
Energieunsicherheit bremst deutsche Lieferketten
Die Sicherheit der Energieversorgung entwickelt sich laut dem neuen „Supply Chain Outlook 2026“ von Prologis zu einem entscheidenden Hemmnis für deutsche Lieferketten.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt angespannt: Eine spürbare konjunkturelle Wende ist nicht in Sicht, stattdessen setzt sich die Krise fort. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) plant jedes dritte Unternehmen, 2026 Personal abzubauen. Auch bei den Investitionen zeigen sich die Firmen zurückhaltend.

Zwischen Aufbruch und Unsicherheit
Die deutsche Wirtschaft scheint langsam wieder Tritt zu fassen. Im Juni ist der Ifo Geschäftsklimaindex von 87,5 auf 88,4 Punkte gestiegen. Ein kleines, aber wichtiges Signal: Die Unternehmen blicken insgesamt etwas zuversichtlicher in die Zukunft – auch wenn die Ausgangslage vielerorts noch angespannt ist.
Das Ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für Deutschland nach oben korrigiert. Die deutsche Wirtschaft soll im Jahr 2025 um 0,3 Prozent und 2026 um 1,5 Prozent wachsen. Gegenüber der Frühjahrsprognose wurden die Wachstumsraten um 0,1 bzw. 0,7 Prozentpunkte angehoben.

Die deutsche Wirtschaft legt im ersten Quartal deutlich stärker zu als erwartet. Das liegt zum Großteil an der aggressiven Handelspolitik der USA. Dennoch droht 2025 erneut ein Jahr ohne Wachstum.

Die Wirtschaft der Eurozone ist mit einem niedrigeren Wachstum als gedacht ins Jahr gestartet. Während Spanien und Irland mit starken Zuwächsen glänzen, bleiben Deutschland und Frankreich hinter den Erwartungen zurück. Überraschend kräftig fiel hingegen der Anstieg der Industrieproduktion im März aus.
Lichtblick im ersten Quartal: Die deutsche Wirtschaft ist wieder minimal gewachsen. Doch eine Trendwende ist angesichts des Zollstreits mit den USA nicht zu erwarten. Der Arbeitsmarkt schwächelt.

Die aggressive Zollpolitik der USA belastet die Weltwirtschaft – der IWF senkt seine Prognosen für 2025 deutlich und erwartet für Deutschland sogar Nullwachstum. Handelskonflikte, Unsicherheit und hohe Zölle stellen das globale Wirtschaftssystem auf eine harte Probe.
Verbände zum Koalitionsvertrag

Der neue Koalitionsvertrag sendet aus Sicht der Industrieverbände wichtige Signale für Bürokratieabbau und Investitionen – doch zentrale Entlastungen kommen zu spät. Zwischen Aufbruchsstimmung und ernüchterter Kritik bleibt die Umsetzung das entscheidende Nadelöhr.

Die Hannover Messe 2025 lockte rund 127.000 Besucherinnen und Besuchern aus 150 Ländern an. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz (KI), Automatisierung, Digitalisierung und nachhaltiger Energieversorgung.
Donald Trumps beispielloses Zollpaket erschüttert den Welthandel – und stellt Wirtschaft, Politik und Verbraucher vor große Fragen. Die EU und China reagieren mit Gegenmaßnahmen, halten aber am Dialog fest. Hier wird erklärt, wie sich die Zölle auf Deutschland, die globale Wirtschaft und den Alltag auswirken.