Software & Ident
Geschäftsprozesse flexibel integriert
Mit einem integrierten Staplerleitsystem und einer speziellen Applikation zur Material Flow Control sorgt eine Premium-Software im neuen Logistikzentrum von LPP SA für optimierte Transportwege und schnelle, fehlerfreie Auftragsfertigung.
900 Niederlassungen versorgt der Bekleidungshersteller LPP SA in Osteuropa. Die Krux: Bis vor gut einem Jahr erfolgte die Belieferung von mehreren Lagerstandorten. Sebastian Sołtys, Leiter des Logistikzentrums von LPP SA: „Es gab mehrere kleinere Standorte in der Region, in denen die Ware direkt aus den ankommenden Containern abgefertigt wurde. Daher entschlossen wir uns, Lagerprozesse in einem neuen Logistikzentrum zu konzentrieren und die manuelle Sortierung, die die schnelle Auftragsabwicklung beeinträchtigte, zu automatisieren.“
Mit einem integrierten Staplerleitsystem und einem speziellen System zum Material Flow Control (MFC), das eine Steuerung der installierten Fördertechnik und Sortieranlagen direkt aus dem WMS ermöglicht, sorgt die Premium-Software von PSI Logistics in Pruszcz funktional für die Effizienz der weitgehend automatisierten und standardisierten operativen Prozesse. „Ich wage zu behaupten, dass LPP damit in die Extraklasse der polnischen Logistik aufgestiegen ist“, so Sołtys.
Strategisch bietet PSIwms dem Anwender darüber hinaus ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Integration neuer Geschäftsprozesse. „Mit dem installierten PSIwms hatten wir alle Prozesse abgedeckt“, erklärt der Leiter des Logistikzentrums. „Der Markt fordert jedoch kontinuierliche Veränderungen auch in der Logistik. So haben wir in den vergangenen zwölf Monaten neue Businesskonzepte und neue Prozesse entwickelt. Mit PSIwms konnten wir diese neuen Prozesse mühelos in unsere IT-Landschaft integrieren, beziehungsweise das flexible WMS optimal darauf anpassen.“
Bei der Planung der neuen Logistikanlage galt eine maximale Automatisierung der internen logistischen Prozesse als Schlüsselkriterium. Besonderheit: LPP entschied sich bei der Realisierung nicht für einen Generalunternehmer, sondern suchte sich bei Anlagenkomponenten, Steuerungstechnik und Lagersoftware die jeweils besten am Markt verfügbaren Produkte. „Zugunsten der Innovation wurde beim neuen Logistikzentrum auf integrale Gerätekomponenten aus der Hand eines einzigen
Lieferanten verzichtet“, erklärt der für Logistik zuständige zweite Vorstandsvorsitzende von LPP SA, Jacek Kujawa. „In so einem Fall benötigen Tests und Integration der Komponenten unter Umständen mehr Zeit. Das Ergebnis gibt uns jedoch Recht: Bei unseren komplexen Prozessen, deren Umsetzung jedes Jahr Millionen Euro kostet, zahlen sich Optimierungen um einige Prozentpunkte in jedem Fall aus. Dafür rechnet sich der Mehraufwand für den Einsatz der besten Produkte mehrerer Anbieter.“
Grundlage für den Erfolg eines derartigen Vorgehens bilden zukunftsfähige und flexible Systeme. Im Bereich der Software entschied sich LPP daher nach einer internationalen Ausschreibung für das Warehouse Management System von PSI Logistics. Anders als bei den Hardware-Komponenten verfolgte LPP bei der Lagersoftware zudem das Ziel einer einheitlichen IT-Landschaft. „PSI Lo-
gistics war in der Lage, sowohl das WMS für die Lagerverwaltung und Prozessteuerung, als auch ein integriertes Staplerleitsystem und - mit der Material Flow Control - eine neuartige Applikation zur Materialflussteuerung direkt aus dem WMS anzubieten“, erläutert Lagerleiter Sołtys. „Ohne nennenswerte Schnittstellenkonflikte hatten wir damit im IT-Bereich eine umfassende Software für alle Lagerprozesse.“
In dem 300 000 m² großen Logistikzentrum auf dem 17 ha großen Grundstück in Pruszcz stehen 35 000 Palettenstellplätze im Nachschub- sowie 56 000 Regalfächer im Kommissionierlager zur Verfügung. Die Lagerungs- und Kommissionierprozesse spiegeln die Bedürfnisse der Kunden des Logistikzentrums. Die Aufträge zur Bestandsauffüllung in den Filialen erfolgen automatisch im übergeordneten ERP-System von LPP. Die Aufträge werden dann an PSIwms weitergeleitet, das die Auftragszyklen vollzieht und termingerecht die Fertigung anstößt.
„PSIwms überwacht die logistischen Prozesse und verwaltet die einzelnen Lagerplätze unter Verwendung einer businessgerechten Logik“, erklärt Mikołaj Garbarek, zuständiger Leiter für logistische Systeme der polnischen Niederlassung von PSI Logistics. „Die nachgeordneten Prozesse im Bereich der Fließbänder und Sortiermaschinen wiederum werden von der MFC-Ebene des WMS übernommen. Ihre Funktion ist die Weiterleitung der Auftragsmeldungen an die Anlagenautomatik.“
Dazu generiert PSIwms zunächst Sammelbestellungen. Auf diese Weise können zur Kommissionierung ganze Paletten aus dem Palettenlager entnommen werden. Das WMS stößt darauf hin die internen Lagertransporte an. Vom integrierten Staplerleitsystem erhalten die Kommissionier- und Förderzeuge über Funk die Informationen über Ware und Lagerplatz auf ihr Display. Die benötigte Anzahl der Warenkartons wird von den Paletten genommen und zur weiteren Verarbeitung Sortiertischen zugeführt. Dort werden die Kartons geleert und der Barcode jedes Artikels eingescannt.
Auf diese Weise sind genaue Informationen über die Art der Ware, Menge und Standort im WMS hinterlegt, und jedes Kleidungsstück mit den Transportzielen an den automatischen Sortiermaschinen verknüpft. Anschließend werden die Kippschalen eines mehrere Meter langen Sorters mit Einzelartikeln bestückt. Auf dem Rundlauf des Sorters erfassen Scanner die Barcodes der Artikel, die dann vom WMS an den Übergabestellen für die einzelnen Aufträge ausgesteuert werden. Dort rutschen die Kleindungsstücke vom Sorter in Versandkartons. Der Vorgang wiederholt sich mit den verschiedenen Sammelbestellungen. Für die Kommissionierung von Einzelstücken ist im Kommissionierlager zudem eine Pick-by-Light-Anlage installiert.
Nach Abschluss der Auftragskommissionierung werden die Warenkartons zusammengeführt und an Verpackungstische übergeben. Die Auftragsfertigung wird durch Ausdrucken des Etiketts abgeschlossen, mit dem die Fuhrunternehmer ihre Sendungen zur Übernahme identifizieren. „Der gesamte logistische Prozess erfolgt jetzt beleglos“, erklärt Jacek Kujawa, der für Logistik zuständige zweite Vorstandsvorsitzende von LPP SA, stolz. „Die jeweiligen Aufgaben werden in Form elektronischer Aufzeichnungen definiert, die von PSIwms generiert werden.“
Das Logistikzentrum

In dem 300 000 m² großen Logistikzentrum auf dem 17 ha großen Grundstück in Pruszcz stehen 35 000 Palettenstellplätze im Nachschub- sowie 56 000 Regalfächer im Kommissionierlager zur Verfügung. Die Lagerungs- und Kommissionierprozesse spiegeln die Bedürfnisse der Kunden des Logistikzentrums. Die Aufträge zur Bestandsauffüllung in den Filialen erfolgen automatisch im übergeordneten ERP-System von LPP. Die Aufträge werden dann an PSIwms weitergeleitet, das die Auftragszyklen vollzieht und termingerecht die Fertigung anstößt.
PSI Logistics GmbH, D-10178 Berlin, E-Mail: [email protected], http://www.psilogistics.com









