Kolumne

Martin Schrüfer,

Intra Logistik fragt: Ist die Intralogistik im Lockdown?

Ist sie im Dornröschenschlaf oder in einer allgemeinen Schockstarre? Fakt ist: Es scheint ruhig in der ­Branche zu sein, ich finde zu ruhig. Die Nachrichten über neue Produkte, Innovationen, gewonnene Projekte, in Betrieb gegangene Anlagen, übernommene Marktbegleiter oder neue Führungskräfte werden weniger, Presse­veranstaltungen, Messen, Kongresse, Kundenevents finden gar nicht oder nur online statt. Jetzt denken Sie sicher: Hat denn die Kleine seit elf Monaten Fernsehverbot? Hat Mutti ihr das WLAN ausgesteckt? Oder Congstar den Saft abgedreht? Vielleicht schon mal was von Corona gehört?

© WBM

Intralogistik-Anwender verschieben ihre Zukunft
Ja, hat sie. Und dass man in diesen Zeiten die Decke über den Kopf zieht, ist die natürlichste aller Reaktionen. Viele Intralogistik-Anwender investieren nur in das aktuell absolut Notwendige und verschieben ihre Zukunft, weil in diesen Zeiten keiner die Zukunft deuten oder ihr gar vertrauen möchte. Unsere Wirtschaft hat sich 2020 zum Virus hinzu das Recht rausgenommen, nach rund zehn Jahren Aufwärtstrend auch mal zu schwächeln – jedes Unternehmen, das irgendwie von Autos mit Verbrennungsmotoren abhängt, kann ein Liederbuch davon singen.

So laut reden, dass es über die Branche hinaus zu hören ist
Aber nicht alles schwächelt, manche Branchen boomen geradezu, und auch darüber sollte man reden. Und: Ist die Intralogistik nicht „der Enabler“ für alles Mögliche, wie es uns auch der VDMA immer ins Gebetsbuch ­geschrieben hat? Auf jeden Fall wird es jetzt wieder Zeit, sich an das zu ­erinnern, was die Intralogistik kann, bewirkt und ermöglicht. Zum Beispiel die Lieferfähigkeit und das gesunde Wachstum von Unternehmen. Auch in Corona-Zeiten. Und darüber sollte man reden. Sogar laut – so laut, dass es über unsere Branche hinaus zu hören ist.

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Aus materialfluss 8-9/2020

Editorial: Vernunft und Wille

Corona und kein Ende, weder was dessen Verbreitung noch die Nachrichten darüber angeht. Der Föderalismus und die daraus offenbar unweigerlich resultierenden unterschiedlichen Auslegungen des Worts „Hygiene“ treiben uns langsam alle in den Wahnsinn.

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