Für 5,375 Mrd. US-Dollar

Andrea Gillhuber,

ABB Robotics geht an SoftBank

ABB hat den Verkauf seiner Robotics-Division an die SoftBank Group für einen Unternehmenswert von 5,375 Milliarden US-Dollar vereinbart. Der Abschluss wird Mitte bis Ende 2026 erwartet. Die Transaktion soll den Aktionären kurzfristig Wert bringen, während ABB die Erlöse nach seinen Kapitalrichtlinien einsetzen will.

ABB-Hauptsitz in Zürich, Schweiz. © ABB

ABB gibt den Verkauf seiner Robotics-Division an die japanische SoftBank Group bekannt. Die Vereinbarung hat einen Unternehmenswert von 5,375 Milliarden US-Dollar. Ein Börsengang der Sparte wird damit nicht weiter verfolgt. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und weiterer üblicher Abschlussbedingungen und soll Mitte bis Ende 2026 erfolgen.

Peter Voser, ABB-Vorstandsvorsitzender, erklärte: „Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung haben SoftBanks Angebot sorgfältig geprüft und dem ursprünglich geplanten Spin-off gegenübergestellt. Es widerspiegelt die langfristigen Stärken des Robotikgeschäfts und der Verkauf wird unmittelbar Wert für die Aktionärinnen und Aktionäre von ABB schaffen. ABB wird den Verkaufserlös aus der Transaktion gemäß ihren bewährten Grundsätzen der Kapitalallokation verwenden. Unsere Ambitionen für ABB bleiben unverändert: Wir werden weiterhin auf unsere langfristige Strategie fokussieren, basierend auf unserer führenden Rolle in den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung.“

Masayoshi Son, Chairman und CEO von SoftBank Group Corp, sagte: „Für SoftBank ist physische KI die Zukunft. Gemeinsam mit ABB Robotics bringen wir weltweit führende Technologie und Talente im Sinne einer gemeinsamen Vision von künstlicher Superintelligenz und Robotik zusammen – um wegweisende Entwicklungen und damit die Menschheit voranzubringen.“

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Berichtsstruktur wird angepasst

Mit dem Verkauf wird ABB seine Berichtsstruktur anpassen: Ab dem vierten Quartal 2025 wird die Robotics-Division als „Discontinued operations“ ausgewiesen. Die bisher gemeinsam geführte Machine Automation Division wird Teil des Process Automation-Bereichs. ABB rechnet mit einem nicht-operativen Vorsteuer-Buchgewinn von rund 2,4 Milliarden US-Dollar und einem Netto-Cash-Erlös nach Transaktionskosten von etwa 5,3 Milliarden US-Dollar. Die erwarteten Trennungskosten belaufen sich auf rund 200 Millionen US-Dollar, die Hälfte davon bereits in der Prognose für 2025 enthalten. Zusätzlich rechnet ABB mit steuerlichen Auszahlungen von 400 bis 500 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der Ausgliederung.

ABB Robotics beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Sparte 2,3 Milliarden US-Dollar Umsatz, was etwa 7 % des Konzernumsatzes entspricht, bei einer operativen EBITA-Marge von 12,1 %.

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