Praxistest mit Brennstoffzellen-Lkw

Alexandra Hose,

Wasserstoff-Lkw im Alltagstest

Die Rhenus Gruppe setzt erstmals einen Brennstoffzellen-Lkw von Daimler Truck im regulären Logistikbetrieb ein. Der einjährige Praxistest ist Teil der zweiten Phase der kundennahen Erprobung des Mercedes-Benz GenH2 Truck und soll belastbare Erkenntnisse für den Einsatz alternativer Antriebe im Straßengüterverkehr liefern.

Der Mercedes-Benz GenH2 Truck im Praxiseinsatz bei Rhenus: getestet im Tages- und Nachteinsatz im regulären Logistikbetrieb. © Daimler Truck AG

Der Wasserstoff-Lkw ist am Standort Duisburg vollständig in die operativen Abläufe integriert und fährt an fünf Tagen pro Woche im Tages- und Nachteinsatz. Die Touren reichen von regionalen Strecken über rund 150 Kilometer bis zu Fernfahrten von bis zu 650 Kilometern. Durch die hohe Auslastung erzielt das Fahrzeug eine außergewöhnlich hohe tägliche Laufleistung und ermöglicht eine fundierte Bewertung von Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen.

Im Fokus stehen vor allem Alltagserfahrungen wie Betankung, Reichweite und Tankzeiten im Vergleich zum Diesel-Lkw. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit Daimler Truck ausgewertet und fließen in die strategische Bewertung alternativer Antriebe sowie in die Weiterentwicklung der Technologie ein. Der für den schweren Fernverkehr konzipierte Lkw verfügt über ein Gesamtgewicht von rund 40 Tonnen, eine Reichweite von über 1.000 Kilometern und nutzt flüssigen Wasserstoff als Energieträger.

„Vielversprechendes Potenzial im Schwerlastverkehr“

„Gerade im energieintensiven Schwerlast- und Langstreckenverkehr sehen wir in wasserstoffbetriebenen Lkw ein vielversprechendes Potenzial“, sagt Thilo Meutzner, Geschäftsführer von Rhenus Road Freight in Deutschland. „Der Praxiseinsatz hilft uns, realistisch zu bewerten, unter welchen Voraussetzungen diese Technologie künftig breiter eingesetzt werden kann. Bereits jetzt wird deutlich, dass für einen Markthochlauf insbesondere der Ausbau der Tank-Infrastruktur, die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff und wettbewerbsfähige Kostenstrukturen entscheidend sind.“

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„Mit der schrittweisen Integration alternativer Antriebstechnologien arbeiten wir daran, Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette systematisch zu reduzieren. In Zusammenarbeit mit Daimler Truck leisten wir einen konkreten Beitrag dazu und sammeln Erfahrungen, die für die gesamte Branche relevant sind“, so Thilo Meutzner.

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