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Artikel und Hintergründe zum Thema

Prologis-Report

Alexandra Hose,

Energieunsicherheit bremst deutsche Lieferketten

Die Sicherheit der Energieversorgung entwickelt sich laut dem neuen „Supply Chain Outlook 2026“ von Prologis zu einem entscheidenden Hemmnis für deutsche Lieferketten. Für die gemeinsam mit The Harris Poll durchgeführte Studie wurden weltweit mehr als 1.800 Führungskräfte befragt, darunter 270 in Deutschland.

Deutsche Führungskräfte gehen davon aus, dass Lieferketten bis 2030 regionaler werden. Knapp über die Hälfte gibt an, dass ihre eigene Lieferkettenstrategie auf eine stärkere Lokalisierung abzielt, um die Anfälligkeit für globale Krisensituationen zu verringern. © stock.adobe.com/Best

Jeder dritte Befragte hierzulande zählt die Energieversorgungssicherheit zu den drei größten Herausforderungen des Jahres 2026. 44 Prozent der Führungskräfte berichten von Spannungsschwankungen im vergangenen Jahr, 38 Prozent von rollierenden Stromausfällen oder Spannungsabfällen. Ein ähnlich hoher Anteil war von Erdgasengpässen betroffen. Zudem arbeiten 44 Prozent lediglich auf den Power Chain Readiness Levels 1 oder 2 und gelten damit bei längeren Ausfällen als anfällig.

„Energie ist zu einem der entscheidenden Faktoren in der Lieferkettenplanung in Deutschland und Nordeuropa geworden“, sagt Björn Thiemann, Senior Vice President und Regional Head Northern Europe bei Prologis. „Kunden setzen zunehmend auf Automatisierung und elektrifizierten Transport, aber diese Systeme sind auf eine stabile Energieversorgung angewiesen. Anlagen, die frühzeitig Kapazitäten sichern und Ausfallsicherheit bieten, werden immer wichtiger.“

Automatisierung und Robotik haben Investitionspriorität

Parallel dazu gewinnt Automatisierung strategisch an Bedeutung: 42 Prozent der deutschen Führungskräfte nennen Automatisierung und Robotik als zentrale Investitionspriorität für 2026, weltweit liegt nur China davor. KI ist mit 67 Prozent das dominierende Investitionsthema, wenn auch weniger ausgeprägt als in anderen Märkten. Deutschland priorisiert zudem Energieeffizienz bei Investitionen stärker als jedes andere untersuchte Land.

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Auch die Regionalisierung schreitet voran: 53 Prozent der Befragten planen bis 2030 eine stärkere Lokalisierung ihrer Lieferketten, um Abhängigkeiten zu reduzieren und näher an Verbrauchszentren zu produzieren. Für 32 Prozent zählt Energieversorgungssicherheit neben Arbeitskosten und Zöllen zu den wichtigsten Standortfaktoren.

Energieeffiziente Immobilien erleben hohe Nachfrage 

„Die Knappheit verändert den Markt“, fügt Björn Thiemann hinzu. „Die Standorte, die bei Kunden am beliebtesten sind, sind solche, an denen Strom verfügbar ist, die Infrastruktur gut ausgebaut ist und neue Flächen begrenzt sind. Moderne, energieeffiziente Immobilien werden weiterhin eine überdurchschnittliche Nachfrage verzeichnen.“

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