetyLight 4PLUS“, das vier sich bewegende blaue Lichtpunkte etwa fünf Meter in Fahrtrichtung hinter beziehungsweise vor das Fahrzeug setzt und damit den heranfahrenden Elektrogabelstapler signalisiert.

Umfassendes Logbuch

Das Flottenmanagement Fleetmanager dient als umfassendes Logbuch sämtlicher Staplerbewegungen. „Damit können wir jetzt monatlich feststellen, ob die Struktur unserer Staplerflotte noch dem aktuellen Bedarf entspricht“,  bestätigt Brigitte Wutzl. Nicht zuletzt liefern diese Daten die ideale Basis für die nächste Ausschreibung im Jahr 2021. Bis dahin werden die neuen Still-Stapler aber noch unzählige Rollen, Ballen und Paletten bewegen – mit Sicherheit.

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