Alternative Antriebe
MAN eTrucks: Über 5 Millionen Kilometer elektrisch im Praxiseinsatz
Seit Anfang 2025 sind die MAN eTGX und eTGS in europäischen Logistikflotten im Einsatz und haben bereits über 5 Millionen Kilometer elektrisch zurückgelegt.
Unternehmen wie DB Schenker, Dachser, Duvenbeck oder Dräxlmaier setzen die E-Lkw branchenübergreifend ein – vom Bau- und Holztransport bis zur Lebensmittel-Logistik. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 90 kWh pro 100 km und Nutzung von 100 Prozent Grünstrom konnten die Fahrzeuge rund 3.600 Tonnen CO₂ einsparen. Langfristig betrachtet, können die Elektro-Lkw bei einem Lebenszyklus von 1,2 Millionen Kilometern pro Fahrzeug insgesamt über 170.000 Tonnen CO₂ vermeiden – vergleichbar mit dem jährlichen Ausstoß einer Stadt mit 32.000 Einwohnern.
Die Elektromotoren der MAN eTrucks sind für maximale Effizienz optimiert und ermöglichen durch die vollelektrische Antriebsvariante eine deutliche Reduzierung der Betriebskosten bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit im Mauerwerksbau, Baustofftransport und anderen logistischen Anwendungen.
Serienproduktion und wachsende Nachfrage
Im Juni 2025 startete die Serienproduktion der eTGX- und eTGS-Modelle im MAN-Werk München. Die Fertigungslinie kombiniert Diesel- und Elektro-Lkw und ermöglicht eine Produktion von bis zu 100 Fahrzeugen pro Tag. Bereits kurz nach Serienstart sind nahezu 800 Elektro-Lkw bestellt, und bis Ende 2025 sollen die 1.000 Fahrzeuge überschritten werden.
Die E-Lkw von MAN zeigen, dass alternative Antriebe in der Praxis leistungsfähig und zuverlässig einsetzbar sind. Besonders für Baustellenlogistik oder regionale Verteileraufgaben bietet die vollelektrische Variante Vorteile bei Lärmreduktion, Emissionsfreiheit und effizienter Energienutzung.
Praxisbeispiele
Bei der Behrens-Gruppe, einem der führenden Holzgroßhändler Deutschlands, haben MAN eTGX bereits über 50.000 km elektrisch absolviert. Die Fahrzeuge sind mit Wechselrahmen für elektrische Mitnahmestapler ausgestattet und werden teilweise mit eigenem Photovoltaikstrom geladen.
In Frankreich setzt die Jacky Perrenot-Gruppe über 100 eTrucks für die Lebensmittel-Logistik ein, während in den Niederlanden Unternehmen wie Cornelissen und van Doorn die E-Lkw für städtische Verteileraufgaben nutzen. Polen, Portugal, Norwegen und Dänemark verzeichnen ebenfalls zunehmende Nutzung der Fahrzeuge in nationalen Transportflotten.
Auch im kommunalen Bereich wächst das Interesse: In Österreich haben zwölf Städte und Gemeinden einen Rahmenvertrag über bis zu 45 elektrische Lkw abgeschlossen, die für Abfallwirtschaft, Baustellenlogistik und Transportaufgaben im Stadtgebiet eingesetzt werden.











