Regalbediengeräte / Shuttle
Zumtobel stellt auf Servus um
Die Zumtobel Lighting, ein Anbieter von Lichtlösungen, stellt seinen Intralogistik-Warenfluss auf die Systemlösung des Dornbirner Unternehmens Servus Intralogistics GmbH um. Nach erfolgreicher Abnahme der Anlage plant Zumtobel nun den nächsten Erweiterungsschritt, um die Prozesse dem erforderlichen Wachstum anzupassen.
Die Anbindung der neuen Produktionshalle wird zur Zeit realisiert. Als innovativer Anbieter von individuellen Lichtlösungen hat sich die Zumtobel Lighting GmbH für ein ebenso innovatives und individuelles Intralogistik-System der Servus Intralogistics GmbH entschieden. „Im Vergleich zu anderen Systemen kann man über einen kürzeren Zeithorizont planen und muss nicht gleich zu Beginn eine hohe Investition tätigen. Das System ist äußerst flexibel was die Anbindung an die bestehende Infrastruktur und zukünftige Erweiterungen betrifft. Diese Flexibilität erlaubt es, dass unsere internen Logistikprozesse mit den sich laufend ändernden Anforderungen in diesem schnelllebigen Elektronikzeitalter mitwachsen können und wir bedarfsfokussiert investieren können“, schildert Herwig Burtscher, Werksleitung, Zumtobel Lighting GmbH.

Durch ein einziges, integriertes System, vom Lager bis hin zu Kommissionierung und Montage, kann bewusst auf Schnittstellen verzichtet werden. Fehlervermeidung und die Reduktion von Verschwendung konnten durch diesen Verzicht umgesetzt werden. Das gesamte Streckennetz bei der dritten Generation der Transportroboter wurde komplett unterhalb der Gebäudedecke verbaut. „Das bringt eine enorme Platzeinsparung mit sich und der Warenverkehr auf den Fahr- und Laufwegen konnte so deutlich reduziert werden,“ erklärt Herwig Burtscher.
Das automatische Kleinteilelager (AKL) bietet heute Platz für circa 11.000 Trays. Es sind 27 intelligente Transportroboter ARC3 (Autonomous Robotic Carrier Generation 3) im Einsatz, sie stellen die schnelle Warenverfügbarkeit in der Fertigung sicher. Dabei transportieren die Servus ARCs die Behälter aus dem Lager direkt in die Montagehallen und zurück, ohne zusätzliche Schnittstellen. Als nächster Schritt wird nun die Anbindung einer neuen Produktionshalle, mit einer weiteren Kommissionierungszelle, bis Mitte 2014 realisiert werden. Weitere Pläne für die bedarfsgerechte Erweiterung des Systems sind von Zumtobel bereits ausgearbeitet und können flexibel mit den Marktentwicklungen umgesetzt werden.
Ein Baukasten für die Intralogistik
Der Servus Logistik-Baukasten passt sich perfekt den Bedürfnissen und den Prozessen der Kunden an. Ob Behälter, Werkstückträger oder Schüttgut, ob Standardgrößen oder übergroße Teile, das System passt sich an. Das zu transportierende Gut bestimmt die Größe. Das Streckensystem besteht aus einfachen Aluminiumprofilen, aus Weichen, Liften usw. Die Servus Transportroboter haben „Intelligenz“ und Energie an Bord. Sie erhalten Ihre Fahraufträge über Funk, ähnlich wie Taxis in New York. Jener freie ARC, der sich am nächsten an der Quelladresse befindet, erhält den Auftrag. Der besondere Clou dabei, um seine Fahrt durch das System kümmert er sich vollkommen selbstständig. Das heißt, er „sagt“ der Weiche, ob er geradeaus fahren oder abbiegen muss, er „sagt“ dem Lift, auf welcher Ebene er abgeholt und in welche Ebene er gebracht werden muss. Das bedeutet, dass jedes System immer einfach bleibt, egal ob 50 oder 100 „Taxis“ unterwegs sind. Diese Logik ermöglicht u. a. die Reduktion der Umlaufbestände, „Suchen“ gehört der Vergangenheit an, Transporte werden auf direktem Weg und Just-In-Time durchgeführt, One-Piece-Flow ist ein normaler Vorgang, die Bereiche werden nach dem Pull-Prinzip versorgt.

Eine weitere Besonderheit ist die direkte Verbindung von Lager und Produktion, Wareneingang, Qualitätskontrolle, Kommissionierung und Warenausgang. Den Behälter „einmal“ aufnehmen und ohne zusätzliche Schnittstellen direkt an sein Ziel fahren, das ist das Prinzip, das Mithilfe verschiedener Lastaufnahmemittel optimiert wird. Einfache Ablagen entlang der Fahrstrecken können als Lagerplätze genutzt werden. Die Lastaufnahmemittel sind im Transportroboter integriert. Je nach Anforderung kann zwischen besonders „schnellen“ oder „platzsparenden“ oder besonders „schonenden“ Ausführungen gewählt werden.
4.0? Schon Realität...
Fahraufträge können über jedes Netzwerk – ob Internet oder Intranet – an die „Taxi-Zentrale“ gelangen, die Zentrale wiederum beauftragt die einzelnen „Taxis“ über Funk. Somit kann eine Bestellung eines Einzelhändlers in, sagen wir, New York, in der Zentrale eines Servus-Kunden in Zürich einen Fahrauftrag auslösen. All das ist bei Servus längst Realität, darüber wird gegenwärtig unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ in vielen einschlägigen Veranstaltungen und Foren philosophiert.
Effizienz und Skalierbarkeit
Energieeffizienz wird bei Servus seit der Markteinführung im Jahre 2005 groß geschrieben. Das Verhältnis zwischen Eigengewicht und Nutzlast ist bei Servus circa eins zu eins. Die Motorleistung ist abhängig von der geforderten Dynamik. Jeder Servus verfügt über ABS und ERS, überschüssige Energie beim Bremsen oder Abwärtsfahren wird in den Energiespeicher zurückgeladen. Die Systeme sind jederzeit anpass- und skalierbar. Steigt der Durchsatz werden einfach zusätzliche ARCs in System eingesetzt. Werden weitere Lagerkapazitäten benötigt, werden weitere Regale integriert, zentral oder dezentral, je nach den spezifischen Platzverhältnissen. So wächst Servus mit den Anforderungen des Unternehmens mit.
Kontakt: Zumtobel Lighting GmbH A-6851 Dornbirn Tel.: 00 43 / 55 72 / 39 0-0 E-Mail: [email protected] www.zumtobel.com
Servus Intralogistics GmbH A-6850 Dornbirn Tel.: 00 43 / 55 72 / 2 20 00–3 00 E-Mail: [email protected] www.servus.info









