Software

Flexibles WMS von PSI für Schwarzwälder Schrauben

Im neuen Distributionszentrum des Schraubenherstellers Heco-Schrauben sorgt das Warehouse Management System PSIwms für eine koordinierte Steuerung weitgehend automatisierter Intralogistikprozesse. Ausgefeilte Kommissionierstrategien mit speziell zugeschnittenen Dialogen steigern die Effizienz und Qualität in der Bestandsführung, Auftragsfertigung und im Service.

Foto: Heco
Foto: Heco

Sicher ist sicher“, lautet der Leitgedanke der Heco-Schrauben GmbH & Co. KG mit Sitz in Schramberg/Schwarzwald. Das 1967 gegründete Familienunternehmen produziert rund 1,5 Milliarden Schrauben pro Jahr. Eine in die Jahre gekommenen Intralogistik erwies sich zunehmend als Beschränkung für das kontinuierliche Auftrags- und Unternehmenswachstum. Daher entschied sich das Unternehmen zum Bau eines neuen Logistikzentrums, um Lagerkapazitäten und Effizienz zu steigern. „Das Logistikzentrum ist die konsequente Antwort auf die stetig wachsenden Ansprüche an die Waren- und Materialwirtschaft“, begründet Lagerleiter Torsten Hettich die Entscheidung. „Das reicht von der Systemausstattung bis hin zur optimalen Prozesssteuerung durch ein flexibles Warehouse Management System.“

Seit Anfang 2014 läuft das neue Logistikzentrum mit Hochregallager (HRL), Automatischem Kleinteilelager (AKL) und einem großzügig bemessenen Kommissionier- und Versandbereich im Praxisbetrieb. „5.000 Palettenstellplätze, 50.000 Kartonstellplätze, modernste Kommissioniertechnik und vollautomatisierte Prozesse bieten weitreichende Kapazitäten und sorgen für deutlich gesteigerten Durchsatz“, fasst Hettich zusammen. „Die wichtigsten Prozesse im Lager sind weitgehend automatisiert.“

Anzeige
„Für die Wareneingangserfassung wurden im PSIwms neue Dialoge mit projektspezifischen Eingabemasken eingerichtet.“

Christian Welter Projektmanager, PSI Logistics

Hohe Flexibilität und Investitionssicherheit

Foto: PSI Logistics
Innerhalb von neun Monaten wurde das PSIwms exakt auf die Anforderungen im Logistikzentrum des Schraubenherstellers zugeschnitten und implementiert. Foto: PSI Logistics

Das Warehouse Management System PSIwms der PSI Logistics bildet das Basissystem für die Bestandsverwaltung, Koordination und Prozesssteuerung. „Mit der Software von PSI haben wir ein leistungsstarkes WMS, das uns hohe Flexibilität und Investitionssicherheit bietet und sich in den Funktionsumfängen und den erforderlichen Dialogen ganz auf unsere Anforderungen zuschneiden ließ“, begründet Hettich den Zuschlag.

PSI Logistics lieferte die für die Prozessabwicklung benötigten Datenfunkterminals und installierte die Schnittstellen zum Materialflussrechner sowie zum Host-System von Heco. Mit zahlreichen Individualprogrammierungen wurden überdies die spezifischen Prozesse bei HECO in das PSIwms eingepflegt. Innerhalb von neun Monaten war das PSIwms exakt auf die Anforderungen im Logistikzentrum des Schraubenherstellers zugeschnitten und implementiert. „Im Zusammenspiel mit dem Materialflussteuerungssystem des Anlagenlieferanten die beste Lösung“, urteilt der Lagerleiter.

Zusammenspiel der Systeme

Das Lagergut wird mit Shuttleverkehren aus dem wenige hundert Meter entfernten Produktionsgebäude angeliefert. Palettenfördertechnik führt die palettierten Schrauben-Kartons ins Logistikzentrum. Nach Erfassung und Vereinnahmung im IT-System werden Paletten in das HRL geleitet. Dort lagern die RBG die Paletten nach Vorgaben des Materialflussrechners (MFR) in eine der beiden Lagergassen doppeltief ein. Den Lagerplatz meldet der MFR an das PSIwms, das die Bestände, Auslagerungen und Kommissionierprozesse führt. „Für die Wareneingangserfassung wurden im PSIwms neue Dialoge mit projektspezifischen Eingabemasken eingerichtet“, erläutert Christian Welter, Projektmanager der PSI Logistics.

Zur Bestückung des AKL steuert das WMS bedarfsgerecht Paletten aus dem HRL an einen automatischen Depalettierer. Er übernimmt die Vereinzelung. Eine Förderstrecke führt die Kartons anschließend an ein automatisches Etikettiersystem. Dort erhalten die Kartons ein individuelles Barcodeetikett bevor sie auf die Einlagerungsstiche für die drei AKL-Gassen ausgesteuert und darin eingelagert werden. Eventuell verbleibende Anbruchpaletten lenkt das PSIwms zurück ins HRL.

Tourengerechte Auslagerung

Foto: Heco
Im neuen Logistikzentrum von Heco-Schrauben gibt es einen großzügig bemessenen Kommissionier- und Versandbereich. Der Durchsatz konnte deutlich gesteigert werden. Foto: Heco

Heco beliefert aus dem neuen Logistikzentrum überwiegend Fachmärkte. Für die Auftragsfertigung sind acht Kommissionierstationen eingerichtet. An ihnen können mit den Quellkartons sowohl Versandkartons als auch Versandpaletten gepackt werden. Das PSIwms koordiniert die Auslagerung der benötigten Kartons aus dem AKL nach hinterlegten Strategien tourengerecht an die jeweiligen Kommissionierstationen für Speditionen und KEP-Dienstleister. Die Kommissionierprozesse werden nach dem Prinzip Pick-from/Pick-to von einem Lichtsystem unterstützt. Auf einem Display zeigt das PSIwms mit neuen Dialog-Oberflächen den Kommissionierern den Quellkarton an und gibt den jeweiligen Zielbehälter vor. An jeder Kommissionierstation kann auf bis zu vier Zielkartons kommissioniert werden. Zudem verfügt jeder Kommissionierplatz über zwei Zielpaletten-Plätze.

Ein Auslagerungsstich führt die Kartons an den Packplatz, wo die Versandpakete verschlossen, etikettiert und in den Warenausgangsbereich übergeben werden. Über eine Waage, die in die Förderstrecke integriert ist, überprüft das PSIwms dabei die korrekte Auftragsfertigung durch einen Abgleich der hinterlegten Stammdaten mit den Auftragsdaten und den entsprechenden Gewichten der kommissionierten Auftragsposten.

„Eine rundum gelungene Lösung“, resümiert Lagerleiter Hettich zufrieden. „Das PSIwms sorgt für die effizienten und hochsicheren Logistik- und Kommissionierprozesse mit denen wir die aktuellen und künftigen Herausforderungen am Markt erfüllen. Eine Investition, die ganz der Devise unseres Unternehmens, ‚sicher ist sicher‘, entspricht.“

Hartmut Braun

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Effizienz von Werkzeughilfsmitteln und Vorrichtungen durch den 3D-Druck steigern
Dieses White Paper, zeigt ihnen, dass es oft einen besseren und schnelleren Weg gibt, Werkzeughilfsmittel und Vorrichtungen herzustellen, wodurch Kosten gesenkt und die Effizienz erhöht werden kann.

Zum Highlight der Woche...

Stapler & Komponenten

Service macht den Unterschied

Eine außerordentliche Serviceleistung ist für die Hamburger Still GmbH viel mehr als ein unternehmerisches Markenzeichen. Sie ist ein wichtiger Differenzierungsfaktor, mit dem sich Still als einer der führenden Anbieter maßgefertigter...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem materialfluss NEWSLETTER

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite