Stapler
Hyster-Trucks für den Containerumschlag im Hafen
Bei strengeren Vorschriften und sinkenden Margen brauchen Häfen Equipment, das den Durchsatz verbessert. Es soll bei minimalen Ausfallzeiten nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die Emissionen senken. Hyster entwickelt Voll- und Leercontainerhandler sowie ReachStacker mit verschiedenen Antriebsoptionen. Umschlaggeräte mit HVO100-Treibstoff oder Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie ergänzen das Portfolio.
Für den Umschlag von Leercontainern eignen sich die kompakteren Hyster-Leer-Container-Stapler H6XD-12EC3 bis H7XD-12EC4. Basierend auf H16XD6 ist die Serie zuverlässig und effizient im Umschlag von einzelnen Containern bis zur dritten und vierten Stapelhöhe. Bis zu neun Container übereinander schafft Leer-Container-Stapler 6/9 hoch. Das Schwerlastmodell mit einer Tragfähigkeit von 11 Tonnen kann zwei Reefer-Container mit 40 Fuß und Kühlaggregaten auf der gleichen Seite aufnehmen. Die Serie bietet verschiedene Modelle für Einfach- oder Zweifachaufnahme von Containern.
Einsatz im dynamischem Hafenumfeld
Mit einer Tragfähigkeit von 46000 kg eignen sich die Reach-Stacker von Hyster für schwere Einsätze. Die Stapler der XD-Serie sind mit einer Kabine ausgestattet, die maximalen Fahrerkomfort und lange Betriebszeiten unterstützt. In der Fahrerkabine sind Informationen und Bedienelemente des Staplers leicht zugänglich. Diagnosen und Zugriff auf Leistungsmodi des Staplers sind schnell und ohne Anschluss an einen Computer möglich. Die gewölbte Frontscheibe aus einem Stück verbessert die Sicht nach vorne, die größte Dachscheibe der Branche gibt die Sicht nach oben frei. Der Lenkwinkel ist maximal einstellbar.
Häfen sind ein dynamisches Umfeld Fahrzeugflotten, Kräne, Containerstapler etc. müssen ununterbrochen schwere Lasten mit minimalen Ausfallzeiten transportieren. Dafür muss ausreichend Strom vorhanden sein. Bei der Bewertung von emissionsfreien Optionen spielen deshalb Faktoren wie Leistung, Kosten und Zuverlässigkeit eine wesentliche Rolle. Während Verbrennungsmotoren von einer etablierten fossilen Kraftstoffversorgung profitieren, stellen alternative Antriebslösungen besondere Anforderungen an die lokale elektrische Infrastruktur oder eine zuverlässige Wasserstoffversorgung. Hyster entwickelt Hafenausrüstung mit verschiedenen Stromversorgungsoptionen. Kunden können die Stromquelle wählen, die am besten zur Anwendung passt. Batterieantrieb für leichte Anwendungen, wobei der modulare Aufbau des Batteriepacks und die Größe des Ladegeräts der Anforderung entspricht. Bei anspruchsvollen Anwendungen mit zwei bis drei Schichten und mittlerer bis hoher Intensität eignen sich Wasserstoff und Brennstoffzellen, wobei ein Batterie-Pack bei Bedarf Spitzen im Energiebedarf glättet. Für extreme Einsatzbedingungen mit hoher Intensität im Drei-Schicht-Betrieb passt Diesel, wenn möglich als Reserve für Spitzenzeiten. HVO 100 als Kraftstoff kann dabei die Emissionen um bis zu 90 Prozent senken.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind wichtige Faktoren für Binnenterminals. Die HHLA hat sich für einen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebenen Leercontainerstapler und eine mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebene Terminalzugmaschine entschieden. Beide Fahrzeuge werden von Nuvera-Wasserstoff-Brennstoffzellen angetrieben und mit Wasserstoff-Brennstoff betrieben. Sie sind im Clean Port & Logistics-Cluster am HHLA Container Terminal Tollerort in Hamburg im Einsatz.
Einsparpotenziale durch Digitalisierung
Die vorbeugende und vorausschauende Wartung von Großstaplern und Hafenausrüstung ist wichtig. Aus diesem Grund beteiligt sich Hyster seit mehreren Jahren am Projekt iTerminals 4.0. Das Projekt wurde im September 2023 mit dem Waterborne Award als bestes Innovationsprojekt ausgezeichnet. Als EU-Förderprojekt im Rahmen des Programms Connecting Europe Facility zielt iTerminals 4.0 darauf ab, die Lücke zwischen der Hafen- und Terminalbranche und anderen Sektoren zu schließen. Dabei geht es um Digitalisierungskonzepte wie das Internet der Dinge, Big Data, künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Robotik und Automatisierung. iTerminals 4.0 umfasst Pilotprojekte, bei denen digitale Technologien im realen Betrieb europäischer Häfen und Terminals eingesetzt werden und hat zur Gründung des TIC 4.0 (Terminal Industry Committee) geführt. TIC 4.0 hat die Aufgabe Standards zu definieren für den Frachtumschlag zu definieren. Hyster gehört zu den Gründungsmitgliedern.
Elektrifizierung von Hafenanlagen
Elektrifizierung ist oft eine Platzfrage. In Hafenterminals zählt jeder Quadratzentimeter für maximale Lagerkapazitäten. Kräne müssen untergebracht werden und Wege für Containerhandling frei bleiben. Ladestationen für Batterien brauchen manchmal viel Platz. Es kann schwierig sein, sie in den Terminalbereich zu integrieren – insbesondere bei größeren Flotten, die mehr Platz, mehr Strom und mehr Ladezeit benötigen. “Die Entwicklung einer Infrastruktur für Wasserstoffantriebe und von Geräten, die mit Wasserstoffbrennstoffzellen betrieben werden, ist bereits Realität. Welche Zero-Emission-Lösung langfristig das passende Mittel für die jeweilige Anwendung im Hafen ist, das ermitteln unsere Experten“, unterstreicht Ricky Hirani, Global Commercial Product Leader Big Trucks and Port Equipment bei Hyster die Entscheidung für eine Elektrifizierung des Hafenbetriebs.










